Kundenrezension

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3.0 von 5 Sternen Harmlose Hollywood-Liebesromanze..., 5. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Love & Other Drugs (DVD)
Jake Gyllenhaal und Anne Hathaway sind wirklich tolle Schauspieler, gerade Gyllenhaal hatte bis jetzt eigentlich immer großartige Auftritte in ebenso großartigen Filmen und Hathaway überzeugte durch exzellente Schauspielleistung in „Brokeback Mountain“ (zusammen mit Gyllenhaal), „The Dark Knight Rises“ und besonders „Les Miserables“. Doch Anscheinend hat jeder gute Schauspieler in Hollywood auch mal einen Film, der das alles irgendwie herunter zieht.
Nun, „Love & Other Drugs“ ist kein grauenvoller Film, ein besonderes und einzigartiges Werk, ist er aber auch nicht.

Im Jahre 1996 erkennt Jamie Randall die Möglichkeit eines Karriere-Aufstiegs in der Pharmaindustrie. Und es klappt, vor allem, als er die magische Pille, namens Viagra an den Mann bringt. In mitten seines aufsteigenden Lebens lernt er die an Parkinson erkrankte Maggie kennen... und verliebt sich in sie.

Ebenfalls überraschend ist die Tatsache, dass der Regisseur, Edward Zwick, mit „Last Samurai“ und „Blood Diamond“ wirklich tolle Filme geschaffen hat und jetzt so typisch und klischeehaft daher kommt. „Love & Other Drugs“ basiert auf dem Buch „Hard Sell: The Evolution of a Viagra Salesman„, in wie fern dort die Liebesromanze eine Rolle gespielt hat oder wie dicht sich der Film an die Vorlage hält, kann ich nicht sagen, Fakt ist aber, dass der Film selber leider wenig zu bieten hat.

Die Geschichte der Viagra-Pille ist eine ganz gute Grundlage, ebenso wie die tragische Liebe zwischen Jamie und Maggie, doch leider wird das Potential nicht ganz so genutzt.
Nur mal zum Vergleich: Die Geschichte zwischen beiden wurde in der Serie „Lost“ in einer einzigen Folge viel besser erzählt. In der zweiten Staffel, in der Folge „SOS“ geht es um Bernard und Rose, die sich kennen lernen und Rose ist todkrank (hier ist es Krebs) und Bernard will sie unbedingt retten und unternimmt die verrücktesten Ideen. In einer 40-minütigen Folge wird diese Story mit mehr Gefühl und Ernsthaftigkeit erzählt, als in „Love & Other Drugs“ und bei „Lost“ waren es nur Flashbacks! Gut es gibt hier keine verwunschene Insel oder dergleichen, aber im Prinzip ist es dasselbe.
In „Love & Other Drugs“ setzt zunächst mal auf nackte Tatsachen, der Regisseur war wohl besonders stolz darauf, Hathaways Brüste zeigen zu dürfen und die bekommen wir auch mehrmals zu sehen, hurra. Und auch der Humor darf nicht fehlen, denn was ist neben Brüsten noch sehr gut für einen erfolgreichen Kinofilm? Pubertärer Witz. Und der kommt nicht nur von dem „American Pie 2“-Gag (Jamie hat eine Nebenwirkung aufs Viagra („Über“-Erektion, soviel zu Poten(z)tial) und geht damit zum Krankenhaus), sondern auch von Jamies Bruder Josh (Josh Gad). Er ist einer meiner Hauptgründe, warum der Film nur magerer Durchschnitt ist: Josh sieht erstmal nicht wie Jamies Bruder aus, sondern wie das komplette Gegenteil, übergewichtig, hektisch, wechselt von „erfolgreich“ zu „nicht erfolgreich“ und ist einfach nervig! Er ist unnötig von vorne bis hinten, Josh ist nur für die „Sexwitzchen“ da, die auch nur ein oder zwei Mal ein kleines Mundzucken bei mir hervor gerufen haben. Aber es ist Hollywood in seiner typischsten Form, was erwartet man da.

Doch reden wir über Gyllenhaal und Hathaway, die Hauptfiguren, die zum Glück auch 95 % des Films in Anspruch nehmen. Wie gesagt, tolle Darsteller und sie geben auch hier eine eigentlich gute Performance ab. Doch durch das Drehbuch und die Regie sehen wir hier leider zu viel Sex und zu wenig Beziehung zwischen beiden. Zudem ist es einfach wieder sehr unauthentisch, wenn beide wie Topmodels aussehen, egal was sie tun. So fällt es einfach schwer sich mit den beiden zu identifizieren.
Dazu kommt, dass die Parkinson-Krankheit zu oberflächlich behandelt wird. Die Szene, wo Maggie bei den ganzen anderen Erkrankten ist und alle von ihrem Leben erzählen, ist sehr schön, bleibt aber leider Einzelware. Dabei spielt Hathaway ihre Rolle so überzeugend, sehr schade, auch hier wäre viel mehr drin gewesen.
Da hilft es dann auch wenig, wenn das Ende vor „Happy End“ nur so trieft. Aber die Vorhersehbarkeit ist in diesem Film leider auch generell zu präsent.

James Newton Howard komponierte den Score, mit erstaunlich wenig Präsenz und einem guten Schlussstück mit Vonda Shepard. Ansonsten gibt es typische Songs, die den Film mal mehr, mal weniger gut unterstützen.

Fazit: Die guten Hauptdarsteller retten vieles, doch durch den unnötigen Witz und die vorhersehbare Story, verkommt „Love & Other Drugs“ leider zum (glücklicherweise, immer noch guten) Mainstream.
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