Kundenrezension

16 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Rest-Magnetismus..., 15. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Beyond Magnetic (Audio CD)
Nun, nach dem sehr "interessanten", "musikalischen" Besuch des "Theaters des Grauens" und dem darin hausenden, merkwürdigen, Bewohner (oder sollte man doch eher von Irrenhaus schreiben?*gg*), haben sich Metallica also entschlossen sich einer kleinen Reha-Kur zu unterziehen, um die verstörten Fans mal wieder mit herkömmlicher Hausmanns-Kost milde zu stimmen?

Man schaute noch mal in den "Mülleimer" der Death-Magnetic-Sessions und siehe da auf dem Boden fanden sich doch noch "zufällig" Fragmente, von halbfertigen Songs, die sich vielleicht zu etwas Brauchbarem zusammenschrauben lassen.

So zumindest meine Theorie und nach dem Hören dieser magnetischen Reste...hm...fühle ich mich irgendwie bestätigt, in der Meinung, dass es sich wirklich um Songs handelt die nicht gut genug für "Death Magnetic" waren und das völlig zu Recht. Ein hartes Urteil braucht gute Gründe, also gehe ich ins Detail:

"Hate Train" - beginnt eigentlich noch relativ ambitioniert(klingt für mich, beim Riffing, wie ein Titel aus der "Load/ Reload"-Phase, erinnert mich stark an "Fuel") und verliert aber mit einsetzen von Hetfields Gesang komplett seinen Reiz. Klingt nicht sehr schlüssig in der Song-Struktur und nur ab und an blitzt so etwas wie Harmonie auf, in den ruhigeren Passagen, aber das wirkt sehr künstlich und wenig künstlerisch. Eher sehr bemüht. Es gibt zwar auch Breaks und Soli, so richtig passt das alles nicht zusammen und ergibt zwar eine Art komplexe Songstruktur, aber insgesamt erzeugt das nichts davon, was mir das Gefühl geben könnte, einen besonders guten Song zu hören. Insgsamt schwach und zu wenig um mein Interesse, dauerhaft, zu wecken.

"Just a Bullet away" - klingt nun deutlich nach Songmaterial, welches Death Magnetic-Flair versprüht. Allerdings fliegt die Kugel jetzt songtechnisch nicht so weit, wie man sich das wünschen würde. Klingt wieder nicht sehr inspiriert und so spielt sich die Band was vor und Hetfield spult seinen Text runter bis zum großen Break in der Mitte des Songs. Es folgt mal eine interessante musikalische Passage, aber diese Idee mündet auch nicht in etwas was man nicht schon besser hinbekommen hätte und spätestens mit Hetfields Gesang ist man wieder da wo man vorher im Song unterwegs war. Mehr als schlicht was hier auf über 7 Minuten gestreckt wird. Verzichtbar.

"Hell and Back" - hat auch wieder recht viel Spielzeit, der Anfang kommt relativ hörbar bei mir an, auch die zurückgenommene Geschwindigkeit, mit Hetfields einsetzendem Gesang, weiß zu gefallen, aber später löst sich das Ganze in einen Song auf der nicht wirklich zündet. Wirkt wieder zu bemüht und das Songwriting erzeugt bei mir das Gefühl, als hätte man diverse Ideen, die bereits auf "Death Magnetic" enthalten sind, zu einem anderen Song verwurstet. Wie sich der Song dann zum Ende hin entwickelt ist auch nicht unbedingt so überragend, sondern hört sich erneut sehr bemüht an. Hammet hat auch schon bessere Soli erdacht und so krampft sich der Titel seinem Ende entgegen. Wieder kein Burner der etwas im Hörer weckt und seih es nur der Reflex sich das nochmal anhören zu wollen.

"Rebel of Babylon" - droht auch wieder mit üppiger Spielzeit. Geht beschaulich und dabei noch nicht einmal uninteressant los, nur bricht sich, in meinen Ohren, der Titel nach ca. 1:30 mit Hetfields erneut einsetzendem Gesang das Genick. Das haut mal wieder überhaupt nicht hin und ich konstatiere recht früh, erneut, bloß gut dass auch dieser Titel nicht auf Death Magnetic drauf kam. In der Mitte versucht es Kirk wieder mal mit einem Solo, aber auch das verpufft mehr als dass da die Inspirations-Bombe hochgeht. Eine gute und für mich höhrenswerte kurze Passage kommt dann im letzten Drittel. Aber verlieren sich sämtliche guten Ansätze im letztlich einfallslosen Rest.

