Kundenrezension

52 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel pep talk, wenig Substanz, 26. Februar 2011
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Rezension bezieht sich auf: You Are Your Own Gym: The Bible of Bodyweight Exercises (Taschenbuch)
Die ersten 54 Seiten sind nur pep talk, Übungen sucht man hier vergebens. Extrem gewöhnungsbedürftig ist das ganze Gerede von den Elitekämpfern (die er körperschult), die für ihren übermenschlichen Dienst am Vaterland auch ein übermenschliches Training benötigten. Das Vorwort stammt von einem USAF Colonel, hell yeah!

Wenn man das Niveau von Büchern wie dem Hantel-Guide gewöhnt ist, dann wird man hier enttäuscht. Es werden viele Aussagen einfach so in den Raum gestellt, selbst solche, die dringend Erklärungen nötig hätten und im Gegensatz zu gängigen sportmedizinischen Erkenntnissen stehen.

Die Abbildungen sind grundsätzlich eher durschnittlicher Qualität. Es handelt sich um Graustufenbilder mit extrem hohem Kontrast, die ein genaues Hingucken nötig machen, um die Einzelheiten der Übung erkennen zu können.

Die nächsten 84 Seiten beinhalten die Übungen (die letzten Seiten stellen ein paar Trainingspläne vor). Der die Übungen begleitende Text geht häufig über die gesamte Seitenbreite, was bei dem Buchformat zu extrem langen und damit schwierig zu lesenden Zeilen führt.

Viele der Übungen sind keine Eigengewicht-Übungen und bedienen sich externer Gewichte wie zum Beispiel zweier gigantischer, gleichdicker Telefonbücher. Andere wiederum sind einfach unpraktisch, wie zum Beispiel die, bei denen man sich an einer Tür festhält. Erstens werden viele Scharniere diese Belastungen nicht auf Dauer aushalten und zweitens muss man häufig gegen ungleichmäßige Reibung (Körper vs. Tür) gegenanarbeiten. Diese Ungleichmäßigkeiten kann man ausgleichen, wenn man bereits halbwegs trainiert ist. Für einen Anfänger werden diese Übungen jedoch frustrierend sein.

Grundsätzlich gibt es viele Übungen, die nicht für Anfänger geeignet sind. Im Gegensatz zu Übungen mit Gewichten kann man das Eigengewicht ja nicht regulieren. Erste Trainingserfolge werden mit diesen Methoden zumindest bei Anfängern länger auf sich warten lassen, als mit "konventionellen" Trainingsmethoden.

Menschen mit den körperlichen Voraussetzungen, die für die härteren Übungen nötig sind, werden in dem Buch einige gute Tipps für neue Übungen finden können. Je nachdem, was die eigenen Ziele sind, muss man sich aber nicht vormachen, diese nur mit (diesen) Eigengewicht-Übungen erreichen zu können, denke ich.

Ich habe aus dem Buch einige nützliche Übungen für mich herausziehen können. Letztlich weiß ich aber nicht, was die Zielgruppe sein soll. Angesprochen werden im Buch hauptsächlich die Anfänger. Es gibt so gut wie keine Theorie in der Einleitung und auf die Funktionsweise der einzelnen Muskelgruppen wird nur ungenügend eingegangen. Das wäre m.E. aber Voraussetzung, für ein sinvolles Trainingsprogramm. Insbesondere wird nur sehr unscharf differenziert zwischen Zielmuskeln und Hilfsmuskeln bei den einzelnen Übungen; das ist aber eine Hilfestellung, die Anfänger benötigen.

Fortgeschrittene kennen die meisten Übungen sowieso schon und können sich den pep talk der ersten Seiten sparen.

5 EUR wäre ein angemessener Preis für das, was geboten wird. Anfänger sollten woanders suchen.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-10 von 16 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 27.02.2011 00:11:46 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 14.05.2014 00:33:47 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 27.02.2011 16:02:38 GMT+01:00
Papa Schlumpf meint:
"Die ersten 54 Seiten sind nur pep talk, Übungen sucht man hier vergebens."
> warum auch, dafuer ist ja der Uebungsteil da!

"Extrem gewöhnungsbedürftig ist das ganze Gerede von den Elitekämpfern..."
> stimmt, aber geschenkt. Er will ja schliesslich sein Programm umwerben.

