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Rezension bezieht sich auf: Separation Road (Audio CD)
Mit ihrem zweiten Album hat Anna Ternheim ein wenig den Weg ihrer eigenen Ideen verlassen und sich an derzeit erfolgreichen Melodiemustern orientiert, die einigen Liedern von Separation Road ihre Seele verleihen. So werden wenige den Einfluss von Coldplay bei "Calling love" oder "Feels like sand" überhören und Kenner des schwedischen Musikmarktes auch Anlehnungen an Stücke von Kent wiedererkennen: "No subtile men" lebt von den quietschenden Umgriffen aus "Before it all ends", "Feels like sand" enthält Elemente des "VinterNoll2"-Intros und "One to blame" ein langsames Zwischenstück wie "Dom som försvann". Anna Ternheim beweist mit diesen inspirativen Einflüssen Geschmack und Können, denn sie hat aus den Vorlagen stets etwas völlig Neues entwickelt: Sie hat nicht nur das Beste daraus gemacht, sondern IHR Bestes gegeben. Das Album besitzt deshalb den Wiedererkennungswert seines Vorgängers. Gerade Stücke wie "Today is a good day" und "Such a lonely soul" knüpfen an frühere Arbeiten an. Mit "Tribute to Linn" ist Ternheim zudem eine würdige Fortsetzung von "Shoreline" gelungen. Insgesamt stimmt die Mischung zwischen Weiterentwicklung und traditionellem Konzept absolut, leider ist die Liedliste mit drei Neuauflagen unnötig verlängert worden. Dies tut dem an sich geschlossenen Album nicht gut. 4,5 Punkte.
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