Kundenrezension

22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der besten Meeres-Dokus, die ich je gesehen habe, 9. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unsere Ozeane - Die komplette TV-Serie [Blu-ray] (Blu-ray)
Durch den Titel dieser Serie habe ich mich zu einem Blindkauf hinreissen lassen. »Unsere Ozeane - der Film« hat mich nämlich bildtechnisch absolut überzeugt. Der Informationsgehalt dieser Doku war allerdings gleich Null. Was also erwartet uns mit der kompletten TV-Serie auf Blu-ray? Bereits nach wenigen Augenblicken erkennt man, dass sich die Aufnahmen wieder auf sehr hohem Niveau befinden. Glasklare Unterwasseraufnahmen und einzigartige Kameraeinstellungen machen dem Zuschauer klar, dass nicht nur die BBC-Naturfilmabteilung erstklassige Dokumentarfilme produzieren kann. Jacques Perrin und Jacques Cluzaud (Regie) haben zusammen mit ihrem Team wohl eine der besten Meeres-Dokus aller Zeiten geschaffen. Im Gegensatz zum Kinofilm gibt es in der TV-Serie einen Sprecher, der den Zuschauer durch alle vier Folgen begleitet. Dass dieser Sprecher Christian Brückner (Stimme von Robert de Niro) ist, setzt dem Ganzen noch die Krone auf.

Wer sich vom Inhalt dieser Dokumentarreihe überraschen lassen möchte bzw. nicht so viel lesen mag, kann ab "Zusammenfassung" weiterlesen.

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1. Im Blau der Tiefe [43:02]:
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In der ersten Episode bekommt man das größte Tier zu sehen, das je gelebt hat. Sein Herz wiegt an die 600 kg. Die Zunge ist so schwer wie ein Elefant und die Schwanzflosse ist so breit wie die Tragflächen eines Flugzeuges. Natürlich geht es hier um ….na? Im Blau der Tiefe werden zudem unzählbar viele Quallen gezeigt. Diese Aufnahmen wirkten auf mich so plastisch, dass man beinahe einen 3D-Effekt erkennen konnte. Eine "Delfin-Armee", die das Wasser scheinbar zum Kochen bringt und ein Tiefseegebirge mit atemberaubendem Artenreichtum sind nur einige von vielen bemerkenswerten Szenen, die sich bei mir eingeprägt haben. Perrin und Cluzaud weißen in dieser Episode aber auch ganz klar darauf hin, dass der Mensch u.a. durch den Fischfang und die rücksichtslose Abfallentsorgung nach und nach ein sensibles Ökosystem aus dem Gleichgewicht bringen kann.

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2. In Sand und Algen [42:59]:
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Unter der Meeresoberfläche gibt es auch Sandwüsten. Die Bewohner dieser oftmals trostlos wirkenden Unterwasserwelt haben raffinierte Methoden entwickelt, sich vor Fressfeinden zu verstecken. Andere Lebewesen wiederum werden eins mit ihrer Umgebung, um sich auf die Lauer zu legen. Man sieht Fische, die auf dem Kopf tanzen, in den Sand pusten, oder einfach nur graben, um an Beute zu gelangen. Eine Wurmseegurke, laufende Seeigel, lebende Fossilien und ein Krake mit "abnehmbarem Seidensegel" gehören zu den interessantesten Meeresbewohnern in dieser Folge.

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3. Leben im Riff [43:03]:
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Korallen lassen unentwegt neue Landschaften entstehen. Über millionen Jahre hinweg haben sie sogar Inseln erschaffen. Durch diese schöpferische Kraft sind märchenhafte Unterwassergärten entstanden, die für eine Vielzahl von Lebewesen sowohl Nahrungsquelle, als auch Lebensraum geworden sind. Es ist Nacht geworden im Riff. Die tagaktiven Fische schlafen, während die Zeit der nächtlichen Jäger begonnen hat. In dieser Folge sieht man außerdem einen "Schneesturm", verschiedene Putzerstationen und einen Schutzbereich für Walkälber.

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4. Zwischen Land und Wasser [43:05]:
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In der letzten Folge geht es um Tiere, die sich keinem Lebensraum eindeutig zuordnen lassen können. Dazu gehören Leguane, Pinguine, Delfine, Wale und alle anderen Meeressäuger. Deren Vorfahren waren nämlich Landtiere. Das leidige Überbleibsel, das noch daran erinnert ist, dass diese Geschöpfe Luft zum Atmen brauchen. Der größte Fleischfresser der Tierwelt und die Kanarienvögel der Meere werden in dieser Folge vorgestellt.

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Bonusmaterial:
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• Adélie Land [2:47]
• Der weiße Hai [3:27
• Drehbericht [3:47]

Die 10 Minütchen Bonusmaterial sind eigentlich nicht weiter der Rede wert, aber dennoch sehenswert. Es gibt keinen Kommentar und keine Untertitel - einfach nur Bilder zum Genießen. Die Aufnahmen des Tauchers, der neben dem weißen Hai schwimmt, haben mir am besten gefallen.

