Kundenrezension

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5.0 von 5 Sternen Rattig!, 27. Mai 2013
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Rezension bezieht sich auf: Wagner: Lohengrin / Bayreuther Festspiele [2 DVDs] (DVD)
Der "Lohengrin" gilt als Richard Wagners romantischste Oper. In der Kunst wurde sie oftmals rezipiert als Gleichnis romantischer Todessehnsucht. In der Tat ist die Geschichte vom - zunächst - namenlosen Gralsritter Lohengrin, der die schöne Elsa von Brabant dadurch freit, dass er als ihr Retter gegenüber dem freventlichen Friedrich von Telramund und seiner doppelzüngigen, angeblich mit hellseherischen Fähigkeiten ausgestatten Buhlin Ortrud auftritt, tief ergreifend ob ihrer Originalität. Aber auch die musikalische Gestaltung des gut dreieinhalbstündugen Epos' lässt keine Wünsche offen: Typisch Wagnerscher Pomp paart sich mit gediegen-intimen Momenten, so dass offenkundig wird, weswegen der "Lohengrin" bis heute zum Standardrepertoire jedes Opernhauses zählt - und wohl noch lange zählen wird.

Die vorliegende Inszenierung entstand als Live-Aufführung im Rahmen der Bayreuther Festspiele des Jahres 2011. Sie erfreut sich bester Ton- und Bildqualität. Das Konzept der Inszenierung lässt Spielraum für eigene Interpretationen: Warum der Chor größtenteils als Rattenvolk verkleidet auftritt, ist nicht ohne Weiteres verständlich. Welche Rolle den oft bizarr anmutenden Requisiten und Kostümen zukommt, ist mannigfach deutbar. Dennoch sind die vielen Buhrufe im Anschluss an die Aufführung nicht nachvollziehbar.
Eberhard Friedrich dirigiert brillant aufgelegte Bayreuther Musiker, die jede Nuance treffen. Sie verstehen es hervorragend, die vielen Facetten Wagnerscher Musik herauszuarbeiten. Besonderes Lob verdienen die schattigen Nuancen und der perlende Vortrag. Die Gefahr bei der Darbietung Wagnerscher Stücke, intransparent oder indifferent zu werden, umschiffen sie perfekt.
Auch der Chor und die Solisten verdienen höchstes Lob: Klaus Florian Vogt als Lohengrin brilliert durch Authentizität und Texttreue, während seine Partnerin Annette Dasch häufig zu weinerlich und wenig charaktervoll ihren Part als Elsa darstellt. Besondere Anerkennung verdienen die bärbeißigen Jukka Rasilainen (als Telramund) und Petra Lang (als Ortrud). Georg Zeppenfeld als König Heinrich überzeugt voll und ganz - genauso die die gesamte Einspielung!
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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 31.05.2013 13:43:32 GMT+02:00
Die Aufnahme stammt vom 14. August 2011, nicht aus dem Jahr 2010. Im Premierenjahr sang Jonas Kaufmann den Lohengrin, nicht Klaus-Florian Vogt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.05.2013 14:53:29 GMT+02:00
Andre Arnold meint:
Herzlichen Dank für die Korrektur meines Tippfehlers.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.05.2013 14:56:37 GMT+02:00
Ich gebe zu, es war ein klein wenig kleinkariert von mir; da ich aber damals selbst im Festspielhaus saß, als aufgezeichnet wurde, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, den Oberlehrer zu spielen. :-)

Veröffentlicht am 28.06.2013 09:46:21 GMT+02:00
Laepporello meint:
Für die "schattigen Nuancen" und den "perlenden Vortrag" des Orchesters (das wird doch gemeint sein?) zeichnet nicht Eberhard Friedrich verantwortlich (das ist der Chorleiter), sondern der lettische Dirigent Andris Nelsons. Wie auch auf dem Cover der DVD vermerkt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.12.2013 20:00:12 GMT+01:00
Falparsi meint:
Ich war bei Kaufmann live dabei und finde es sehr schade , dass diese Aufführung nicht auf DVD erschienen ist. Mit K.F.V. ist der "Rattengrin" nicht zu ertragen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.12.2013 02:54:39 GMT+01:00
Ich habe Vogt dieses Jahr noch einmal in der Rolle in Bayreuth gehört, er war sensationell. Das gaumige Altherren-Timbre von Kaufmann liegt mir hingegen weniger.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.12.2013 16:34:33 GMT+01:00
Falparsi meint:
Tja, die Geschmäcker sind halt verschieden und das ist auch gut so! Aber was bitte ist ein Altherren-Timbre ???
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