Kundenrezension

153 von 165 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Überragende im Alltag, 13. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sony DSC-RX10 Digitalkamera (20,2 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, BIONZ X, 1,4 Megapixel OLED Sucher, NFC) schwarz (Elektronik)
Zuerst kurz zu mir: ich shoote seit 25 Jahren professionell und nutze entsprechend hochwertiges Equipment für meine Arbeiten. Nun möchte man privat eben nicht immer den ganzen Glaspark z.B. mit in den Urlaub / auf einen Kurztrip mitnehmen. Andererseits mag ich hochwertige Fotoqualität, so das ich mich für diese Bridge-Cam von Sony entschieden habe. Im Weiteren beschreibe ich Ihnen jetzt die Alltagstauglichkeit der Kamera - forensische Labortests gibt es in einschlägigen Foren und Websites genug.

Bedienung
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Im Alltag ist die Sony RX10 erstmal eins: viel leichter zu tragen als eine vergleichbare DSLR mit entsprechend-gutem Objektiv. Der Blendenring ermöglicht eine herrlich-einfach Steuerung der Blendenvorwahl-Automatik (AV) und zudem fühlt man sich wieder in die Zeit analoger SLRs versetzt. Der Ring hat eine ansprechende Haptik mit guter Rastung. Der elektronische Sucher (ich mag gute Sucher - ich fotografiere kaum mit den Rückwand LCDs) ist hochauflösend und der Dioptrinausgleich reicht bei mir, um ein ansprechend scharfes Sucherbild zu erzeugen. Großartig: wenn man diese Kamera auspackt, vermittelt allein die Box von Sony und die gut verpackte Kamera ein tolles Gefühl. Die megadicke Anleitung ist x-sprachig ausgelegt und in deutscher Sprache ausreichend beschrieben und bebildert. Richtig gut: Die Kamera ist kein Leichtgewicht - zusammen mit der tollen Haptik vermittelt aber gerade das Gewicht ein erstaunliches Gefühl von Wertigkeit.

Objektiv & Bildqualität
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Für einige Rezensenten ist das Objektiv wohl ein bischen "a mixed bag". Ich kann die Erfahrungen anderer hier überhaupt nicht bestätigen. Nach div. Testaufnahmen mit Stativ, ISO 100, F2,8 konnte ich weder im Studio noch im Outdooreinsatz massive Bildfehler erkennen. Im Gegenteil: selbst bei Offenblende war das Objektiv auch an den Rändern noch ausreichend scharf. Ein dramatischer Abfall der Bildschärfe war zu keiner Zeit zu erkennen. Im alltäglichen Gebrauch und dezent abgeblendet erhöht sich die gesamte Bildschärfe wie üblich.

Das Bokeh bei Portraitaufnahmen (ca. 180mm gezoomt, Offenblende 2.8, ISO 100) ist cremig und sehr ansprechend soft. Es sind keine harschen Ringe oder Lichtflecken zu erkennen - vielmehr ist auf den ersten Blick kein Unterschied zu einer APS-C DSLR zu erkennen. Vergleicht man jedoch Aufnahmen einer Vollformat-Cam (5D Mark III) bei ähnlicher Brennweite mit dieser Cam, so wirkt z.B. das Bokeh eines 70-200mm 1:4L noch butteriger und weicher. Das dürfte der unterschiedlichen Sensorgröße geschuldet sein. Trotzdem überrascht das Ergebnis der Rx10 positiv. Ich habe noch bei keiner Nicht-DSLR eine so superbe Freistellung gesehen. Die gern genannte Panasonic DMC-FZ200 hat aufgrund des deutlich kleineren Sensors ein harscheres und weniger ansprechendes Bokeh.

Studioaufnahmen
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Sie lesen richtig ! Ich konnte es nicht lassen und hab die Cam im Studio für Fashionaufnahmen eingesetzt. Dank der vollständig-manuellen Steuerung und aufgrund des Blitzschuhs sind Studioblitze problemlos zu zünden. Ich habe das Model in demselben Setup einmal mit meiner 5D Mark III / 24-105mm 1:4L und dann mit der RX10 fotografiert (ISO 100 / 1/125s / F11). Beide Cams liefern RAW Fotos in bestechender Qualität. Schaltet man die Aufnahmen in Lightroom direkt zum Vergleich nebeneinander, kann man nur an der minimal geringeren Auflösung die RX10 erkennen. Die Bildqualität ist unter Studiobedingungen wirklich erstaunlich. Nachteilig wirkt sich ein Shooting aufgrund der ungewohnten Haltung für hochformatige Fotos aus. Wer hier Batteriehandgriffe gewöhnt ist, der ermüdet schnell ob der ungewohnten und unbequemen Position. Auffällig ist jedoch der deutlich geringere Belichtungsspielraum der Kamera im RAW. Im Gegensatz zur 5D Mark III ist weder in den Tiefen noch in den Lichtern viel Spielraum für Korrekturen im RAW. Die Belichtung sollte wirklich sauber ausgemessen und eingestellt sein. Allerdings - der Vergleich hinkt massiv, da hier eine Vollformat-Profikamera mit einer Bridgekamera mit viel kleinerem Sensor verglichen wird. Umso erstaunlicher sind die Ergebnisse unter kontrollierten Lichtbedingungen.