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Trailershow:
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• Genesis [1:36] | • Das Wunder der Natur [1:31] | • Deutschland von oben [1:54] | • Königreich Arktis [1:36] | • Animals in Love [1:26] | • Unsere Ozeane [1:50] | • Serengeti [1:44]

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Zusammenfassung:
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In dieser Meeres-Doku werden keine neuen Tierarten bzw. Verhaltensweisen gezeigt. Diese TV-Serie besticht unter anderem durch die Aufnahmen. Viele Motive wurden mit sehr viel Liebe zum Detail und Professionalität aufgenommen, dass der Zuschauer immer wieder in Staunen versetzt wird. Die eingefangenen Bilder dieser "Kameravirtuosen" sprechen für sich und bedürfen oftmals keines Kommentars.

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"Unsere Ozeane" in Zahlen:
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• 2 Jahre Vorbereitungszeit
• 4 Jahre Drehzeit
• 12 Teams
• 54 Drehorte
• 70 Expeditionen
• 266 km 35-mm-Filmmaterial
• 321 Stunden High-Definition Video-Aufnahmen
• 469 Stunden Gefilmtes Bildmaterial

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Bild und Ton:
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Das Bild dieser TV-Serie ist größtenteils auf sehr hohem Niveau. Die Unterwasseraufnahmen sind überwiegend gestochen scharf. Top HD-Feeling unter Wasser! Bei einigen Bildern hatte man den Eindruck, dass es schon älteres Filmmaterial ist bzw. ohne HD-Kamera gefilmt wurde. Wertung 4|5 Punkte.

Sprachen: Deutsch | Französisch DTS-HD 2.0 (Regionalcode: B)
Die deutsche HD-Tonspur hat richtig viel Spaß gemacht, obwohl diese nur in Stereo vorliegt. Der Soundtrack ist beeindruckend und passt von vorne bis hinten hervorragend in die Serie. Wertung: 4|5 Punkte.

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Mein Fazit:
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"Unsere Ozeane - Die komplette TV-Serie" ist nach meinem Geschmack neben »Das Great Barrier Reef - Naturwunder der Superlative « eine der besten Meeres-Dokus, die je produziert wurden. Wer die Ozeane und deren Bewohner liebt, kommt nicht an dieser Blu-ray/DVD vorbei. Die Blu-Ray erscheint im Digipack mit einem Pappschuber. Insgesamt 4,5 Sterne und klare Kaufempfehlung.
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Kommentare

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.06.2013 16:18:01 GMT+02:00
Der Riese meint:
Hallo, wie immer eine sehr gute Rezension. Da du hier auch die Serie "Das Great Barrier Reef" ansprichst und ich dort keine Rezension von dir gefunden habe, frage ich einfach mal an dieser Stelle. Es heißt, dass "Great Barrier Reef" in der deutschen Version ein paar Minuten vermissen lässt...fast 30 Minuten im Vergleich zur UK-Version. Weißt du dort zufällig genaueres...ich werde aus den vielen Infos im Netz nicht ganz schlau.

Wäre sehr erfreut über eine hilfreiche Antwort.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.06.2013 18:02:03 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.06.2013 18:03:13 GMT+02:00
®aine® meint:
Hallo Riese!
Danke für den netten Kommentar! Ich habe leider auch keine plausiblen Antworten gefunden, wer bei der deutschen Version dieser Doku rumgeschnippelt hat bzw. welche Szenen (insgesamt ca. 21 Minuten) entfernt wurden.

Soweit mir aber bekannt ist, produziert die BBC in der Regel zwei Varianten einer Doku. Zum einen eine original BBC Variante und zum anderen eine internationale Variante für das TV. Bestes Beispiel war die Erstausgabe von "Wildes China". Da wurden die fehlenden Szenen zwar wieder in die Doku eingebaut, allerdings ohne eine deutsche Synchronisation. Das Ergebnis war, dass der Film zwar komplett gezeigt wurde - allerdings mit teils deutschem u. englischem Kommentar.

Vielleicht ist es auch einfach nur Geldmache und es erscheint irgendwann mal eine ungekürzte Fassung. In der Filmbranche ist das ja mittlerweile Usus, dass später uncut-Versionen oder Director's Cuts nachgeschoben werden, um nochmals zu kassieren ;o) Tut mir leid, dass ich Dir keine genaueren Infos geben konnte.

Viele Grüße
Rainer

P.S. Schön, dass Du nicht aufgehört hast! :o)

Veröffentlicht am 27.06.2013 12:25:07 GMT+02:00
Der Riese meint:
Danke für die Antwort...ich werde mir dann doch die UK-Version vom "Great Barrier Reef" holen...habe schon ein günstiges Angebot entdeckt. Ich habe ja zum Glück keine Probleme mit Englisch...und meine Kids sind mittlerweile auch soweit, ganz passables Englisch zu sprechen und zu verstehen, also kommen auch sie in den Genuss der Doku...wie ich schauen sie diese (vor allem BBCs) Dokus äußerst gern.

...Und was das "Aufhören" betrifft...ja ich kanns einfach nicht lassen ;-)
...und werde auch weiterhin deine Rezensionen aufmerksam verfolgen...habe dadurch schon tolle Dokus entdeckt und erworben.
...also, man liest sich.
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