Kundenrezension

11 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dio in Hochform, 7. Mai 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Holy Diver (Remastered) (Audio CD)
1983 ist ein extrem markantes Jahr im Metal. Es erscheinen neben den Alben gestandender Bands wie Black Sabbath's "Born again", Saxon's "Power and the Glory", Motörhead's "Another perfect day" oder Ozzy Osbourne's "Bark at the Moon" auch bärenstarke Werke des neu geschaffenen Thrash - und Speed - Metal Bereiches. Hierzu gehört etwa auch Metallica's fulminantes Debut "Kill 'em all"

Mitten in diese turbulenten Zeiten platzt das Solo - Debut eines damals bereits ganz Großen der Szene. Ronnie James Dio's "Holy diver" gilt bis heute als sein stärkstes Werk.

Tatsächlich hat der kleine amerikaner mit der eindrucksvollen Stimme zuvor bereits bei Elf, Rainbow und Black Sabbath einige Meisterwerke der Rockgeschichte eingesungen.

Nach ihrem Ausstieg bei Black Sabbath im Jahre 1982 gründen Dio und der Schlagzeuger Vinnie Appice gemeinsam das Solo - Projekt "Dio". Hinzu kommen der talentierte Irische Gitarrist Vivian Campbell und der alte Rainbow - Haudegen Jimmy Bain am Bass.

Diese Formation komponiert ein starkes Album das heute absoluten Klassiker - Status besitzt, obwohl es den allgemeinen Maßstab für Jahrhundert - Alben nicht ganz erreicht. Es sind einfach zu viele durchschnittliche Titel enthalten, aber eben auch zeitlose Hits.

Einer davon ist der fetzige Utempo - Kracher "Stand up and Shout", der den Auftakt macht. Hier schlägt Dio in die Kerbe der aufkommenden Speed - Welle, ohne jedoch den ihm eigen Stilmix aus Rainbow, Black Sabbath und eigenen Elementen zu verlieren.

Der Titelsong "Holy diver" ist wahrscheinlich der bekannteste Dio - Song und zurecht ein Klassiker. Eine kraftvolle Midtempo - Nummer mit düsterem Intro, das mir allerdings etwas zu lange ist.

"Gypsy" ist wie auch "Straight through the heart" ein durchaus interessanter Song, kann aber nicht dem Anspruch an einen Klassiker genügen.

"Caught in the Middle" wirkt zunächst auch recht belanglos, der eingängige Refrain gefällt mir jedoch sehr. In bester Rainbow - Tradition!

"Don't talk to Strangers" wiederum gehört zu den stärksten Songs die Dio je herausgebracht hat. Für mich ist er DER Dio - Song überhaupt. EIne gigantische Gesangs - Leistung. Zunächst beginnt es sehr gefühlvoll und episch, fast schon schnulzig ehe der Titel zu einem brachialen Uptempo - Fetzer wird. Stark auch die gewaltigen Schlagzeug - Parts des Vinnie Appice. Dieser Track steht für Dio wie kein zweiter.

"Invisible" schlägt in eine ähnliche Kerbe, beginnt auch ruhig und getragen, mit gefühlvollem Gesang des Meisters, ehe es sich zu einem groovenden Midtempo - Rocker entwickelt.

Der zweite große Single - Hit der LP ist "Rainbow in the Dark", ein sehr eingängiges, fast "poppiges" Stück - zusammen mit "Holy diver" wohl Dio's bekannteste Nummer. Dieser Titel hätte es beinahe nicht auf das Album geschafft, Dio hielt ihn unter anderem wegen des Keyboard - Themas für zu poppig, aber zum Glück entschied er sich schließlich doch dafür, ihn auf das Album zu packen.

Den Abschluss bildet das eindrucksvolle "Shame on the Night" - ein schwerfälliger, düsterer Groover im Zeichen von Black Sabbath.

Die remasterte Version bietet nach den regulären Songs noch zusätzliches Interviewmaterial mit Ronnie James Dio rund um sein Debutwerk. Ganz nett anzuhören, aber nur etwas für den Fan. Das ausführliche Booklet mit vielen Bildern, Schlagzeilen und einem Hintergrundbericht ist allerdings liebevoll gestaltet.

"Holy diver" ist Dio's zurecht bekanntestes und bestverkauftes Werk, beinhaltet mit dem Titelsong, "Stand up and Shout", "Rainbow in the Dark" und "Don't talk to Strangers" alltime Klassiker die auch heute noch in seinem Live - Programm vertreten sind.

Trotzdem lässt sich durch die wenig druckvolle Produktion (die er übrigens höchstselbst übernommen hat) und ein, zwei zu schwache Titel durchaus Kritik feststellen. Daher auch nur die 4 Sterne - Wertung. Für einen Überklassiker muss einfach durchgehend hohe Qualität geliefert werden.

Dio hat mit seinem Nachfolger "The Last in line" (1984) ein ähnlich starkes Statement gesetzt, danach wurden seine Leistungen jedoch durchwachsener. Ich persönlich halt seine Zeit bei Black Sabbath für die künstlerisch Bedeutendste, Solo ist Dio fast zu schwach.

Nichts desto trotz sollte man die beiden Debutalben "Holy diver" und "The Last in line" als echter Metal - Fan sein eigen nennen, denn sie beinhalten starke 80er Rock - Songs irgendwo zwischen der Melodiosität von Rainbow und der härte von Black Sabbath. Nicht zuletzt auch die skandalösen Cover sind ihr Geld wert...
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.06.2010 19:25:17 GMT+02:00
simpson77 meint:
Du hast bei deiner Aufzählung der stärksten Metal Alben 1983 Iron Maidens Piece of mind vergessen.....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.12.2011 23:25:17 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 07.12.2011 23:26:13 GMT+01:00]
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