Kundenrezension

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nette Minispiel mit einem Hauch von Liebe und eigenwilligem Stil, 11. Oktober 2006
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Project Rub DS (Videospiel)
Zum Deutschlandstart des Nintendo DS buhlten zwei Minispiel-Sammlungen um die Gunst des Käufers. Neben ‚Wario Ware Touched!’ fand man diese hier im Regal, welches im Original den Titel ‚ Feel The Magic XY/XX’ trägt und somit auf die beiden Geschlechter anspielt [wer es nicht wissen sollte: Die meisten Frauen haben zwei X-Chromosome (X,X), die meisten Männer ein X- und ein Y-Chromosom (X,Y)].

Denn das ist das zentrale Element und gleichzeitig der große Pluspunkt von ‚Project Rub’: Die Liebe zwischen den Geschlechtern. Während viele Spiele auf Gewalt und Aggressionen setzen, steht hier die Eroberung einer schönen Frau im Mittelpunkt. Der Hauptprotagonist verliebt sich nämlich Hals über Kopf in eine Unbekannte und will sie nun durch Absolvieren bestimmter Aufgaben für sich gewinnen. Und so spielt man sich durch die Hauptgeschichte, welche die verschiedenen Minispiele miteinander verbindet und setzt dabei DS-typisch den Touchscreen und das Mikrofon ein. Die Aufgaben sind dabei vielseitig und teilweise recht obskur, wenn man z.B. verschluckte Goldfische aus einem Magen beseitigt, Leute auf der gegenüberliegenden Straßenseite umkegelt ohne dabei vorbeifahrende Autos zu treffen oder man sich an Wachpersonal mit Hilfe von miauenden Katzen vorbeischleicht. Besonderen Charme haben aber solche Missionen, die direkt mit der Angebeteten zu tun haben. So darf man etwa Schmutz von ihr abrubbeln oder sie in einer lauten Umgebung zu sich zu rufen.

Besonders eigenwillig ist das Spiel in Punkto Design: Die gesamte Grafik ist sehr minimalistisch gehalten und bietet nicht viele Details. Die meisten Objekte sind nur einfarbig und die Figuren bestehen nur aus einer Silhouette – man sieht also kein Gesicht und daher auch keine Mimik. Aber dennoch kann man sich stets gut vorstellen, wie die Protagonisten wohl gerade schauen werden. Auch der Sound ist teilweise sehr abgefahren und besteht manchmal aus nicht viel mehr als ein paar sich ständig wiederholenden Tönen. Und gerade hier ist der große Knackpunkt des Spieles: Die Abwechslung. Zwar sind die Aufgaben schön unterschiedlich, jedoch nicht ihre Verpackung. Die Musik wiederholt sich ständig und geht einem früher oder später auf den Zeiger. Genauso die Pausen zwischen den Minispielen, die ‚Break Time’ genannt worden sind. Des weiteren wiederholt sich der Erzählstil der Handlung: Vor der Erklärung der vorliegenden Aufgabe gibt es eine kurze comicähnliche Sequenz, in der nacheinander vier Bilder eingeblendet werden - unterlegt mit einem nervigen Ton. Dieses Schema wiederholt sich auch immer und immer wieder. Hätten die Entwickler mehr Musikstücke und verschiedene Mittel der Erzählung eingebaut, so würde das Gesamtbild des Spieles sicherlich viel besser und ausgewogener aussehen und die Minispiele wären viel besser verpackt.

Und noch was zum Begriff ‚Minispiel-Sammlung’: Während der Spieler bei ‚Wario Ware Touched!“ für das Gelingen einer Aufgabe oft nicht mehr als ein Bruchteil von Sekunden zur Verfügung hat, ziehen sich hier einige der Missionen wie Kaugummi in die Länge. Gerade bei den Bosskämpfen wünscht man sich ein etwas strafferes Gameplay. So muss man etwa eine beispielsweise eine Herde von Büffeln beseitigen, wobei es 100 Stück an der Zahl sind und einige davon erst nach wiederholtem Antippen den Geist aufgeben. Weit übers Ziel hinaus schießen die Entwickler aber gegen Ende des Spiels, wenn man alle Bosskämpfe noch einmal mit leicht höherem Schwierigkeitsgrad bewältigen muss. Scheitert man bei einem, so muss man wieder beim ersten beginnen. Das ist nichts weiter als eine unnötig künstliche Verlängerung der Spielzeit und führt zu Frust.

Wenn man also die Wahl hat und ‚Wario Ware Touched!’ noch nicht gespielt haben sollte, so würde ich eher dazu raten, da dieses einfach viel abwechslungsreicher und lustiger in Szene gesetzt worden ist. Außerdem kann ich noch das Genre-verwandte „Titeuf: Mission Nadia“ empfehlen, das auch humorvoller und spritziger präsentiert wird. Aber ‚Project Rub’ ist sicherlich kein schlechtes Spiel und bei einem Kauf kann man nicht wirklich etwas falsch machen, gerade wegen dem zur Zeit so günstigen Preis!

Zusammenfassung

===============

Pro:

+ die Liebe steht im Mittelpunkt

+ sehr guter Einsatz von Touchscreen und Mikrofon

+ eigenwilliger Stil

Contra:

- nervtötende Musikuntermalung

- Minimalismus wird nicht jedem gefallen

- ständige Wiederholungen im Erzählstil

- (fast) nichts zum frei spielen und dadurch wenig Dauermotivation
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