Kundenrezension

35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Kompromiss der passt, 17. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auf das Board wurde ich durch den Bauvorschlag in der c't 19/2013 aufmerksam. Schon seit längerem wollten ich einen unserer PCs ersetzten, jedoch welchen Prozessor und welches Board? Längeres Suchen auf den diversen Seiten führte nur immer wieder zum Schluss: Zu teuer!

Der Bauvorschlag stellt zwar den niederen Stromverbrauch in den Vordergrund, das jedoch war nicht mein Ziel. Es sollte ein Board sein dass etwas zukunftssicher ist, also die neueste Prozessorgeneration aufnimmt in sowohl der Core-i als auch in der Xeon-Version. AMD kam beim Prozessor von vorneherein nicht in Frage, da AMD dem Haswell-Prozessor nichts entgegenzusetzen hat. Falls sie es irgendwann einmal wieder schaffen, was ich ihnen sehr wünsche, wird sicher ein ganz anderes Board gefragt sein!

Es blieb also nur ein Prozessor aus der Intel Haswell- Serie, für die Intel und andere Firmen zig Boards anbieten, eines angeblich besser als das andere Board. Ob man jetzt irgendwann drei Grafikkarten im Verbund betreiben wird oder nicht, oder ob man PCI- Anschlüsse noch jemals benötigen wird muss jeder selbst entscheiden. Meine Wahl fiel hier auf einen Anschluss in PCIex16 Version 3.0, da jetzt schon der Prozessor derart viel Grafikleistung mitbringt dass einfache Grafikkarten keinen Sinn mehr machen. Wenn dort eine Grafikkarte einen Platz findet, wird sie hochwertig sein müssen und Geld kosten, eine zweite oder gar dritte wird dann sowieso zu teuer sein. Die weiteren drei PCIex1 sind ausreichend für zusätzliche Sound- oder Netzwerkkarten, PCI ist für mich nicht erforderlich, genauso wenig wie serielle, parallele Schnittstellen oder andere Relikte.

Jedoch wollte ich USB 3.0 und 2.0 so viel wie möglich: Das Board bietet sie. Es hat 2x USB 2.0 und 4x USB 3.0 an der Rückseite. Über das Gehäuse Corsair CC-9011023-WW Carbide 200R PC-Gehäuse (midi-ATX, 4x 3,5 HDD, 7x PCI-e, 1x USB 3.0) schwarz sind 2x USB 3.0 an der Frontseite anschließbar. Um die USB 2.0 Anschlüsse des Boards nach außen zu führen ist z.B. USB SLOTBLECH 2X 10-POL ANSCHL. 4XUSB A eine sinnvolle Ergänzung. Die Anschlüsse auf dem Board (USB 3.0 2x, USB 2.0 2x2, TPM, ...) sind vorbildlich und sinnvoll platziert.

Weiterhin stellt das Board DVI, HDMI und Displayport zur Verfügung, Netzwerk und Sound. Der Sound von Realtek ist zwar wie er ist, jedoch sind Anschlüsse für 7.1 und ein optischer Toslink-Port an Board. Im Vergleich mit einer zusätzlichen Soundkarte stellte sich ein großer Vorteil des Mainboards heraus: USB- und Bluetooth-Lautsprecher oder Kopfhörer sind (weitgehend) problemlos anschließbar.

SATA sind fünf Ports dabei, in 6 GB/s, RAID 0,1,5 ist möglich. Wenn man vergleicht welche Verrenkungen HP mit seinen Serverboards vollführt, kann man sich nur wundern was Intel hier alles umsonst mit auf das Board gepackt hat.
Der Onboard-Netzwerkchip ist ein I217-V und verrichtet seine Arbeit. Er läuft mit allem, nur nicht mit Hyper-V. Wer die Hyper-V Funktionen von Windows 8 oder Windows Server 2012 R2 nutzen will, sollte eine Netzwerkkarte wie die Intel EXPI9301CTBLK PRO1000 Netzwerkkarte CT PCIex bulk dazu kaufen.

Das BIOS verwöhnt den verspielten Bastler und den Nur-User gleichermaßen, man kann alles einzeln anklicken oder cool ignorieren, es läuft. Es empfiehlt sich allerdings die jeweils neuste Version zu flaschen, z.B. funktionier erst ab 3.24 die Lüftersteuerung richtig.

Die Stromversorgung des Boards: Darüber wird ja viel Radau gemacht. Angeblich gehen ja nur die neusten Netzteile: Quatsch mit Soße! Solange der Prozessor seine 2x2 Spannungsversorgung bekommt, geht auch ein Netzteil mit 2x10 Spannungsversorgung (!).

Für den Intel boxed Kühler sind passende Bohrungen auf dem Board. Schließt man jetzt zum Beispiel in dem Gehäuse Corsair CC-9011023-WW Carbide 200R PC-Gehäuse (midi-ATX, 4x 3,5 HDD, 7x PCI-e, 1x USB 3.0) schwarz die beiden Gehäuselüfter an das Board an, rechnet das Board sich schnell eine passende und sehr niedrige Drehzahl für den Prozessorkühler. Lässt man die Gehäuselüfter natürlich weg, dreht der Prozessorkühler klarer Weise hoch: Hier hat man sich ins Knie geschossen (oder dem Käufer) der meint gleich noch einmal 40€ locker machen zu müssen: Das ist Firlefanz, zumindest für den Core i5-4570.
Bei dem (nicht von Intel gelisteten) Xeon E3-1245v3 geht diese Rechnung allerdings nicht mehr auf, hier ist ein sehr leistungsfähiger Kühler wie der Scythe Mugen 4, für alle Sockel geeignet zwingend erforderlich.

Ein Mist jedoch war die mitgelieferte DVD. Weder startete das Installationsprogramm von USB-Stick noch von einem DVD- Laufwerk in einem anderen Rechner, auf der Intel-Seite verweigerte sich zudem das Suchprogramm für fehlende Treiber irgendetwas sinnvolles zu machen so dass ich Stück für Stück die Treiber installieren musste bis ich endlich die komplette Menagerie in Windows 7 Ultimate am laufen hatte. Für Profis sicher überhaupt kein Problem, für den Gelegenheits-PC-Schrauber ärgerlich. Deshalb ein Punkt Abzug, ansonsten ist alles Top! Auch die Anleitungen in der Verpackung zum Einbau und Aufbau sind sehr gut, ausführlich bebildert und beschriftet.

Mit einer der wichtigsten Punkte ist jedoch der Preis eines neuen Boards. Es gibt welche für über 300 €, dieses hier hat mich knapp 90 € gekostet. Für das was ich machen will, ist es mehr als ausreichend. Dafür möchte ich einen Sonderpunkt vergeben, also sind wir bei 5-1+1 gleich fünf Punkte.
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Kommentare

Von 3 Kunden verfolgt

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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 06.11.2013 12:29:00 GMT+01:00
Fairprice4All meint:
5-1+1=5, warum vergibst Du dann nur *4* Sterne? ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.11.2013 12:34:00 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.11.2013 12:38:26 GMT+01:00
G. Remrow meint:
Oh ja. Korrigiert. Mea Culpa.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.12.2013 16:08:32 GMT+01:00
Taras meint:
G. Remrow schrieb:
>> "... serielle, parallele Schnittstellen oder andere Relikte."

Erklär das mal den Herstellern für die ach so modernen Festplatten-Sat-Receiver (in meinem Fall Topfield). Die benutzen leider immer noch die Com-Ports z. B. um Firmware(-Patches) oder Einstellungs-Backups einzuspielen.

Auf meinem alten Mainboard konnte ich den Com-Port auf dem Board selbst aufstecken (war also kein eigener Anschluss bei den Rear-Panel). Wenn ich dieses MB hier kaufe, muss ich mir wohl was einfallen lassen. Oder hat das irgendwo eine versteckte Möglichkeit für einen Com-Port?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.12.2013 17:33:33 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.12.2013 17:36:35 GMT+01:00
G. Remrow meint:
Dieses Board hat gar keine LPT oder COM-Ports, auch keine PCI-Anschlüsse, lediglich USB 3.0, USB 2.0 und PCIe. Es gibt jedoch neue Boards von Intel noch mit z.B. LPT, die Media und Executive-Series für Haswell. Ob COM-Ports noch bei den neuen Boards verbaut werden, müsste man in den Manuals bei Intel nachsehen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.12.2013 02:15:57 GMT+01:00
Taras meint:
Tja, COM-Ports sind Dinosaurier und vom Aussterben bedroht. Leider haben das manche Hersteller von ach so modernen Festplatten-Sat-Receivern noch nicht verstanden. Schade.

Dennoch vielen Dank für die Info!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.12.2013 22:51:24 GMT+01:00
G. Remrow meint:
Es gibt aber Boards wie das ASUS P9D WS Socket1150 DDR3 Haswell Xeon E3-12xx Gen3 C226 ATX das noch einen COM-Port an Board hat.

Veröffentlicht am 05.01.2014 15:31:41 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 05.01.2014 16:51:25 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.01.2014 16:32:34 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.01.2014 16:35:49 GMT+01:00
G. Remrow meint:
Wie? Was? Ich habe das Gehäuse und es wurde mit 2 Lüftern geliefert. Das steht auch genauso im Bauvorschlag der c't. Selbstverständlich, wenn sich das geändert haben sollte, dann ist natürlich ein Scythe Mugen sinnvoll, wobei man ihn von der Kühlleistung nicht benötigt (bei einem Xeon E3 1245 v3 jedoch schon).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.01.2014 16:51:11 GMT+01:00
Peter Weller meint:
Ok, hat sich doch nicht geändert, waren nur anders angeordnet als erwartet. Hatte bisher nur durch die Lüftungslücher gespicktelt, weil noch Komponenten fehlen. Danke für die schnelle Berichtigung. Den Kommentar nehme ich gleich raus.
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G. Remrow
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

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