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Kundenrezension

13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Opfer der Technik, 15. Juli 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: Humperdinck: Hänsel und Gretel (Gesamtaufnahme) (Aufnahme 1971) (Audio CD)
Gäbe es nur diese einzige Aufnahme von Hänsel und Gretel, man könnte sehr gut damit leben.
Komischerweise aber gibt es gerade von dieser häufig etwas unterschätzten Oper so viele hervorragende Einspielungen wie von kaum einer anderen: Karajan (mit Schwarzkopf, Grümmer, Ilosvay, Metternich), Solti (Popp, Faßbaender, Schlemm, Berry), Tate (Bonney, von Otter, Lipovsek, Bär), Davis (Murray, Gruberova, Grundheber, Ludwig), um nur einige zu nennen.
Und so muss man feststellen, dass diese Aufnahme zwei Schönheitsfehler hat: Zum einen und vor allem die Tontechnik von 1971: Der Klang erinnert mehr an eine Pop-CD als an eine Opern-Aufnahme, so viel Hall stört hier ein sauberes Klangbild. Zudem hat die Regie gerade in den Szenen der Hexe auch noch Soundeffekte eingebaut, die in einer ernsthaften Opern-Produktion wirklich gar nichts zu suchen haben.
Dazu ist Anna Moffo als Hänsel eine Fehlbesetzung: Ihr fehlt zum einen das nötige Mezzo-Fundament, außerdem kämpft sie sehr mit der Sprache. Vor allem aber klingt sie nach Primadonna, nicht nach kleinem Jungen.
Und das ist schade, weil die übrigen Solisten hervorragend sind:
Allen voran Christa Ludwig ist eine überragende Hexe - keine platte Xantippe, sondern eine gefährliche, verführerisch böse Erscheinung.
Helen Donath ist eine entzückend jugendliche und ungekünstelte Gretel, Dietrich Fischer-Dieskau ein erfrischend natürlicher Besenbinder, Lucia Popp und Arleen Auger eine traumhafte Besetzung für Tau- und Sandmännchen. Charlotte Berthold kommt an die überragende Maria von Ilosvay nicht ganz heran, ist aber rollendeckend.
Das Münchner Rundfunkorchester unter Kurt Eichhorn spielt sauber und unauffällig, wenn es auch weder den Klangzauber der Wiener Philharmoniker unter Solti entwickelt noch das schroffe Temperament des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks unter Tate.
Alles in allem also eine gute Aufnahme, mit einem anderen Hänsel, vor allem aber einer besseren Klangregie hätte sie sehr gut sein können.
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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 11.02.2009 15:37:37 GMT+01:00
Warum hacken so viele Kritiker auf Anna Moffo ein! Schon in den 70ern (z.B. beim SDR Stuttgart in der Opernbesprechung) lästerten gleich drei altbackene Herren über den "Gastarbeiter Hänsel" in dieser Aufnahme. Aber mir als damals ganz junger Opernliebhaber erschloss sich exakt über diese Einspielung der Oper von Humperdinck die Musik von Richard Wagner. Und der unverwechselbare herbe Timbre von Anna Moffo empfand ich gar nicht als "Fehlbesetzung". Ich nahm ihr die "Hosenrolle" durchaus ab. Anna Moffo war mit der Rolle für mich sogar ein Katalysator zur Musik von Verdi, weil ich anschließend "mehr Moffo" hören wollte.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.08.2010 20:47:51 GMT+02:00
Schließe mich dieser Meinung voll an. So schlecht ist Frau Moffo wirklich nicht, wie man immer liest. Vielleicht haben sich auch viele nur von der Meinung eines Herrn Kesting beeinflussen lassen.
Ich liebe diese Platte auch schon seit meiner Kindheit, und Anna Moffo gestaltet die Rolle durchaus glaubhaft.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.12.2010 12:13:57 GMT+01:00
Rainer Ruby meint:
Auch ich finde das Timbre von A. Moffo ideal, besonders im Kontrast zu H. Donath. Für mich sowieso die beste Einspielung, auch wegen des 'schwelgerischen' Orchesterklangs und der hinreißenden Ch. Ludwig. (Da helfen Sir Solti bei seinen überdehnten Tempi und derben Forti auch keine Wiener Philharmoniker)

Veröffentlicht am 26.12.2011 16:47:48 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.12.2011 16:49:33 GMT+01:00
Thomas Hagen meint:
Wie unterschiedlich Geschmäcker doch auch bei Wahrnehmung von Stimmfarben sein können. Für mich ist Anna Moffo als Hänsel-Interpretin unerreicht. Meine Fantasie hat keinerlei Probleme, sich hinter dieser Stimme den Hänsel vorzustellen. Und dass Moffo mit der Sprache kämpfe, lese ich in Ihrer Rezension zum ersten Mal - ich habe mir die Platte sehr, sehr oft angehört, ohne je auf eine solche Idee zu kommen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.11.2013 23:51:21 GMT+01:00
Andreas meint:
"Und dass Moffo mit der Sprache kämpfe, lese ich in Ihrer Rezension zum ersten Mal - ich habe mir die Platte sehr, sehr oft angehört, ohne je auf eine solche Idee zu kommen."

Ich habe das beim ersten Mal gehört, schon im Tanzduett, wenn sie das Wort "Füßchen" wie "Fischchen" ausspricht.

Moffo ist eine tolle Sängerin, aber als Hänsel einfach fehlbesetzt: ihr Timbre ist viel zu dunkel, ihr Vibrato zu schwer, insgesamt ist sie eine Primadonna in ihren 40ern, und kein deutscher Junge.
Elisabeth Grümmer war (nicht nur für mich) der ideale Hänsel: Aussprache, samtig-jugendliche Stimme, helles Timbre in allen Lagen, und schauspielerisch wusste sie auch, WAS sie singt und hat ihre Rolle perfekt gestaltet.
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