Na da haben Wir den "Salat" und jetzt kommt auch noch das "Dressing":

der (Un)-Sound bzw. haben die Herrschaften es wirklich noch immer nicht begriffen? Wer schenkt diesen Typen mal eine vernünftige Stereo-Anlage damit Sie mal nachhören können wie sich völlig übersteuerte Aufnahmen anhören? Das grenzt schon langsam an mutwilliger Körperverletzung, nach dem Sound-Debakel um "Death Magnetic", einfach noch einmal diesen üblen Streich mit seinen treuen Fans zu spielen. Jedenfalls unglaublich...naja..was rege ich mich auf? Dieser laue Aufguss von Schrott mit wenig Restmagnetismus ist jedenfalls nur einen Stern wert. Nichts was man in seiner Sammlung vermissen wird und so kann ich meinem Kumpel der mir die EP mal geliehen hat auch wieder zurückgeben mit der jetzigen, und vor allem nachhaltigen, Gewissheit, sich NIE WIEDER eine Metallica-CD, "blind" zu kaufen.
Freunde, jahrelang war das, für mich, keine Überlegung wert, aber dieser Drops ist gelutscht...für immer.

Fazit: ein Stern und besser Finger weg, sonst Ohren ab (wegen dem Schweinesound), es gibt viel Besseres am Metal-Markt, als sich die Zeit, von diesem missratenen Rest-Aufguss, stehlen zu lassen!
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.05.2012 01:36:16 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.05.2012 01:37:35 GMT+02:00
Rhinoman meint:
Was kaufen Sie sich auch für einen Blödsinn !! -- Sie hatten doch von diesen B-Seiten Songs nicht wirklich mehr erwartet ?? -- Ich habe in letzter Zeit schon mehrere von Ihren Ergüssen gelesen und bin eigentlich zu dem Ergebnis gekommen, dass Sie mal überhaupt keine Ahnung von Musik haben!! -- Was sie für einen hochgestochenen halbgaren Mist ablassen, gehört wirklich verboten -- bei Ihnen meint man bei jeder Rezension Sie würden Ihre Doktor-Arbeit schreiben und hätten sich zwangsweise wahllos für eine Scheibe entscheiden müssen, so emotionslos kommt das einfach rüber ! - Sie versuchen alles immer mit Tatsachen zu belegen und zu Tode zu schreiben, wobei Musik doch hauptsächlich aus meist unerklärbaren Emotionen besteht -- ich besitze viele Alben, über die ich gar nicht viel schlechtes, offensichtlich greifbares schreiben könnte -- und trotzdem landen Sie höchst selten im CD-Schacht, weil Sie mir einfach nicht gefallen, obwohl die einzelnen Songs gar nicht mal schlecht sind -- und umgekehrt natürlich genauso !!
Haben Sie weiterhin viel spass am verfassen Ihrer unnützen Doktor-Arbeiten !!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.06.2012 17:18:23 GMT+02:00
xXx-Oimel-xXx meint:
@ H-J Meyer:

Wer lesen kann ist klar im Vorteil, er hat sich das Teil ausgeliehen.
Und ich weiß gar nicht, was es an der Rezi zu bemängeln gibt. Er ging auf alle Songs ein & wenn sie ihm nicht zusagen dann kann er es doch zum Ausdruck bringen.
Was das ganze mit einer Doktorarbeit zu tun hat, erschließt sich mir auch nicht. Klingt eher so als ob da jemand nicht Kritikfähig ist.

Veröffentlicht am 20.03.2013 18:56:02 GMT+01:00
EmpiresDawn meint:
Leider ziemlich treffend. Stimme dem Review vollkommen und finde es auch gut geschrieben.

Veröffentlicht am 30.05.2013 13:17:13 GMT+02:00
Mike Schmid meint:
Jeder darf einen anderen Geschmack haben und dies auch in seiner eigenen Weise kund tun, solang es nicht beleidigend wird.
Metallica hat ein Recht andere Dinge auszuprobieren. Dem einen gefällts, dem anderen nicht.
Letztendlich kann man es nicht jedem recht machen.

Mir gefällts.
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