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lesen und durchlesen,
18. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: 1975: Im Jahr der Weiber (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch, das Zug ausübt: Einmal mit dem Lesen angefangen, kann man schon nicht mehr aufhören. Vielleicht MUSS es auch in möglichst einem Zuge durchgelesen werden, um so eine gewisse Atemlosigkeit des Lesers der manchmal etwas abgedimmten Handlungsfolge der Protagonisten (die Gründe für deren zeitweilige Lethargie dürften hinreichend bekannt sein) entgegen zu setzen.
Erstkäufer seien vor zu viel Vertrauen in die Titelgestaltung des Hardcovers gewarnt: Es geht keineswegs um Modellautos... Es geht, ja: auch um Autos, insbesondere um eines, das wie ein Mitspieler als Charakter seinen Weg ins Gedächtnis findet, aber gar nicht um Modelle oder Models. Letztere... nun ja, vielleicht. Ein Hanfblatt und ein langhaariger Typ neben seinem Bully, viel Strand und lange Straßen in Richtung Sonnenuntergang ergäben ein erstes Bild (und so sieht jetzt ja auch die Taschenbuchausgabe aus!) - aber eigentlich muss der Leser selbst erleben, was das Buch an Kino im Kopf erzeugt.
Wahrscheinlich ist's daher auch nicht verfilmbar, obwohl ... Kurt Appaz würde dem Regisseur schon sagen, wo die passenden Plätzchen für dies und jenes sind. Bis es (vielleicht) einst so weit ist, möge sich der Leser an lebhaften Schilderungen und eben seinen eigenen Bildern erfreuen. Vielleicht ist ein wenig Appaz spätestens dann auch in ihm. Wäre sicher nicht schädlich. "Bewusstseinserweiternde Folgen" mal auf literarischem Wege. Ran!
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