Kundenrezension

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke für diesen Alptraum!, 26. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Limited Deluxe Version) (Audio CD)
Das Original "Welcome To My Nightmare" war 1976 das erste Soloalbum, nachdem Alice und die Alice Cooper Group sich getrennt hatten. Es war einfach anders, mit dem Intro von Vincent Price gesprochen, dem Lösen von reinem Rock, den teilweise humoristischen Gruseleinlagen... Welcome 2 My Nightmare, Update und Fortsetzung braucht sich nicht im Schatten seines "Ahnen" zu verstecken. Wieder gibt es eine große Bandbreite an Stilen, eine alptraumhafte Story, diesmal mit einer netten Überraschung für Alice am Ende, und ein paar Texte, die wieder mal zwischen zwei Buchdeckel gehören würden (etwas, was ich an Meister Cooper besonders schätze). Steven, der kleine Junge aus dem ersten Nightmare ist wieder da, auch finden sich bekannte Themen als Zitat eingestreut. Und nicht zuletzt Bob Ezrin und Dick Wagner im Produktionsteam, wie beim Original, das konnte doch nur gut werden.

Was auffällt, sind die Schockeffekte. Hat Alice in den Siebzigern noch das Establishment erschreckt, hat er jetzt eine neue Zielgruppe: Die ganz, ganz dunklen und die "gaaanz ernsthaften" Rock- und Metalhörer, die jeglichen Mainstream ablehnen und Humor in Musik grundsätzlich deplatziert finden. Da wird mit Teeniestar Kesha zusammen gearbeitet, Autotune benutzt, jenes böse Programm, das in der Chartmusik heutzutage so gerne eingesetzt wird. Da wird in dramatischen Zusammenkünften von Untoten freundlich nach der Toilette gefragt, und Gothic-Chöre mit Discorhythmen gemischt. Das mag auf einige albern wirken, aber das ist und war schon immer Alice Cooper pur. Und was dabei rauskommt, macht einfach Spaß. Das ist kein Kasperltheater, Songs wie der druckvolle Opener "I Am Made Of You" oder das düstere "When Hell Comes Home" beweisen es. In letzterem geht es um einen wahren Alptraum - häuslichen Mißbrauch. Und trotzdem findet Alice genau die richtige Mischung, und das Ergebnis ist eines der stimmigsten und rundesten Alben, die man seit langem vom Fürst der Finsternis erhalten hat.

Gäste auf diesem Album: Neal Smith, Dennis Dunaway und Michael Bruce aus der Original AC-Band, die an einigen Songs mitgewirkt haben.

Anspieltipps:

I Am Made Of You - ein sich langsam aber kraftvoll aufbauender Opener, der mit Druck die Türen zu Alice's Alptraum aufstößt

Caffeine - leicht hysterischer Rock mit Punkeinschlag. Selten passte ein Song so gut zu seinem Titel. Schon jetzt ein Fan-Favorit

Last Man On Earth - Sehr ungewöhnliches Stück mit New Orleans-Feeling durch Banjo, Tuba und Geige. Groovy.

The Congregation - Lupenreiner Hardrock, der mit seinen Hey' und Ho's bestimmt ein Livekracher werden könnte.

Disco Bloodbath Boogie Fever - der witzigste Titel des Albums, Trash vom Allerfeinsten. Sisters Of Mercy treffen Lady Gaga, und machen gute Laune. Wer unbedingt Rock braucht, warte bis zu einem großartigen Gitarrensolo.

What Baby Wants - das Duett mit Kesha. Sehr ohrwurmig, und trotz aller Poppigkeit durchaus mit ordentlich Kratzbürstenfaktor. Man hört der jungen Frau an, was für einen Spaß sie hatte, mit ihrem Idol zu arbeiten.

REMEMBER THE COOP - Mit diesem Album ist das sehr einfach, und man darf sich schon auf die nächste Tour freuen.
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Kommentare


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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 01.10.2011 01:58:19 GMT+02:00
Bretti meint:
Ich bin jetzt nicht so der wahnsinnige Cooper Experte, aber...

- Teil 1 1976?
- Intro Vincent Price?
- Im Produktionsteam Dick Wagner?

... unabhängig davon eine außerordenlich gelungene Kritik.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.10.2011 13:16:27 GMT+02:00
pinkytheone meint:
OK, 1975, stimmt, da habe ich mich entweder vertippt oder vertan. Aber Vincent Price war definitiv die Sprechstimme auf WTMN. Dick Wagner war damals schon mit von der Partie, als Musiker und hat einige Songs mitgeschrieben.

Veröffentlicht am 19.10.2011 09:48:05 GMT+02:00
Welcher Gast weiters nicht zu verachten ist: Country-Star (!) Vince Gill spielt gleich mehrere geniale Gitarrensoli...
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