Kundenrezension

16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ach ja, die deutsche Jury ...., 11. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Eurovision Song Contest - Copenhagen 2014 (Audio CD)
Bei diesem Grand Prix-Jahrgang (okay, ESC-Jahrgang) gab es zwar durchaus Lieder, die ich nicht so mochte oder die nicht meinen Geschmack trafen, aber es waren auch sehr starke Teilnehmer am Start, viele Melodien, die im Ohr blieben. Geschmäcker sind eben verschieden, und dennoch : Die Votings waren sehr eindeutig und das spricht dann schon für die Qualität der Songs.
Mit "Rise like a Phoenix" hat Österreich völlig zurecht gewonnen, herzlichen Glückwunsch !!! Abgesehen von der Toleranzdebatte (dass sie nötig ist, zeigen trotz oder gerade wegen des Sieges die Äußerungen in den sozialen Netzwerken) ist der Song eine wunderbare, ehrlich ESC-Hymne, wunderschön komponiert und mit Herz und Können gesungen und überaus professionell präsentiert.
Was gibt es sonst zu sagen?
Besonders gefreut habe ich mich über den zweiten Platz der Niederlande, die so viele Jahre immer schon im Halbfinale ausgeschieden sind. "Calm after the Storm" ist ein leises, intensives Lied, dass durch die einfache und damit geniale Bühnenpräsentation zusätzlich beeindruckte (und durch die charismatische Sängerin).
Auch Spanien ist sehr stark, Ruth Lorenzo singt sich die Seele aus dem Leib und ist völlig verdient in den Top Ten gelandet.
Großes Können beweist auch Andray Kallay-Saunders aus Ungarn, der mit "Running" bewies, dass auch düstere Themen beim ESC reüssieren können. Ein Lied mit viel Seele. Gleiches gilt für Carl Espen aus Norwegen mit "Silent Storm".
Wunderschöne Lieder, die vorderste Plätze in den Hitlisten verdient haben.

Gute Radiosongs sind auch die Beiträge aus Slowenien, Finnland, Russland (trotz allem) und Maltal

Was ist zu den großen europäischen Ländern zu sagen?
Italien bietet einen energievollen Song, toll gesungen. Großbritannien ebenfalls stark, aber durch zuviele Leute auf der Bühne verlor das Lied viel von seiner Stärke, hätte die Sängerin allein performt, wäre sie meiner Meinung nach evtl. weiter vorn gelandet. Frankreich ist lustig, ist wohl auch gut im Radio zu hören, ist mir aber zu kalkuliert lustig - dennoch sympathisch.

Nun gut, und dann gibt es noch die Beiträge, die man überspringen kann oder die unter "ferner liefen" laufen, dennoch Qualitäten vorweisen können : Nach meinem Geschmack sind das z.B. Portugal, Schweden, Dänemark, Armenien ...

Dass Israel wieder unverdient im Halbfinale ausgeschieden ist, bedauere ich sehr. Dies wäre zu untersuchen. Gleiches gilt für "Bake the Cake".

Gar nicht gehen tun in meinen Augen die Beiträge aus Polen und Belgien.

Aber insgesamt eine Veranstaltung und eine CD auf gutem bis hohem Niveau.

Nun zu Deutschland. Natürlich sind Elaiza sympathisch und haben ihre Sache gut gemacht. Aber das Liedchen erinnert mich bei allem Charme doch mehr an eine Schülerband, was leider auch für die Präsentation gilt. Man kann nicht erwarten, daß jemand, der vorher nur in Kneipen gespielt hat, eine so große Bühne füllen kann. Das ist keine Frage des Könnens oder Wollens, sondern einfach der Erfahrung. Die Deutschen haben im Vorentscheid vielleicht zu sehr mit dem (speziell deutschen) Herzen gewählt, weil es im Lauf des gesamten Entscheidungsprozesses so bewegend war, zu sehen, wie die Mädels sich über ihren gewaltigen Aufstieg freuen. Sowas mögen die Deutschen (zurecht), vergessen aber immer wieder, dass ein Beitrag an dem Abend nur EINMAL gesehen wird und dieses Herzschmerzgetue an den Millionen in Europa vorbeigeht, weil sie es einfach nicht mitbekommen. Es ist einfach mehr (europakompatible) Professionalität gefragt. Wie das geht, hat Stefan Raab mit Lena und Roman Lob vorgemacht (ich bin kein Fan von Raab, aber das laß ich ihm gern und dankbar!).

Die deutsche Jury hat sich einmal mehr blamiert, bzw. der NDR mit seiner Auswahl. Typen, die mit der Eurovision absolut nichts zu tun haben, mögen zwar eine Ahnung haben, eventuell aber auf anderen Gebieten. Deutlicher als beim Abschneiden des Juryvotings für "Rise like a Phoenix" kann das nicht werden. Hier wurde höchste Professionalität verpönt, von Leuten, die ihr "Können" dann wahrscheinlich selber nur auf der Reeperbahn darbringen wollen. Das sollen sie, das mögen sie auch können, aber sie sollen eben nicht in der Jury sitzen :-) Nur weil jemand mal einen Hit landet oder in einer Band spielt, heißt das nicht, dass er Ahnung vom ESC hat.
Überhaupt diese Party : Nach dem wunderbaren Abend muß man sich Jan Delay und Barbara Schöneberger (singend!) antun ...

Nun gut, der letzte Abschnitt hat nichts mit der CD zu tun. Die CD erinnert an einen großartigen Abend (Danke an alle Teilnehmer) ! Und das macht sie gut!!
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 13.05.2014 14:08:09 GMT+02:00
Daniel meint:
Sorry aber die Kritik an der Jury ist ziemlich lächerlich. Letzten Endes zählt immernoch der Musikgeschmack. Für mich war Rise like a Phoenix auch nicht das Sieger-Lied, Top 10 okay, mehr aber für mich nicht. Wie dem auch sei, jemanden für seinen Musikgeschmack kritisieren ist ziemlich albern. Ich beschwere mich schließlich auch nicht über deine negative Äußerung über Jan Delay, den ich absolut genial finde.

Veröffentlicht am 14.05.2014 23:28:11 GMT+02:00
Anna-Lena meint:
Ich bin sehr froh, dass es noch Menschen gibt die sich ohne Vorurteile mit einem Thema beschäftigen können ohne ausfallend zu werden und sich auch noch die Mühe geben all dies in einen vernünftigen deutschen Text zu verfassen. Außerdem ein toller Kommentar zur Toleranzdebatte! Kurz und absolut zutreffend. Verdienter Gewinner dieses Wettbewerbs trotz der starken Konkurrenz in diesem Jahr. Hingabe und Können haben gesiegt, und das sieht wohl ganz Europa so. Ich bin ausnahmslos Ihrer Meinung und hoffe auf weitere Rezensionen die nicht zwischen Tür und Angel geschrieben werden und auf weitere hochklassige Song Contests wie es dieser war.
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