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Kundenrezension

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überwältigende Abenteuerwelt - leider nur mit Steam-Anbindung, 29. September 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Elder Scrolls V: Skyrim - Legendary Edition (Game of the Year) (Computerspiel)
Die im Juni 2013 erschiene Skyrim Legendary Edition von Bethesda Softworks enthält das bereits im November 2011 auf den Markt gekommene Skyrim-Hauptspiel, den Zubehör-Addon Hearthfire und die Quests- bzw. Welterweiterungs-Addons Dawnguard (2012) und Dragonborn (2013). Nach einer Spielzeit von nahezu 200 Stunden (seit mehr als zwei Monaten) habe ich zwar mutmasslich die meisten sonstigen Quests durchgespielt, aber dafür erst die Magier-questreihe komplett abgeschlossen. Die Haupt-, Diebesgilden- und Schwarze Bruderschaftsquestreihen habe ich zu wenigstens der Hälfte durch, die Gefährtenquests und Dawnguard-Addon-Abenteuer angefangen und Dragonborn sowie die Bürgerkriegsquests noch nicht mal begonnen. Zum Vergleich war ich bei Oblivion samt Add-Ons nach 200 Stunden im wesentlichen durch, bei Skyrim erwarte ich dies erst nach etwa 300-350 Stunden.
Dies zeigt deutlich den nochmal wesentlich erweiterten Umfang von Skyrim, der einmal aus den gewaltig erweiterten Landschaftsdetails (bis hin zu einer zufällig entdeckten Ameisenstraße auf einer winzigen Insel in Flusswald!) der in etwa flächenmäßig gleichgroß gebliebenen Oberflächenwelt, die nun einer realen Landschaft deutlich näher kommt und damit wesentlich gefüllter wirkt als in Oblivion oder gar Morrowind begründet liegt und zum anderen aus den größer und vor allem individueller wirkenden und zeitintensiveren Festungen, Ruinen, Gräbern, Schiffwracks, Höhlen und Grotten die es zu erforschen und teils wirklich aufgrund ihrer überirdischen Schönheit zu bewundern gilt.

Der Gesamtkontext in dem Elder Scrolls V spielt ist gute 200 Jahren nach den dramatischen Ereignissen von Morrowind und Oblivion angelegt. Das einstmals so mächtige Kaiserreich von Tamriel hat sich nie von dem Aussterben der Septim-Reichsbegründerdynastie und den sonstigen Verwüstungen der Oblivion-Krise erholt
und konnte eine Abspaltung der Hochelfen (Altmer) und von deren Vasallen Waldelfen und Khajiten verhindern, den großen Zusammenbruch in einem großen Krieg nur 30 Jahre vor den Skyrim-Ereignissen mit diesen Abtrünnigen konnte das Kaiserreich zwar durch Aufbietung der letzten Kräfte und durch demütigende Friedensbedingungen vermeiden, jedoch ist seither die militärische Schlagkraft der Kaiserlichen dahin und der Kredit bei einem Teil der einst kaisertreuen Nord (alteingessene Bevölkerungsmehrheit von Skyrim)durch den als Schandfrieden abgelehnten Vertrag mit den verhassten Elfen verspielt, was sich in dem seperatistischen und durchaus fremdenfeindlichen Aufstand der kaiserfeindlichen Sturmmänteln manifestiert und sich nun in einem Bürgerkrieg auswirken wird, in dem man sich als Spielheld auf die eine oder die andere Seite schlagen kann.

Die Zahl der Quests in Skyrim dürfte in etwa der von Oblivion entsprechen, zugunsten Oblivions ist anzumerken, dass deren Quests mir doch etwas vielschichtiger und mit etwas mehr Originalität und Witz ausgestattet erschienen sind, während man bei Skyrim vor allem von Stadt A nach Grotte B reisen muss um Gegenstand C zu erlangen oder KI D zu eliminieren.

Die sogenannte Hauptquestreihe rund um die wiedererwachten Drachen sticht nicht besonders aus sämtlichen anderen hervor, ein Antrieb diese Reihe zuerst abzuschließen besteht somit nicht und ist bei den Magie-, Diebes- und Mörder-Quests vielleicht sogar eher gegeben. Da aber die Elder-Scrolls-Spiele alle Open-World sind und mich auch gerade deshalb so ansprechen, möchte ich die typisch schwache Hauptquest nicht negativ in meine Bewertung einfließen lassen.

Als Gegner bekommt man eine Vielzahl von menschlichen, tierischen, untoten und sogar maschineller Opponenten vorgesetzt an denen man nach Herzenslust seine Kampffähigkeiten und -strategien mit Ein- und Zweihandwaffen, Bögen und der Dawnguard-Armbrust sowie Zerstörungs- oder auch Beschwörungszaubern trainieren kann.
Das Kampfsystem ist zwar gegenüber Oblivion deutlich vielfältiger, so kann man zwei Einhandwaffen gleichzeitig führen oder auch mit einer Einhandwaffe und einem Zerstörungszauber zeitgleich angreifen.
Auf seinen Reisen kann man auch wenigstens einen Begleiter zur Unterstützung mitnehmen, dies kann der Huscarl sein wenn man in einer Stadt bzw. Fürstentum den Thanestatus erreicht hat, aber auch ein Söldner oder ein bestimmter Charakter den man während einer Quest geholfen hat, bei bestimmten Quests hat man auch mehr als einen Begleiter den man bis zur Beendigung der originären Quest auch zu anderen Abenteuern als weiteren Support mitschleifen kann.

