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Kundenrezension

6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein zwiespältiges Comeback, 13. September 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Visions of Eden (Audio CD)
Als jemand, der alle Alben von Virgin Steele in seinem Besitz hat, war ich besonders gespannt auf den neuen Longplayer der Band, die mich überhaupt erst zum Metal gebracht hat. Nach all der Zeit waren die Erwartungen natürlich extrem hoch. Immerhin liegen das letzte "halbe" neue Album ("The Book Of Burning") und das letzte "reguläre" Album ("The House Of Atreus, Act II") schon vier bzw. sechs Jahre zurück und schwächelten bereits ein wenig.

Das gilt unglücklicherweise in noch stärkem Maße für das neue Album. Virgin Steele hat sich nämlich weit von dem entfernt, was sie früher auszeichnete, so dass ich einige bisher gelesene Lobeshymnen auf "Visions Of Eden" überhaupt nicht nachvollziehen kann. Geniale Hymnen sucht man vergeblich, stattdessen bekommt man verschachtelte Songs präsentiert, die fast alle die 6-Minuten-Marke überschreiten. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf dem Keyboard, so dass die meisten Songs sehr getragen und deshalb leider auch manchmal einschläfernd daherkommen. Es stecken zwar in jedem Song eine Menge Ideen, doch im Endeffekt gibt es zu viele Wiederholungen und bei zahlreichen Songs reichen die Ideen nicht, um die jeweilige Länge zu rechtfertigen (zumindest werden diejenigen, die wie ich auch viel im Bereich des Progressive Metal hören, so denken). Das ist umso mehr bedauerlich, da einige auch für Virgin Steele neue Elemente vereinzelt auftauchen, z. B. (synthetische?) Streicher und der kurze Auftritt eines Opernsängers.

Nichtsdestotrotz bleiben die Höhepunkte in der Unterzahl. Der Opener "The Birth Of Adam (Immortal I Stand)" gehört noch zu den besseren und schnelleren Liedern mit einem coolen Intro. Danach aber ziehen sich die Songs wie Kaugummi in die Länge. Sie klingen zwar immer noch eindeutig nach Virgin Steele, und ich habe gegen eine melancholische Atmosphäre nichts einzuwenden, aber ohne jede Abwechslung rauschen die Songs ab einem bestimmten Punkt nur noch an einem vorbei. Eine Ausnahme stellt höchstens noch das sehnsuchtsvolle "God Above God" (Track 7) dar, womit "Visions Of Eden" auch seinen Höhepunkt erreicht. Von da an plätschern die restlichen vier Songs bloß vor sich hin. Gerade nach "God Above God" stellt sich die Überlänge der CD (fast 80 Minuten) als weiterer Kritikpunkt heraus: Man ermüdet schnell, wenn man die CD am Stück hört. Eine Doppel-CD wie z. B. bei "The House Of Atreus, Act II" wäre hier wohl die bessere Lösung gewesen, doch auch beim Abschluss der Atreus-Reihe war die Qualität der Songs bereits schwankend (aber immer noch besser als auf "Visions Of Eden").

Am Ende wird uns somit ein ambitioniertes und zurückhaltendes Album präsentiert, das zu lang ist und die typische Virgin-Steele-Power vermissen lässt. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Produktion am heutigen Standard gemessen viel zu dumpf und nicht druckvoll genug geraten ist. Da greife ich lieber zu "The House Of Atreus, Act I", das zwar auch ein Konzeptalbum darstellt, aber völlig anders ist als "Visions Of Eden". Hier findet man gleich am Anfang göttliche Hymnen wie "Kingdom Of The Fearless" und "Through The Ring Of Fire" und bekommt Gänsehaut-Balladen mit "Child Of Desolation" und "The Gate Of Kings" serviert.

"Visions Of Eden" ist beileibe kein schlechtes Album, das allerdings die Fangemeinde spalten oder sogar verschrecken dürfte. Nach all den Jahren durfte man von Virgin Steele zumindest meiner Meinung nach erheblich mehr erwarten. Es würde mich wundern, wenn mehr Songs als "Immortal I Stand (The Birth Of Adam)" und "God Above God" es in die nächste Livesetlist von Virgin Steele schafften. In jedem Fall aber muss man sich Gedanken um die Zukunft von Virgin Steele machen. Für coolen Heavy Metal fehlen die Hymnen, für Symphonic Metal (mein Steckenpferd) die Ausrichtung und für Progressive Metal die Ideen. Ich bin mir daher sicher, dass das nächste Album, wenn es denn je erscheint, in erheblichem Maße "back to the roots" gehen wird.

Marc Bieber, Autor von "Skat: Streitfälle vor Gericht" (gibt es auch bei Amazon)
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