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Kundenrezension

209 von 250 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Keine wirkliche Lösung - außer Silbermünzen, Streuobstwiese und Single Malt, 21. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Crash ist die Lösung: Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten (Gebundene Ausgabe)
Die Autoren sind Meister im Aufzählen der vielen Probleme, die früher oder später unweigerlich zum Crash führen. Allerdings verraten sie relativ wenig darüber, was man konkret tun könnte. Und eben auch nicht wann.

"Der Crash wird kommen." So die These der Autoren. Diese Endzeitprognose findet sich derzeit ja in vielen Büchern. Hier gehen die Autoren einen Schritt weiter, in dem sie einen gängigen Spruch (es muss alles noch schlimmer werden bis es besser werden kann) als Lösung für alle Finanzprobleme propagieren. Sie tun das in drei Teilen. 1. Bestandsaufnahme des Ruins, 2. Rettung des Vermögens, 3. Neues (besseres) Finanzsystem nach dem Crash

Lohnt sich die Lektüre?

Die ersten Kapitel sind eine schonungslose Analyse der Finanzprobleme auf der Welt. Dieser Teil ist der bessere Teil. Man erfährt viele Details über Bankenkrisen, steigende Schulden der Länder, Immobillienblasen etc. Viele Diagramme (die qualitativ besser sein könnten) verdeutlichen den unaufhaltsamen Weg in den finanziellen Kollaps. Dabei werden alle wichtigen Länder mit ihren spezifischen Problemen einzeln aufgeführt. Die gute Nachricht: Deutschland geht es noch mit am besten. Die schlechte Nachricht: Es wird uns nichts nutzen, da alle um uns herum (inclusive USA, Japan, China) de facto pleite sind. Was etwas irritiert (wenn man aufmerksam liest): Die Autoren listen akribisch Zahlen und Fakten aus den jeweiligen Ländern auf. Doch ihre Anklagepunkte unterscheiden sich stellenweise diametral.

So wird beispielsweise für Deutschland ein ziemlich "linker" Standpunkt vertreten. Die Rot/Grüne Agenda 2010 führte zu sozialer Verelendung, Mindestlohn muss her, Sozialsysteme könnten besser sein, Steuern hoch. Selbst Gregor Gysi würde da erröten. Kann man so sehen, muss man aber nicht. Beim Blick nach Frankreich findet man auf einmal komplett den "neoliberalen" Standpunkt. Verrückt hohe Staatsquote, aufgeblähter Beamtenstaat, ruinöse Sozialleistungen (35 Stundenwoche, zu frühe Rente, 9 Wochen Urlaub etc), höchster Mindestlohn in Europa (knapp unter 10 Euro) ruiniert die Wirtschaft etc. Für den Durchschnittsleser tun sich auch eine Menge Widersprüche auf, und irgendwie bekommt man den Eindruck, dass es mit dem Auflisten der Probleme in den unterschiedlichen Ländern halt nicht getan ist. Oder salopp gesagt, das ganze so oder so den Bach runtergehen wird, egal ob man da jetzt noch bei uns einen Mindestlohn einführt oder in Frankreich wieder die 40 Stundenwoche. Dennoch, spätestens wenn man mit allen anderen Ländern durch ist, ist man heilfroh, dass man in Deutschland lebt, trotz aller Kritikpunkte hier.

Ok, nach dieser frustrierenden Bestandsaufnahme wartet man auf Lösungen. Doch leider können die Autoren, wie sie selbst als erste zugeben, natürlich keine zeitlichen Prognosen abgeben. So nach dem Motto. Der Crash wird kommen, aber wir wissen nicht genau wann. Und damit beginnt natürlich für den Leser ein Problem. Denn die Tatsache, dass irgendwann das Finanzsystem auf der Welt zusammenbricht ist als Horrorvision zwar wohl schon oft diskutiert worden, doch was konkret kann man als "Kleinsparer" dagegen tun?

Hier fällt das Buch hinter die Erwartungen des Lesers (zumindest was mich betrifft) zurück. Die Autoren besprechen alle möglichen Geldanlagen (Staatsanleihen, über Aktien, Immobilien, Wertanlagen etc.) und kommentieren sie. So richtige Empfehlungen geben sie allerdings nicht. Schlecht weg kommt alles was irgendwie mit "Papier" oder noch schlimmer "Daten" zu tun hat, also Geld auf der Bank (Giralgeld), Staatsanleihen, Bausparverträge, Lebensversicherungen, aber auch neue Exoten wie Bitcoins. Lieber Bargeld im Schließfach oder im heimischen Safe. Von Aktien halten sie auch nichts, da das billige Geld derzeit eine Aktienblase verursacht hat.

Etwas besser weg kommt die selbstgenutzte Immobilie (wenn man sie nicht nur abzahlen kann, sondern auch genug in der Hinterhand hat für Instandsetzung, mögliche neue Steuern, etc.), aber auf keinen Fall als Spekulationsobjekt in der Münchner Innenstadt oder am Berliner Gendarmenmarkt.
Gold und Silber schneiden eigentlich am besten ab, auch wenn sie als (einzigen) Nachteil keine Zinsen bringen. Idealerweise anonym kaufen, und verstecken (Bankschließfach, Safe im Keller, aber auch zur Not im Garten oder in der Kühltruhe, kein Witz!)
Dann wird die Luft aber schon dünner. Irgendwelche Kunstsammlungen, oder teure Uhren fallen genau so durch wie Briefmarken oder andere Liebhaberobjekte. Als Sachwerte werden jedoch Streuobstwiesen, Wälder oder Ackerland (zum Verpachten an Bauern) vorgeschlagen, sowie Investitionen in die eigene Energieversorgung (Windrad im Garten, Holz aus dem Wald für Ofen). Dann gibt es noch ein paar Exoten, wie Crowd Funding, oder Direktdarlehen an den benachbarten Bauern zum Austausch für dessen Produkte. Schließlich auch noch Single Malt Whiskeys (so man sich denn auskennt). Spätestens hier fragte ich mich, warum nicht auch französische Rotweine oder Cognac Gnade finden.

Leider war es das! Wer also hofft, da noch irgendwelche Geheimtips zu lesen, den muss ich enttäuschen. Mehr gibt es nicht. Die klare Botschaft lautet daher auch "Rendite war gestern! Alle werden Vermögen verlieren. Wer 50, 60 oder gar 70 % über den Crash rettet gehört zu den Gewinnern. Die Verlierer werden 90 % oder mehr verlieren."

Nun könnte man diese Investitionstips unter dieser pessimistischen Grundeinstellung einer "Welt komplett am Abgrund" ja akzeptieren. Allerdings stellt sich zumindest mir die Frage, WANN ich denn anfangen soll meine Aktien zu verkaufen, und mir ein Wäldchen kaufen oder Silbermünzen bunkern soll? (Silbermünzen haben inzwischen den Nachteil einen "Ausgabeaufschlag" in Form der Mehrwertsteuer zu haben. Also knapp 20 % der Kohle sind dann schon mal futsch). Abgesehen davon, dass es wohl kaum genug Ackerland und Obstwiesen geben wird, wenn alle Leser den Vorschlägen folgen sollten, so will man ja selber nicht zu den "Voreiligen" gehören. Der Schwabe in einem denkt vielleicht, dass man die nächsten zwei, drei, vier oder gar 10 Jahre "Aktienblase" noch schnell mitnehmen sollte, statt auf einem Vorrat von Brennholz und Single Malts sitzend auf den Crash zu warten. Mal ehrlich, lieber Anlagefreund, jetzt alles verkaufen?

Der letzte Teil beschäftigt sich dann mit dem "System" nach dem Crash. Also wie man ehrlich und fair in Zukunft miteinander umgeht. Das liest sich sehr klug und alles klingt auch anständig. Mir fehlt da allerdings das Fachwissen, um beurteilen zu können, ob das nun geniale Vorschläge oder nur Träume sind. Soll jeder selbst entscheiden.

Fazit: Wer das erste Buch kennt, muss das hier nicht auch noch lesen, auch wenn es besser geschrieben ist. Wer das erste Buch nicht kennt, kann sich hier in schonungsloser Offenheit die ganze Situation erklären lassen. Danach braucht er aber erst mal einen kräftigen Schluck Laphroig. Wer hofft irgendwelche neuen Anlagetips zu bekommen, könnte etwas enttäuscht werden. Es sei denn, er versteht unter "Anlage" das Aussitzen einer globalen Wirtschaftskatastrophe. Nicht vergessen: Rendite war gestern!
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-10 von 17 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.05.2014 22:55:01 GMT+02:00
Cho meint:
Wirklich sehr sachliche, ausführliche und deshalb guter Kommentar!!! Lobenswert

Veröffentlicht am 22.05.2014 22:55:38 GMT+02:00
Cho meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 24.05.2014 16:12:16 GMT+02:00
Vielen Dank für diese herausragende Rezension, in der Sie wirklich nachvollziehbar Ihre (subjektiven wie objektiven) Standpunkte herausarbeiten, ohne sich als Oberlehrer oder Besserwisser darzustellen.

Veröffentlicht am 30.05.2014 01:54:17 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.05.2014 02:12:17 GMT+02:00
hamburg-ost meint:
Ich stimme den bisherigen Kommentatoren zu: Eine gute Rezension und Zusammenfassung des Buchinhalts. Insbesondere das Fazit, und dort die Einschätzung der Eignung für verschiedene Zielgruppen, ist richtig. Wer sich über die Jahre sowieso mit der Materie befasst hat und geldsystemkritischere Blogs, Foren oder Informationsdienste verfolgt, erfährt praktisch nichts Neues. Wohingegen die Kondensation der Bedrohungen und Risiken für Ahnungslose sehr aufrüttelnd sein kann. Um dann – Sie sagen es – festzustellen, dass der Empfehlungsteil ziemlich vage gehalten ist, insbesondere beim Thema Aktien ZU vage und auch undifferenziert.

Dass Aktien im Zuge des großen Zusammenbruchs besteuert oder gar für ungültig erklärt werden könnten, ist zwar denkbar, aber in der Historie der regionalen oder globalen Crashs nicht typisch. Auch die Übersicht über die Vermögensverluste im Zuge der 1948er Währungsreform, vom Bargeld über Lebensversicherungen, Anleihen und Aktien bis hin zum Gold, hinkt etwas, weil zwar der direkte Vergleich der letzten Reichsmark- mit den ersten DM-Kursen oder -Werten korrekt ist, aber man bei den Aktien bald eine überproportionale Kurserholung sehen konnte. Wer also Durchhaltevermögen hatte, konnte "am Ende" mit (den richtigen) Aktien doch einen stattlichen Teil seines Vermögens retten, wie auch die Gold-Eigner und im Gegensatz zu den Besitzern von Geldwerten incl. Versicherungen. Die Warnung vor den derzeit stark übertriebenen, nur durch die Geld"druck"orgien der Zentralbanken befeuerten hohen Aktienkursen (Stand 5/2014) ist aber sicher berechtigt und wichtig. Nur aus undefinierter Crashangst jetzt auf die heißgelaufene Hausse aufzuspringen, könnte fatal enden – besonnene und erfahrene Finanzblogger geben dafür auch sehr nachvollziehbare Gründe an, insbesondere mit Verweis auf das Verhalten der institutionellen Anleger.

Das Eingeständnis, natürlich kein Timing für das Crashszenario liefern zu können und auch bei den Empfehlungen vorsichtig zu bleiben, ist eigentlich aber positiv zu bewerten – man hätte nur den Buchtitel deshalb etwas weniger schreierisch formulieren sollen. Aber nach dem Überraschungserfolg des ersten Buches kann man es den Autoren ja nicht verdenken, jetzt schnell noch mehr Kohle machen zu wollen, um diese noch rechtzeitig in Edelmetalle und Streuobstwiesen investieren zu können...

Welche denkbaren Buch-Alternativen fallen mir spontan ein? Deutlich ausführlicher und differenzierter im Empfehlungsteil erscheint mir beispielsweise die "Wirtschaftliche Selbstverteidigung" von Roland Klaus – auch vergleichbar seriös vorsichtig und daher etwas matt im Stil und keinesfalls ein "voll konkreter Ratgeber, was man tun muss". Den "Privaten Rettungsschirm" von Boehringer et al. halte ich hingegen für ein konzeptionell eher missratenes Themen-Sammelsurium und insbesondere die oft hochgradig wütigen Texte des Herrn Boehringer für schwer erträglich (Kostproben seiner Schreibweise finden sich z. B. im Goldseitenforum, wo auch die politische Ausrichtung sehr deutlich wird). Kritische Blogger können auch gute Denkanstöße liefern, und das kostenlos, etwa Ronald Gehrt, wiewohl für den Normalbürger vielleicht auch langfristig mühsam zu verfolgen. Immer ein Schmunzeln wert ist natürlich auch unser allseits geschätzter n-tv-Börsenkommentator Frank Meyer, mit eigenem "Bankhaus Rott & Meyer"-Blog. Wer kritisch bleibt und sich vielfältig informiert, bekommt über diese Quellen durchaus ein Gefühl für die Bedrohungslage in der Finanzwelt und für eigene Notfallstrategien. Aber Vorsicht: Man kann leicht in die Szene der "Goldbugs" abrutschen und dann sehr schnell sehr einseitig informiert werden, mit allem was dazu gehört, mit Wiener Schule und gelegentlich recht stramm rechter Gesinnung. Und nie vergessen: Edelmetallhändler wollen Edelmetalle verkaufen... die Analysen des "Chefvolkswirts" der Degussa-Edelmetall-Handelshauses (nicht zu verwechseln mit der *alten* Degussa!) muss man, obwohl überwiegend sehr klug und berechtigt, unter diesem Aspekt (und dem der ganz harten Wiener Schul-Gesinnung) lesen...

Fazit: Es bleibt schwierig. Aber Danke für die Rezension!

Ach ja, noch eine Korrektur an den Rezensenten und die Autoren: Die einschlägigen Händler von Silber-Anlagemünzen umgehen die neue 19-%ige Mehrwehrtsteuer geschickt durch das Instrument der "Differenzbesteuerung". So schlägt die Steuererhöhung nicht voll auf die Preise durch. Allerdings haben die Anbieter im selben Zuge auch den Spread, also die Differenz der Netto-Einkaufs- und -Rücknahmepreise, erhöht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

Veröffentlicht am 30.05.2014 22:57:57 GMT+02:00
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.06.2014 17:12:05 GMT+02:00
Niklas Morgan meint:
@hamburg-ost:
Danke für den berechtigten Hinweis zur Differenzbesteuerung bei Silbermünzen. In der Praxis sieht das jedoch folgendermaßen aus. Wer zB heute eine Silbermünze kauft (Heute sind die Edelmetalle mal wieder schön einsteigerfreundlich!) bekommt den Canadian Maple Leaf (Silber) inkl. Differenzbesteuerung für 16,58 ¤. Der Rücknahmepreis liegt allerdings bei 13,77 ¤. Somit haben wir (Steuern und Spread) eine Differenz von 2,81 ¤. Bezogen auf den Verkaufspreis sind das knappe 17 %. Sie haben Recht. Ein Schelm der Böses dabei denkt!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.06.2014 22:13:55 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.06.2014 22:16:01 GMT+02:00
hamburg-ost meint:
Ja, wegen der unschönen Spreads lohnt sich beim Silber ggf. der seriöse Online-Handel. Ein bekannter Händler im Münchner Raum, der dort auch zwei Ladenlokale unterhält, hat beim ML einen Spread von derzeit 9,5 %, allerdings zuzüglich einer Handlingspauschale, weshalb es sich nicht lohnt, kleinere Transaktionen online abzuwickeln. Aber auch die rund 10 % müssen durch Kurssteigerungen erstmal wieder reingeholt werden. Zumal dagegen die 2,9 % Spread für eine Krügerrand-Goldunze ja wirklich "gold" sind. Aber da sprechen wir auch von einem Einkaufspreis von 946 Euro pro Unze und nicht von 16 Euro 80... ;-)

Veröffentlicht am 13.06.2014 06:25:49 GMT+02:00
Marko H. meint:
Endlich mal eine Rezension die echt zu sein scheint und hilfreich ist. Ich habe selten ein Buch erlebt, bei dem die fake-Bewertungen scheinbar in einem solchen Übergewicht sind wie hier. Jeder Artikel ist total unpersönlich, überall heißt es "Die Autoren", womöglich noch mit Berufsbezeichnungen dieser und liest sich wie ein weiterer Klappentext. Nicht so Ihr Beitrag hier, der wirklich authentisch wirkt. Danke dafür, denn nun werde ich mir keines der beiden Bücher kaufen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.06.2014 10:42:33 GMT+02:00
Niklas Morgan meint:
@ Marko H.

Klar läuft hier, wie wohl bei allen Büchern, eine gewisse mediale Marketingkampagne (auch hier bei Amazon) aus dem Umfeld der Autoren ab. Das ist aber sicherlich auch ok. Würde wohl jeder so machen, der ein Buch geschrieben hat, und es gerne gut bewertet und gut verkauft sieht.
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass manche Teile des Buches sehr gut sind, und die Autoren, insbesondere auch in ihrem letzten Abschnitt, sehr "anständig" und moralisch wertvolle Kommentare abgeben. Daher wäre es jetzt das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, wenn Leser meiner Rezension komplett von der Lektüre ihrer Bücher abgehalten werden. Es gibt sicherlich deutlich schlechtere Publikationen zu diesem Thema.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.06.2014 13:46:45 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.06.2014 13:47:06 GMT+02:00
Bach meint:
Das würde ich nun so drastisch nicht formulieren @ Marko H.. Sinnvoll fand ich den Hinweis des Rezensenten, dass man - hat man Weiks&Friedrichs Erstwerk gelesen - sich diesen "zweiten Teil" nicht zulegen braucht, da offenbar keine Mehrwert bringenden Informationen enthalten sind. Ansonsten kann ICH an dieser Stelle nur sagen, dass ich "Der größte Raubzug der Geschichte", also das Vorgängerwerk, mit Genuss wie mit Erschrecken gelesen habe und sehr viele Aha-Effekte hieraus mitnehmen konnte; mal abgesehen davon, dass es der Initialzünder für meine Abschlussarbeit gewesen ist.
Wer das Thema vertiefen möchte, dem kann ich noch ergänzend Malte Heynens "Der Raubzug der Banken" empfehlen, wobei das Raubzug-Buch von Weik und Friedrich definitiv vorzuziehen ist. Im Vergleich sehr sachlich und trocken, aber nichtsdestoweniger interessant ist "Das Kartenhaus Weltfinanzsystem" von Eichhorn/Solte. Weitere Bücher zu dem Thema wie etwa von Stefan Frank oder Wolfgang Münchau und wie sie alle heißen kochen dann einen Mix aus diesen ganzen Infos auf, man erfährt aber nur wenig Neues.
Übrigens, um zum Thema "Strategien gegen den Crash" zurückzukommen, fand ich die von Paul C. Martin bereits 1982 formulierten Empfehlungen in seinem Buch "Strategie gegen den Crash" von allen Crash-Propheten am amüsantesten und vielleicht auch der Realität am nächsten. So heißt es hierin: "Machen Sie sich so klein und unauffällig wie nur möglich". Genau - und das Gold im Garten verbuddeln. Vielleicht gar nicht ganz so dumm. Wie auch immer, lange Rede gar kein Sinn: man kann durchaus eines der beiden Bücher lesen, Marko, zumindest aber den "größten Raubzug der Geschichte". Wirklich, echt und absolut lesenswert!
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