Nicht so toll
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Wie viele andere Bridgekameras wird hier - leider - elektronisch gezoomt, was dem gesamten Konzept der Kamera geschuldet ist. Ich würde mir hier ein manuelles Zoom wünschen, einfach, weil man um so viel schneller und sicherer den richtigen Bildausschnitt wählen kann. Außerdem bin ich nur begrenzt überzeugt von der Wetterfestigkeit der Kamera. Nirgendwo ist zumindest eine Gummidichtung an Gehäuseklappen zu sehen. Für 998 Euro eine Zumutung - zumal der Hersteller von Spritzwasserschutz schreibt. Ich würde diese Kamera unter keinen Umständen Regen aussetzen. Nochwas: egal, was Sie auch lesen mögen: ab 800 ISO ist diese Kamera überfordert. Natürlich kann man auch hier noch viel mit RAW-Nachbearbeitung herausholen - aber die Fotos rauschen wirklich deutlich und sind für mich dann nur noch begrenzt zu gebrauchen. Letzer Nachteil: ob diese Kamera fast 1000 Euro wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich finde den Preis happig - aber die Qualität gibt dem Hersteller aus meiner Sicht zumindest recht, sie preislich in der Oberklasse anzusiedeln.

Fazit:
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Wer nicht zwingend auf eine DSLR beruflich oder aus anderen Gründen angewiesen ist sondern mit einer hochwertigen Bridge z.B. im Urlaub fotografieren möchte, der ist mit der RX10 sehr gut bedient. Für 998 Euro bekommt man ausgereifte Technik mit einem (bei mir) erstklassigen Objektiv hoher Qualität und Lichtstärke. Glasklare Kaufempfehlung.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 16.02.2014 04:00:25 GMT+01:00
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.02.2014 13:15:52 GMT+01:00
marquis777 meint:
1. EF-Objektive von z.B. Canon haben keinen Blendenring und sind elektr. geregelt.
2. Die Haptik und Verarbeitungsqualität ist deutlich besser als vieler anderer Bridge-Kameras - ein Vergleich zu Canon oder Nikon muss sie keinesfalls scheuen.

Für mich zählt nur das fotografische Ergebnis und das habe ich so bewertet, wie es für mich auf meinem Monitor rüberkommt. Ein Abfall der Bildschärfe an den Rändern ist für mich so nicht festzustellen. Und als Bridge ist die Kamera nunmal kein Leichtgewicht. Diese generelle Aussage "Die hat einen Schärfeabfall zum Rand z.b. bei Weitwinkel" hat mein Objektiv nicht. Was mit Deiner Cam ist und wie groß evtl. Unterschiede sind, kann ich natürlich nicht sagen.

Fazit: erstklassiges Objektiv bei mir ohne deutlichen Schärfeverlust. Sehr guter Sucher mit hoher Auflösung, zudem sehr wertig verarbeitet bei guter Haptik. Das ist mal in Kürze die Zusammenfassung meiner Rezension und das bleibt auch nach Deinen Anmerkungen hier so stehen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.02.2014 14:49:25 GMT+01:00
> Die Haptik und Verarbeitungsqualität ist deutlich besser als vieler
> anderer Bridge-Kameras - ein Vergleich zu Canon oder Nikon muss
> sie keinesfalls scheuen.

Gut, Haptik kann man nicht objektiv beurteilen. Man kann das sehr dünne Plastik am Boden, die teils zu klein ausgefallenen Gadget-Bedienelementen, den Wackelt-Tubus, die Mini-Plastik-Verschluss-Nasen der Schnittstellen-Klappen und andere Details selbstverständlich als "sehr hochwertig" empfinden. Ist wohl Geschmackssache.

Das Objektiv hat einen konstruktiv (per Design) bedingten Schärfeabfall, das haben Labormessungen diverser renommierter Fachzeitschriften auch bestätigt. Das ist aber bei allen Objektiven dieser Kategorie so, mal mehr mal weniger. Er fällt hier aber nicht dramatisch aus und es gibt ganz sicher genug Leute die das überhaupt nicht merken. (Den hoffungslosen Fall "Sony-Fanboy" lasse ich jetzt mal außen vor). Wenn ein Anwender bestimmte Schwächen eines Produktes nicht sieht: Ist doch prima! Alles gut.

Veröffentlicht am 14.03.2014 12:26:13 GMT+01:00
Ein User meint:
Laut Internet kann man bei AF-Stellung S auch manuell zoomen. Der Ring, der in Stellung M zum Scharfstellen verwendet wird, mutiert dann zum Drehzoom-Rad. Von daher ist man nicht zwingend aufs elektrische Zoomen angewiesen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.03.2014 13:40:37 GMT+01:00
A. Hohnwald meint:
sorry, dieser Ring steuert auch nur den Motor by wire. Das Zoom kann definitiv nicht rein manuell-mechanisch am Motor vorbei bedient werden. Leider.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.03.2014 21:16:21 GMT+01:00
Ein User meint:
Ah, danke für die Info und die Richtigstellung. Das ist dann natürlich keine Lösung. :-/

Veröffentlicht am 07.01.2015 21:10:47 GMT+01:00
abeiting meint:
Sie schreiben: "Dank der vollständig-manuellen Steuerung und aufgrund des Blitzschuhs sind Studioblitze problemlos zu zünden."
Wie geht das? Muss man irgendwas Besonderes beachten, damit die Kamera am Blitzschuh auch Fremdblitze auslöst? Mittels Blitzschuhadapter und Kabel zünden meine Studioblitze jedenfalls nicht. Ein aufgesteckter IR-Auslöser sowie ein testweise verwendeter Metz-Blitz zünden ebenfalls nicht.
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