Kundenrezension

18 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine faszinierende Wanderung durch Unsterblichkeitsvorstellungen der Menschheit - leicht verständlich und klar, 21. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Was von uns bleibt: Über die Unsterblichkeit der Seele - Ein SPIEGEL-Buch (Gebundene Ausgabe)
Wie ist das nun wirklich ? Bleibt - außer der Erinnerung in den Gehirnen der Weiterlebenden natürlich, und die ist ja auch begrenzt - irgendetwas von uns nach unserem Tod ? Gibt es so etwas wie ein Weiterleben nach dem Tod, gibt es das Unvergängliche, was immer und ewig von uns bleibt ?

Immerhin sind es nach einer vom SPIEGEL in Auftrag gegebenen Umfrage 52 % der Deutschen, die sich nicht damit abfinden wollen oder können, dass nach ihrem Tod alles aus sein soll. Sie glauben in welcher konkreten oder meist unkonkreten Form auch immer an die Unsterblichkeit der Seele, wobei von diesen wiederum viele das gar nicht mehr ausdrücklich religiös beschreiben oder begründen.

Dieser Glaube, dass die Seele als das Unvergängliche an der menschlichen Existenz, als seine geistige Substanz sozusagen, den Körper überdauert und eben nicht mit ihm zerfällt, dieser Glaube ist schon Jahrtausende alt und er verbindet die Menschen der unterschiedlichsten Kulturen zu den unterschiedlichsten Zeiten überall auf der Welt. Er gehört sozusagen zum menschlichen "Erbgut". Alte Kulturen haben den Ahnenkult, über den die Lebenden die Brücke zum Jenseits herstellen könne. Die großen Religionen sprechen von einem ewigen Leben, auch wenn sie diesen Begriff jeweils sehr unterschiedlich füllen und begründen.

Mathias Schreiber, der Autor dieses sehr empfehlenswerten Buches nimmt seine Leser mit auf eine faszinierende und geistig abenteuerliche Reise durch die alten und auch die neuen Vorstellungen der Menschen vom Weiterleben im Jenseits, die Idee der Seelenwanderung und das christlich-jüdische Konzept der Auferstehung. Der Leser begegnet dabei in sehr verständlicher Form vielen kultur,- philosophie- und religionsgeschichtlichen Gedanken, mit denen er sich ohne dieses leicht lesbare Buch vielleicht nicht konfrontiert hätte.

Dabei lässt Schreiber auch die Kritik der Hirnforscher nicht aus, die die Vorstellung von einer unsterblichen Seele als Hirngespinst abtun. Was dennoch dran ist an dem Glauben an die Unsterblichkeit der Seele, kann man in diesem Buch, das ein Theologe nicht besser hätte verfassen können, auf das Gründlichste und Beste beschrieben erfahren.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 21.05.2008 10:19:11 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.05.2008 15:07:40 GMT+02:00
Helga König meint:
Ich habe bei Dr. Turbanisch einen sehr schönen, wahrhaftigen Satz in seiner Rezension gefunden ,den ich hier kurz wiedergeben möchte:
"Kunst ist zum Beispiel ein Beweis dafür, durch ihre bloße Existenz, daß der Horizont der Wirklichkeit weiter ist, als unsere Sprache reicht. Seit vorgeschichtlichen Zeiten wissen Menschen, daß die Sprache nicht alleine ausreicht, um Empfindungen und Kultur zu vermitteln. Es gibt andere Elemente, höhere Strukturen als das von der Evolution hervorgebrachte Muster unseres Gehirnes."

Dieser Satz korrespondiert vortrefflich mit kpoacs Worten:
"Darum geht es ein wenig um "zulassen", um Hoffnung, die uns rettet (wie Paulus schrieb), damit es nicht zum kantschen verkehrten Ende aller Dinge kommt. "

Auch Ihr kluger Satz fügt sich gut ein:

"Dieser Glaube, dass die Seele als das Unvergängliche an der menschlichen Existenz, als seine geistige Substanz sozusagen, den Körper überdauert und eben nicht mit ihm zerfällt, dieser Glaube ist schon Jahrtausende alt und er verbindet die Menschen der unterschiedlichsten Kulturen zu den unterschiedlichsten Zeiten überall auf der Welt."

Im Grunde sollte man diese Gedanken als Teil einer neuen Rezension online bringen. Aber das wäre unredlich, deshalb bloß als Anregung in diesem Kommentar.

Die polnische Dichterin und Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska lässt ihr Gedicht " Etwas über die Seele" mit folgenden den Zeilen enden:

Sie sagt nicht woher sie kommt
und wann sie wieder verschwindet
doch sie wartet ausdrücklich auf solche Fragen

Es sieht so aus,
dass wie wir sie,
auch sie uns
für irgendetwas braucht

Ich vermute, dass die Seele der überindividuelle Teil des Selbst ist. Weil die so zu sein scheint, gehe ich davon aus, dass sie alle individuellen Teile besagten Selbst ( wie etwa Namen, Form und Illusionen ) überdauert und von daher als einziger Teil unsterblich ist.

Ihren Eintrag ändern:
Ich habe bei Dr. Turbanisch einen sehr schönen, wahrhaftigen Satz in seiner Rezension gefunden ,den ich hier kurz wiedergeben möchte:
"Kunst ist zum Beispiel ein Beweis dafür, durch ihre bloße Existenz, daß der Horizont der Wirklichkeit weiter ist, als unsere Sprache reicht. Seit vorgeschichtlichen Zeiten wissen Menschen, daß die Sprache nicht alleine ausreicht, um Empfindungen und Kultur zu vermitteln. Es gibt andere Elemente, höhere Strukturen als das von der Evolution hervorgebrachte Muster unseres Gehirnes."

Dieser Satz korrespondiert vortrefflich mit Ihren Worten:
"Darum geht es ein wenig um "zulassen", um Hoffnung, die uns rettet (wie Paulus schrieb), damit es nicht zum kantschen verkehrten Ende aller Dinge kommt. "

Schließlich noch hasenpupspapa, auch sein Gedanke fügt sich gut ein:

"Dieser Glaube, dass die Seele als das Unvergängliche an der menschlichen Existenz, als seine geistige Substanz sozusagen, den Körper überdauert und eben nicht mit ihm zerfällt, dieser Glaube ist schon Jahrtausende alt und er verbindet die Menschen der unterschiedlichsten Kulturen zu den unterschiedlichsten Zeiten überall auf der Welt."

Im Grunde sollte man diese Gedanken als Teil einer neuen Rezension online bringen. Aber das wäre unredlich, deshalb bloß als Anregung in diesem Kommentar.

Die polnische Dichterin und Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska lässt ihr Gedicht " Etwas über die Seele" mit folgenden den Zeilen enden:

Sie sagt nicht woher sie kommt
und wann sie wieder verschwindet
doch sie wartet ausdrücklich auf solche Fragen

Es sieht so aus,
dass wie wir sie,
auch sie uns
für irgendetwas braucht

Ich vermute, dass die Seele der überindividuelle Teil des Selbst ist. Weil die so zu sein scheint, gehe ich davon aus, dass sie alle individuellen Teile besagten Selbstes ( wie etwa Namen, Form und Illusionen ) überdauert und von daher als einziger Teil unsterblich ist.
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Ort: Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland