Kundenrezension

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen glänzend, 5. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Black Sands (Audio CD)
bonobo ist für mich eine klangliche offenbarung und wurde mein liebster act auf ninja tune, das seit anbeginn über jeden zweifel erhaben ist, und dazu einer meiner wichtigen maßstäbe, in dem feld ergänzt von four tet, cinematic orchestra, 2 banks of 4 und guillermo scott herren s grossartigkeiten.
das gerüst, das simon green mit seinen beats errichtet, reicht weit. seine sicherheit in details, sein geschmack prägen jedes seiner stücke. den wassertropfen, der durch tausend laugen rann - bei ihm höre ich ihn heraus.

in der ersten hälfte wirkt black sands etwas glatt: nette, schmachtende prelude, die bald bei kiara ist und ihr thema wärmend über das mit dunklem synthesizer träge aber nicht ohne witz dahinfliessende und von einem mehr oder weniger starken konglomerat verzerrter orgeltöne überdeckte stück legt, sodass es weitermäandern kann. klasse einstieg! mit kong lässt bonobo sein faible für das spielen mit schrillen und krassen sounds raushängen, aber so, dass sie derart nie wirken und hat seinen spass, verbirgt seine trademark nicht. eyesdown erinnert mich an vieles aus den neunzigern, mir will aber partout kein name einfallen... bis andreya triana zu singen ansetzt, innerhalb von 10 sekunden ganze aufmerksamkeit auf sich zieht und vergleiche hinfällig werden lässt. der produzent und spitzbube versteht es ferner, vocalsamples ihrer zu verfremden und sie effektvoll einfliessen zu lassen. mit el toro geht es munter weiter aber steht die platte gleichzeitig ein wenig auf der stelle, es lockt mich dieser jazz nur auf den ersten schein, ist er fraglos auch gut gemacht. we could forever hält dieses feel (die harmonika hätte er hier dominanter ausbauen dürfen) und ich frage mich: geht da etwas mehr? an wen wendet er sich, was hat der mast auf dem cover zu bedeuten? da ist er mir schon zum zweiten mal nach kong fast zu klassisch er selbst.
geht er hier mit vorsicht zu werke, um keine brüche aufkommen zu lassen? oder ist die gefühlte breite noch von vorteil, imdem sie folgenden stücken es umso mehr erlaubt, ihren ganzen reiz im kontext auszuspielen? so erkläre ich mir das, denn ich bin bei 1009: und es ist ein treibendes, mehr und mehr sich melancholie anheftendes stück, ein grower! - endlich das break und wie ein intro für das, was noch folgt. hier erst bezaubert er mich, führt simon mit einer perfektion seinen weg fort, wie ich es von ihm erwarte. ab hier komme ich auf meine kosten.

so bei all in forms: orgeln, glockenspiele, flöten, congas, becken und wer weiss was, meisterhaft verwoben, zischelnd, sich auf tempo eingroovend, von einem ziehenden, alarmierenden etwas durchdrungen, und eine feiste gitarre, die wie zwei trompeten daherkommt, den ton wie ein dompteur vorgibt, jagst du allesamt einsackend mit einem wildgewordenen jaguar von bass dahin, der mitunter so auf den drums draufsitzt, dass sie wie ein trockenes distortives pulsieren sind, welches dich auf einer reise, von einer grazie begleitet, über weiten, hindurch ferne pforten neuen himmelszielen entgegenträgt... und immer mehr sirenen um dich herum, unverzichtbare quälgeister, ihr verheissungsvolles hallen, bis auf der neuen flur nur noch ein nachtrieb, ein flimmern ist - die orgel nun dein bester freund - und sich ein beschwörender, die sinne massierender basslauf aufmacht, einer bald nacheifernden laid back gitarre den weg zu bahnen, ihr zu ermöglichen, dem verkündeten nachzukommen: dich endlich auszusetzen in eine mächtige schwerelosigkeit.

es hat sich die neue qualität mit dem stück days to come vom gleichnamigen vorgänger gewissermaßen angekündigt. diese entfaltet sich auch mit the keeper - die oben genannte schwerelosigkeit hält das stück voll durch.
weil er jeden sound mit liebe wählt und keine tonfolge das leben verhehlt, ist mir bonobo tief ans herz gewachsen. so dünkt mir ab der zweiten hälfte des albums, dass er sein animal magic heuer übertrifft, was ich aber nicht festzustellen wage, wenn auch nach dem seligen saxophonspiel von jack willey auf stay the same, nach der ich mich in bester balance befinde, um in den glühenden vulkan animals abzutauchen (nur um mit black sands geklärt und versöhnt daraus wieder hervorzugehen), eigentlich ein jawohl stehen müsste, denn alle drei, schlicht peak, lassen die platte grandios ihre ambition einlösend enden. grosses cinema. ich höre die band, ich höre das ganze fleisch. bonobo ist auf ebene eins, nicht mehr so verspielt, schätzungsweise weniger lieblich, aber er führt.
seine entwicklung zu verfolgen ist ein hochgenuss,j
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