Die Abenteuerreisen bringen eine ungeheure Menge an Beutegut in Waffen, Rüstungsteilen, Büchern, Zaubertränken usw. mit sich die man tunlichst bei sich oder dem Begleiter unterbringen und dann entweder zur Aufwertung der eigenen Ausrüstung verwenden oder in die nächtste Stadt mit ausreichend Händlern oder einem eigenen Haus bringen sollte um die schönen Sachen in Gold zu verwandeln oder zur weiteren Verwendung einzulagern.

Wie schon in Oblivion hat man die Möglichkeit Pferde und diesmal sogar Begleithunde zu kaufen, die eine schnellere
Fortbewegung bzw. zusätzliche Waffenhilfe mit sich bringen. Die Pferde haben dabei jedoch die fatale und unrealistische Angewohnheit wie ein Kampfhund und einem selbst weit voran auf den Gegner zu stürmen und laufen
dabei Gefahr getötet werden bevor man zur Unterstützung herangekommen ist, was ich als deutlichen Minuspunkt vermerken möchte. Ein Kampf vom Pferd selbst ist zwar nunmehr möglich, aber in der Praxis sehr hakelig und bei weitem nicht so effizient wie ein Angriff zu Fuß.

Neu ist auch die Möglichkeit zu heiraten und bis zu zwei verwaiste Kinder (Kinder sind überhaupt eine Neuerung bei TES, wenngleich sie auch alle nur der menschlichen Rasse angehören und im Grunde gleichaussehen) zu adoptieren und somit wenigstens eines der Stadthäuser oder Landsitze mit einem Familienleben zu beleben.
Die Beziehung zum Ehepartner bleibt dabei jedoch unterkühlt: man kann handeln und eine warme Mahlzeit erhalten
die Möglichkeit Plündergut, wie bei den Kindern, an die/den Gatten zu verschenken besteht leider nicht.

Wenn man will kann man auch Landhäuser bauen, seine eigenen Waffen schmieden bzw. zu verbessern, eigene Zaubertränke brauen oder auch Gegenstände verzaubern. Die Notwendigkeit eigene Gegenstände zu erstellen besteht jedoch nicht und ist daher als kleine Spielerei anzusehen, da man auf seinen Reisen, wie schon erwähnt, mehr als genügend passendes Plündergut zusammenraffen kann.
Negativ ist das Wegfallen des Verschleißfaktors der benutzten Ausrüstung zu erwähnen, die in TES 3 + 4 zum Teil etwas genervt haben, aber eben zum Mikromanagement der Spielfigur gehörten und die gerade im mit eigens mit benutzbaren, regelrechten Werkstätten ausgestatteten Teil 5 perfekt zur Reparatur der bestehenden Ausrüstung hätten dienen können und so diesen Werkstätten einen zusätzlichen und tieferen Sinn hätte geben können.

Insgesamt ist Skyrim ein sehr würdiger und in Hinsicht auf die sehr gelungene, messerscharfe und detailreiche Grafik zeitgemäßer Nachfolger TES4 Oblivion. Die von mir heißgeliebten TES-Quests sind von der Thematik und Ausgestaltung her etwas schwächer was jedoch durch das moderne Layout und individueller ausgestaltete Schauplätze wieder etwas wettgemacht wird. Negativ ist der auch bei der Legendary Edition fortbestehende "Steamzwang" zu bewerten, der den rechtmäßigen und ehrlichen Käufer die legale und uneingeschränkte Nutzung der Software unter peinlichgenauer Einhaltung der AGBs von Bethesdas, wie es noch in den guten alten Tagen als Oblivion auf den Markt kam der Fall war, verbaut wird und den Käufer von einer im Grunde überflüssigen und unerwünschten Zusatzsoftware und insbesondere permanenten und stabilen Online-Zugang abhängig macht.
Man kann davon ausgehen, dass das Gros der Leute die Bethesda mit dieser Maßnahme eigentlich treffen will, auch weiterhin auf verschlungenen Wegen an ihre Raubkopie gelangen und die Ehrlichen die Bethesda mit ihren regulären Kaufpreiszahlungen die finanzielle Möglichkeit zur Entwicklung weiterer Spiele geben, mit Steam (wobei ich gewisse Vorteile dieser Plattform nicht abstreiten will, ein freiwilliger Beitritt sollte jedoch jedem Kunden freigestellt bleiben) gestraft werden.

Die Installation des Spiels verlief, entgegen anfänglicher Befürchtungen, übrigens nahezu reibungslos von den vorgesehenen Datenträger in nur 12 Minuten (Gott sei Dank! Der Download von Steam in einer Größenordnung von 9 GB hätte vermutlich satte 17 Stunden gedauert). Das von mir bereits vorinstallierte Steam braucht dann zwar noch mal
gut 15 Minuten um diverse Updates herunterzuladen, aber nach nicht einmal einer halben Stunde war Skyrim spielbereit und läuft glücklicherweiße bei mir meistens stabil mit weniger Abstürzen als bei Oblivion und Morrowind.

Die mitgelieferte sw-Karte von Himmelsrand (Skyrim) mutet eher bescheiden an, da nur die Städte und Dörfer eingetragen sind und sich im Internet Karten finden in denen alle wichtigen Orte eingetragen sind und zudem schön farbig sind.
Zudem sollte man derartigen Karten nur im Notfall benutzen, da sonst der TES-typische Entdeckereffekt verloren geht (nicht umsonst ist die Map im Spiel zu Anfang verdeckt).

In der Gesamtwertung würde ich Skyrim nur zu gerne 5 Sterne trotz einiger Mängel natürlich gerne 5 Sterne geben, da mich das TES-Universum auserordentlich fasziniert und ich froh bin nach Oblivion weitere Abenteuer auf dem Kontinent Tamriel verleben zu dürfen. Steam als Wermutstropfen muss allerdings zu einem Abzug führen der in meinem Fall in dem alles im Sinne des Erfinders funktioniert allerdings nur einen Stern beträgt.
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