"Es werden viele Aussagen einfach so in den Raum gestellt, selbst solche, die dringend Erklärungen nötig hätten und im Gegensatz zu gängigen sportmedizinischen Erkenntnissen stehen."

> Welche denn?

"Die Abbildungen sind grundsätzlich eher durschnittlicher Qualität. Es handelt sich um Graustufenbilder mit extrem hohem Kontrast, die ein genaues Hingucken nötig machen, um die Einzelheiten der Übung erkennen zu können."

> ich hatte keine Probleme und finde die Uebungen auch nicht so komplex als das man sie sich nicht durch Text und Bild erschliessen.

"Die nächsten 84 Seiten beinhalten die Übungen (die letzten Seiten stellen ein paar Trainingspläne vor). Der die Übungen begleitende Text geht häufig über die gesamte Seitenbreite, was bei dem Buchformat zu extrem langen und damit schwierig zu lesenden Zeilen führt."

> fand ich jetzt nicht so das Problem. Die Trainingsplaene selbst sind auch in einfachen Tabellen gehalten und nach Schwierigkeitsgraden gestaffelt. Wo ist das Problem?

"Viele der Übungen sind keine Eigengewicht-Übungen und bedienen sich externer Gewichte wie zum Beispiel zweier gigantischer, gleichdicker Telefonbücher."

> Es gibt ein paar solcher Uebungen aber nicht viele und die Telefonbuecher sind nur ein Beispiel. Es gehen auch zwei Steine, Tetrapaks etc. Die meisten der Uebungen sind Eigengewichtsuebungen.

"Andere wiederum sind einfach unpraktisch, wie zum Beispiel die, bei denen man sich an einer Tür festhält. Erstens werden viele Scharniere diese Belastungen nicht auf Dauer aushalten und zweitens muss man häufig gegen ungleichmäßige Reibung (Körper vs. Tür) gegenanarbeiten. Diese Ungleichmäßigkeiten kann man ausgleichen, wenn man bereits halbwegs trainiert ist. Für einen Anfänger werden diese Übungen jedoch frustrierend sein.

> Fuer die Anfaenger gibt es Uebungen die die gleichen Muskeln trainieren aber fuer Anfaenger geeignet sind oder Variation (z.B. erstmal nur die negative Haelfte der Uebung etc.)

"Grundsätzlich gibt es viele Übungen, die nicht für Anfänger geeignet sind. Im Gegensatz zu Übungen mit Gewichten kann man das Eigengewicht ja nicht regulieren."

> siehe oben: dafuer gibt es Varianten oder andere Uebungen, die geeignet sind und regulieren laesst sich das ganze (wie immer wieder im Text beschrieben) durch aendern der anderen Parameter. Z.b. Liegestuetze (Fuer Anfaenger im Stehen gegen die Wand, oder Tisch, dann Stuhl, Bett, immer weiter runter bis zur normalen Liegestuetze. Dann weiter mit Fuesse hoch bis zu anderen Varianten der Liegestuetze oder Gewichtsrucksack etc.

"Erste Trainingserfolge werden mit diesen Methoden zumindest bei Anfängern länger auf sich warten lassen, als mit "konventionellen" Trainingsmethoden."

> Ich finde es gibt genug uebungen fuer Anfaenger

"Menschen mit den körperlichen Voraussetzungen, die für die härteren Übungen nötig sind, werden in dem Buch einige gute Tipps für neue Übungen finden können. Je nachdem, was die eigenen Ziele sind, muss man sich aber nicht vormachen, diese nur mit (diesen) Eigengewicht-Übungen erreichen zu können, denke ich."

> erneut: die Variation und steigenden Schwierigkeitsgrade der Uebungen erlauben es sich nach und nach an die Schwierigen heranzutasten.

Ich habe aus dem Buch einige nützliche Übungen für mich herausziehen können. Letztlich weiß ich aber nicht, was die Zielgruppe sein soll. Angesprochen werden im Buch hauptsächlich die Anfänger. Es gibt so gut wie keine Theorie in der Einleitung und auf die Funktionsweise der einzelnen Muskelgruppen wird nur ungenügend eingegangen. Das wäre m.E. aber Voraussetzung, für ein sinvolles Trainingsprogramm. Insbesondere wird nur sehr unscharf differenziert zwischen Zielmuskeln und Hilfsmuskeln bei den einzelnen Übungen; das ist aber eine Hilfestellung, die Anfänger benötigen.

> Finde ich nicht. Dafuer gibt es ja die Trainingsplaene den man folgen kann und so zusammengestellt sind das sie automatisch verschieden Muskelgruppen trainieren. Zuviel Theorie ist kontraproduktiv.

"Fortgeschrittene kennen die meisten Übungen sowieso schon und können sich den pep talk der ersten Seiten sparen."

> stimmt, allerdings gibt es einige gute Anregungen und sicherlich Uebungen die man noch nicht kennt. Der Pep talk schadet aber auch nicht wirklich und wen es stoert, braucht es sich ja nicht (erneut) durchzulesen.

5 EUR wäre ein angemessener Preis für das, was geboten wird. Anfänger sollten woanders suchen.

> Ich finde den Preis schon in ordnung und gerade fuer Anfaenger finde ich es geeignet, aber fuer den ganzen Review gilt: your milage may vary
Ich persoenlich kann einige der von ihnen gemachten Aussagen nicht ganz nachvollziehen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.02.2011 13:52:26 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.02.2011 14:19:58 GMT+01:00
fonzy meint:
Es gibt Bücher über genau diese Form des Trainings wie Sand am Meer. Oft stehen nichtmal
die Stichworte "Eigengewicht" bzw. "bodyweight" dabei. Die meisten der Übungen lernt
man bereits in der Schule (ich damals jedenfalls). Wenn nun ein Buch mit der "Rapid Results
Method" wirbt und von der "Bible of Bodyweight Exercises" die Rede ist, dann sollte es
schon einiges leisten und sich von der Masse an verfügbaren Alternativen abheben können.

Das kann das Buch aber m. E. nicht und daher hänge ich mich auch an Formalien auf, denn,
wie gesagt, das was geboten wird gibt es bereits zuhauf und wie sollte man sonst
die unterschiedlichen existierenden Werke zu dem Thema voneinander abgrenzen?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.02.2011 14:17:50 GMT+01:00
fonzy meint:
>> "Es werden viele Aussagen einfach so in den Raum gestellt, selbst solche, die dringend Erklärungen nötig hätten und im Gegensatz zu gängigen sportmedizinischen Erkenntnissen stehen."
> Welche denn?

Etwa dass große Effekte besonders unter Schmerzen erreicht werden können (S. 6-7). OK, auf S. 48 relativiert er's wieder.

Dann die Aussage, dass Cardio Zeitverschwendung ist (S. 12-13) -- ich finde die Einstellung grundsätzlich berüßenswert. Aber wie gesagt: Anfänger glauben das einfach so und wissen nicht was hinter steckt. Cardio ist keine Zeitverschwendung, nur für die meisten körperlichen Ziele, die die Menschen so haben, ist es nicht das ideale Training. Für mich gehört es aber zum Training dazu, ohne Kondition kann der Körper noch so stark sein: wenn er eine normale Belastung nicht lange durchhält, dann ist der ganze Schweiß doch auch nichts wert.

Die Ernährungsempfehlungen bzgl. Protein: wie immer zu hoch (S. 24 ff.). Der Rat zu "Meal Supplements" (Met-RX) (S.30)... Da schreibt einer ein Buch über Eigengewichtübungen und betont auf den ersten Seiten wie toll das ist, weil man dann nur sich braucht und sonst nichts. Und dann die Empfehlung so einen Chemieschrott einzusetzen, ich kam mir da schon verschaukelt vor.

Dann die Traingsmythen (S.34 ff): "You Can [not] Reshape a Muscle by Doing Isolation Exercises". Nach Lauren kann ein Muskel nur größer oder kleiner werden. Das mag vielleicht stimmen. Aber weil wir (und er auch) Muskelgruppen auch als Muskeln bezeichnet, stimmt die Aussage eben doch nicht. Nehmen wir mal z.B. den Deltamuskel: den kann man ganz prima isoliert trainieren (vorne, seitlich, hinten).

