Kundenrezension

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5.0 von 5 Sternen Spannend und überraschend, so kennt man George R. R. Martins Reihe über die Thronstreitigkeiten in Westeros, 14. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Lied von Eis und Feuer 07: Zeit der Krähen (Taschenbuch)
Westeros, der Eiserne Thron und die Häuser Stark und Lennister, das alles sind Schlagworte, mit denen man in letzter Zeit lange Gespräche führen kann, die immer wieder zu einem führen, der große Anzahl von toten Protagonisten und die damit verbundene Grausamkeit des Autoren George R. R. Martin in seiner Reihe Das Lied von Eis und Feuer. Trotz all dieser Grausamkeiten ist die Reihe aber beliebter denn je, was nicht nur die Einschaltquoten und die illegalen Downloads der Fernsehserie beweisen sondern auch die Anzahl der Memes im Internet und auch die Verkaufszahlen der Spiele zur Buchserie.

Im vorliegenden Buch „Zeit der Krähen“, dem siebten deutschen Band, dreht sich alles, wie der Name schon sagt, um die Zeit nach den vielen Opfern im letzten Buches, über denen die Krähen kreisen und an denen sich die Krähen gütlich tun. Abermals nur ein Teil des englischen Originals, handelt dieses Buch von den Erlebnissen einiger ausgewählter Protagonisten beziehungsweise ganzer Gruppe, Brienne, Cersei, Arya, Samwell, den Sandschlangen, die Töchter Oberyn Martells in Dorne, und die Bewohner der Eiseninseln, die einen neuen König benötigen. Außen vor bleiben in großen Teilen die Erlebnisse Jon Schnees und der Nachtwache mit Stannis, Daenarys auf der anderen Seite der Meerenge und die Erlebnisse vieler anderer Protagonisten.

Aber auch ohne diese Protagonisten ist das Buch keineswegs langweilig, denn das Spiel der Throne wird umso intensiver gespielt, je weniger Könige es gibt. In Königsmund ist es Regentin Cersei, die für ihre Familie und insbesondere ihren Sohn Tommen, dem Kindkönig, das Spiel fast perfekt spielt. Doch schon bald muss sie erkennen, dass auch andere bei Hofe dieses Spiel spielen können und sie scheint nicht nur immer einen Schritt zurück zu sein, sondern scheinen der Tod ihres Sohnes und ihres Vaters sie auch nervlich aus der Bahn zu werfen, denn sie sieht plötzlich Feinde, wo vielleicht gar keine sind. Bleibt die Frage, wie und ob der neue Rat, die neue Hand und vor allen Dingen die zukünftige Königin, Margaerys Tyrell, diese Schwäche ausnutzen können.
Für Brienne, die Königsmund verlassen hat, um die Töchter des Hauses Stark zu finden und zu beschützen, ist das Spiel der Throne nichts, sie ist eher für handfeste Dinge zuständig und davon hat sie auf ihrer Suche fast schon zu viel. Zum Glück schließt sich ihr ein enger Vertrauter Tyrions an, der, wie Brienne, die verschwundene Sansa sucht. Gemeinsam ist das Reisen um einiges angenehmer.
Für Sansa, die sich als Tochter Kleinfingers ausgibt, ist die Zeit auf Hohenehr nicht sehr spannend, aber sie lernt das Spiel der Throne und hofft gleichzeitig auf Rettung. Arya hat ihre Rettung derweil in ihre eigenen Hände genommen und erreicht nach einer ereignislosen Seereise Bravos, wo ihre Münze sie schließlich zu einer neuen Bestimmung führt.
Neben den Hauptfiguren der früheren Bände, werden anderen Figuren diesmal mehr Aufmerksamkeit gewidmet. In Dorne dreht sich dabei alles um Prinzessin Myrcella, ihre Beschützer und die Bastardtöchter des getöteten Prinzen Oberyn Martell, die sogenannten Sandschlangen, die Rache wollen und bereit sind, dafür auch in den Krieg gegen die Lennisters zu ziehen. Für die Beschützer der Prinzessin ist diese Situation alles andere als einfach und sie müssen erkennen, dass ihre Pflichten sehr schwer wiegen.
Eine Pflicht muss auch Sam erfüllen, denn der neue Anführer der Nachtwache, John Schnee hat ihn ausgewählt ein Maester zu werden. Diese Pflicht führt ihn zurück in seine alte Heimat und als wäre das nicht schon schlimm genug, muss Sam auch noch eine Schiffsreise überstehen und dabei erkennen, dass John weiser und kaltblütiger zu sein scheint, als er bisher angenommen hatte.
Man sieht also deutlich, dass trotz der Auslassung einiger wichtiger Protagonisten einiges geboten wird und dass viele Geschichten weitererzählt und neue Geschichten angefangen werden.

Spannend und überraschend, so hat man George R. R. Martins Reihe über die Thronstreitigkeiten in Westeros kennengelernt und genau so geht es auch weiter. Die Aufteilung in zwei Bücher scheint problemlos vonstatten zu gehen und man hat nie das Gefühl, dass ein Handlungsstrang fehlt. Die Figuren werden immer besser und entwickeln sich absolut realistisch durch ihre Erfahrungen, da bleibt Martin bei dem, was bisher das Besondere an seinen Büchern war. Er bleibt aber auch dabei Figuren, die man lieb gewonnen hat sterben zu lassen. Zum Glück ist es nicht wieder ein bedeutsame Figur, aber das macht den Tod nicht weniger schlimm für den Leser. Zum Glück gibt es in jedem Buch auch neue Figuren, sonst müsste man befürchten, dass Westeros am Ende der Reihe menschenleer ist.

Fazit:
„Zeit der Krähen“ ist die gelungene Fortsetzung der vor Jahren begonnenen Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der Autor und der Übersetzer bleiben sich treu und liefern abermals ein besonderes Buch ab. Es macht diesmal noch weniger als sonst aus, dass es zwei deutsche Bücher gibt, denn so kann man den ganzen Stoff einmal richtig verarbeiten. Was bleibt ist natürlich das Warten auf den nächsten Band, denn man will mehr, immer mehr von Westeros und seinen runden Protagonisten und Antagonisten.

Rezension © 2013 by Martin Wagner für BookOla.de
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