Oder "You [Don't] Need High Reps for Definition and Low Reps for Mass" (S. 37). Der ganze Absatz ist einfach quatsch. Wenn solche kontroversen Aussagen gemacht werden, dann erwarte ich wenigstens eine einzige fundierte Aussage dazu. Was Lauren liefert ist eine Meinung, mehr nicht. Ich habe noch von keinem Sportmediziner gehört, der Laurens Ansatz verteidigen würde.

Was ich an dem Buch noch vermisse, ist, dass mit keinem Wort darauf eingegangen wird, wie man die Übungen gelenkschonender gestalten könnte. OK, aber das mögen Feinheiten sein.

>> Ich habe aus dem Buch einige nützliche Übungen für mich herausziehen können. Letztlich weiß ich aber nicht, was die Zielgruppe sein soll. Angesprochen werden im Buch hauptsächlich die Anfänger. Es gibt so gut wie keine Theorie in der Einleitung und auf die Funktionsweise der einzelnen Muskelgruppen wird nur ungenügend eingegangen. Das wäre m.E. aber Voraussetzung, für ein sinvolles Trainingsprogramm. Insbesondere wird nur sehr unscharf differenziert zwischen Zielmuskeln und Hilfsmuskeln bei den einzelnen Übungen; das ist aber eine Hilfestellung, die Anfänger benötigen.
> Finde ich nicht. Dafuer gibt es ja die Trainingsplaene den man folgen kann und so zusammengestellt sind das sie automatisch verschieden Muskelgruppen trainieren. Zuviel Theorie ist kontraproduktiv.

OK, das sehe ich ganz anders. Ich denke, dass viele Anfänger den Kraftsport (selbst in dieser
moderaten Form) wieder aufgeben, weil sie nicht einschätzen können, wann und wie die
Effekte eintreten und wie man die gewünschten Effekte verstärken kann.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.02.2011 22:02:28 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.02.2011 22:15:23 GMT+01:00
Cicero meint:
Hallo Fonzy,

Sie werfen Mark Lauren vor, er würde "nur" eine Meinung liefern. Aber selbstverständlich !
Ein Buch zu verfassen ist natürlicher Weise ein hundertprozentiger Akt der Äusserung der eigenen Meinung.
Sie laufen allerdings Gefahr sich hier um Kopf und Kragen zu schreiben, wenn Sie die Meinung des Autors angesichts dieses Buches und angesichts seiner offensichtlichen praktischen Erfahrungen als "nicht fundiert" herabsetzen, nur weil Sie noch von keinem Sportmediziner gehört haben wollen, der diesen Ansichten nicht wenigstens teilweise zustimmen würde.

Machen wir’s doch kurz, um hier nicht endlos über einzelne Sätze des Buches zu diskutieren :
Ihnen passt die Meinung des Autors nicht, weil sie mit Ihrer eigenen Meinung nicht übereinstimmt.
Punkt. So weit, so berechtigt.

Wenn Sie allerdings schon viele Bücher zum Thema kennen, dann würde sicherlich nicht nur mich eine Empfehlung zu einem Buch interessieren, das Ihrer Meinung nach besser ist als das hier rezensierte.

MfG
Cicero

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.03.2011 08:09:15 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.03.2011 08:13:19 GMT+01:00
fonzy meint:
Hallo Cicero,

> Sie werfen Mark Lauren vor, er würde "nur" eine Meinung liefern. Aber selbstverständlich ! Ein Buch zu verfassen ist natürlicher Weise ein hundertprozentiger Akt der Äusserung der eigenen Meinung.

Joa, das mag man so sehen. Wenn man das heute tut, ohne auch nur eine einzige Quelle
für seine teilweise kontroversen Thesen zu nennen, dann läuft man eben Gefahr, dass man
an Leser gerät, die einem den Schuh nicht abkaufen und lieber Fakten sehen möchten.

Ebenso ist ein Kommentar bei Amazon eine Meinung. Und alles was ich tun kann, ist,
diese sachlich so gut es geht zu untermauern.

> Sie laufen allerdings Gefahr sich hier um Kopf und Kragen zu schreiben, [...]

Bitte sachlich bleiben.

> Machen wirs doch kurz, um hier nicht endlos über einzelne Sätze des Buches zu diskutieren :
Ihnen passt die Meinung des Autors nicht, weil sie mit Ihrer eigenen Meinung nicht übereinstimmt. [...]

Nope, so engstirnig bin ich nicht.

> Wenn Sie allerdings schon viele Bücher zum Thema kennen, dann würde sicherlich nicht nur mich eine Empfehlung zu einem Buch interessieren, das Ihrer Meinung nach besser ist als das hier rezensierte.

Gern! :-)

maxxF. Das Super-Krafttraining (bzw. maxxF - Der Megatrainer) oder Perfektes Bodyweight Training, wobei das erste mein Favorit ist und ich in letzteres nur mal in einer Buchhandlung einen Blick geworfen habe.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.03.2011 14:56:40 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.03.2011 15:04:29 GMT+01:00
Papa Schlumpf meint:
Hallo Fonzy

Danke fuer die detaillierte Antwort.
Was das Cardio-training betrifft, bezieht sich der Autor speziell auf die Fettverbrennung. Er sagt ja nicht das man dadurch keine Kondition bekommt. Darauf geht er gar nicht ein sonder nur das viele das Fettverbrennungspotential von Cardio-Training ueberschaetzen.

Bezueglich Ernaehrung:
Eiweissbedarf definitiv zu hoch angesetzt (deswegen habe ich u.a. auch einen Punkt abgezogen in meiner Rezension) und wegen der Ergaenzungsmittel stimme ich auch nicht mit ihm ueberein, allerdings relativiert er das auch wieder indem er generell anregt sich gesund zu ernaehren und sein Eiweiss und andere Makronaehrstoffe ueber eine gesunde Ernaehrung zu bekommen. Auch das min. 5 mal am Tag essen stimmt meines wissens so nicht.
Er ist kein Ernaehrungsexperte, das war ein weiterer Grund fuer meinen Punktabzug.
Allerdings ist ja der Hauptaugenmerk auf den Uebungen und Programmen und die finde ich recht umfangreich und gelungen. Ist aber letzendlich auch Geschmacksache, genau wie der Pep-talk. Manches fand ich hilfreich, manches habe ich belaechelt weil es allzusehr verdeutlicht das der Mann aus dem Militaer stammt. Aber naja.

Was seine Thesen betrifft:
1. Wie gesagt, da sind wir anderer Meinung, ist zu viel Sportwissenschaft in einem solches Buch kontraproduktiv, da es dann zu Umfangreich wird und vom wesentlichen ablenkt.
2. Er baut sein Buch weitestgehen auf seiner Erfahrung auf. Er sagt er hat ueber die Jahre tausende Soldaten trainiert und die Erfolge immer wieder beobachtet. Das macht das ganze nicht wissenschaftlich, aber es untermauert seine Thesen und die Art des Trainings. Er ersetzt auf Erfahrungswerte und die nutzt er auch in seinem Pep-talk.

Danke fuer die Buchempfehlungen. Ich werde mir diese bei Gelegenheit auch mal anschauen.
Ich finde den 3 Sterne-abzug lediglich etwas uebertrieben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.03.2011 01:30:06 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.03.2011 03:52:01 GMT+01:00
Cicero meint:
Hallo Fonzy,

danke für die schnelle Buchempfehlung.

Es trifft sich gut, dass Sie gerade maxxF von Boeckh-Behrens erwähnen. Bei meiner letzten Buch-Recherche habe ich dieses Trainingssystem selbst schon gründlich unter die Lupe genommen. Und ich gebe Ihnen gerne insofern recht, dass dieses System für Anfänger sehr gut geeignet erscheint, weil wenige Übungen, die den ganzen Körper trainieren sollen, in einer einfachen Trainings-Struktur vermittelt werden. Diesen Ansatz finde ich auch sehr interessant, habe mir aber die Bücher nicht besorgt, weil das ganze System frei im Weltnetz zugänglich ist (z.B. uebungen-online.de oder fitforfun.de).

Bei dieser Empfehlung ist mir gleich aufgefallen, dass einige Ihrer Kritikpunkte ohne weiteres auch hier voll anwendbar wären, wenn man denn wollte (z.B. "pep talk" oder kontroverse Aussagen im Gegensatz zu gängigen sportmedizinischen Erkenntnissen). Nur weil Herr Boeckh-Behrens Sportwissenschaftler ist, heisst das noch lange nicht, dass seine Sicht der Dinge fundierter wäre als z.B. die von Mark Lauren. Denn gerade sein Vorgehen, mit Hilfe der Elektromyographie (EMG) auf die "effektivsten Übungen überhaupt" zu schliessen, ist sowohl bei seinen Fachkollegen als auch in der Sportlerszene alles andere als unumstritten. Es gibt auch andere Studien als die von Boeckh-Behrens / Buskies mit anderen Ergebnissen. Auch seine Empfehlungen zur Muskeldehnung finden durchaus keinen breiten Konsens. Es gehört ja nun wirklich zu den banalsten Erkenntnissen, das alles letztlich eine Frage der Interpretation ist. Womit wir wieder bei der Meinung wären ....

Doch wie gesagt, ich halte maxxF für ein interessantes Trainungsprogramm. Allerdings sehe ich hier auch, dass bei so wenigen Übungen die Plateau-Phase recht schnell zum Problem werden könnte. Und dann wären die reichhaltigen Tipps von Mark Lauren sicher hilfreich. Gell ?

MfG
Cicero

Veröffentlicht am 02.04.2011 17:53:55 GMT+02:00
Kohlrübe meint:
Es ist interessant, dass kritische Rezensionen - selbst wenn sie, wie diese, sehr ausführlich sind und Begründungen liefern - von deutlich weniger Lesern als "hilfreich" eingestuft werden als enthusiastische, positive, kurze Rezensionen. Dass eine solche Rezension dann aber auch noch minuziös auseinandergenommen wird und jeder Satz hinterfragt wird, ist erstaunlich (um wessen Ehre und in wessen Interesse wird hier so gekämpft?). Kinder, das hier ist nur eine Buchbesprechung auf Amazon, keine sportwissenschaftliche Stellungnahme! :-)

Ich persönlich finde, dass bei (aktuell) elf positiven und einer negativen Rezension letztere besonders interessant und informativ ist - einfach, weil es eine Gegenstimme darstellt.

Veröffentlicht am 28.04.2011 21:58:32 GMT+02:00
Mir waren auch die meisten der Übungen bekannt. Na und? Ein paar waren mir neu und alleine das war das Geld wert.
Gerade die schlichte Aufmachung hat mir gefallen. Natürlich hat man heute die Möglichkeit sich all diese Übungen im Netz zu betrachten. Wer Fehler bei der Ausführung macht ist selbst schuld. Ein Buch ist kein Daumenkino!
Wen interessieren in dem Zusammenhang Zielmuskeln und Hilfsmuskeln?
Wer kein Anfänger ist und sich etwas auskennt bekommt das durch Beobachten selbst heraus. Der Anfänger soll einfach die Übungen machen. Dann wird er schnell merken dass er fitter wird und Muskeln bekommt.
Darum geht es doch schließlich.
Mit Theorie kann sich doch jeder durch weitere Literatur versorgen wenn er will. Ist ja heute nicht besonders schwer.
Was heißt "man muss sich nicht vormachen seine Ziele erreichen zu können?" Warum denn nicht? Muss doch jeder selbst wissen welche Ziele er hat, oder nicht?
Das Training nach den Plänen funktioniert und zeigt deutliche Resultate - und ich trainiere seit über 25 Jahren - die meiste Zeit mit Gewichten! Ich packe seit Monaten keine Hantel mehr an und beobachte ausgesprochen positive Effekte.
Langsam stimmen die Proportionen. Das habe ich mit Hanteltraining immer vergeblich versucht.
Training nach MaxxF ist sicher mal ein netter Spaziergang, aber für Fortgeschrittene wohl kaum interessant.
Ich entdecke körperliche Erfolge wie sie sich nach härtesten Hanteltrainingsprogrammen nicht einstellten. Ich habe mich mit Hantelkniebuegen jenseits der 150 Kilo Marke verausgabt. Ebenso mit Kreuzheben und Bankdrücken.
Jetzt trainiere ich mit Körpergewicht - was in meinem Fall 100 Kilo beträgt - und entwickle eine Figur wo die Proportionen erstamls stimmen.
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