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Kundenrezension

5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen neue leipziger brahms-sichten, 11. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Brahms: Die Sinfonien (Audio CD)
als chef des >amsterdamer concertgebouw< hatte riccardo chailly die brahms sinfonien
zwischen 1987 und 1992 schon einmal eingespielt, noch bei der decca, damals nicht universal.
eine von der englischen musikpresse mehr beachtete und geschätzte aufnahme, zeigte sie
einen sanguinisch-orientierten, aber schlanken, bewegten brahms, seinen melodischen, durch-
aus sentimentalen ansprüchen auch klanglich adäquat, den konstruktiv-formalen weniger.
jedoch, rein klangtechnisch, heute immer noch kompatibel.
die aufnahme ist wieder aufgelegt und, durchaus preiswert, durchaus vergleichbar.
Sämtliche Sinfonien 1-4 (Ga)
und, was hat sich nach über 20jahren in sachen brahms-chailly getan-?
inzwischen der generalmusiker des leipziger gewandhauses bis 2020, hat chailly mit seinen
leipzigern vor allem die beethoven-sinfonien, leider weniger bach hist.informiert und sehr
prägnant eingespielt.
von dieser sinfonischen sicht auf die konstituierende formale (klang)struktur profitiert auch
sein geschärftes brahms-bild.
im vergleich zum amsterdamer concertgebouw sind auch die leipziger kein spezielles brahms-
orchster so wie die wiener oder berliner philharmoniker, zudem klingt chaillys leipziger brahms
allemal spröder und weniger rund im klang geschönt, sondern herber, strukturell geschärft,
a-romantisch und klassisch-formatiert - nur konsequent nach (seinem) beethoven,
des brahms ewiger grosser schatten.

>"Frei vom Ballast der unzähligen Interpretationen, haben wir uns auf die Suche nach
einem unverstellten Blick auf Brahms gemacht - Brahms wie die Orchester ihn gespielt haben könnten,
bevor sie die Werke von Mahler, Bruckner, Wagner und Strauss im Repertoire hatten",
so umreißt Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly seine Herangehensweise, mit der er
die Sinfonien von Johannes Brahms neu eingespielt hat.< - soweit offizielles marketing.

jedoch, resultiert diese neue, herbe sicht der brahmschen alt-meisterhaften klangwelten
auch eine im detail gründende musikalische einseitigkeit, eine defizitäre balance
von klangsinnlichkeit und schwungvoll-formaler schlüssigkeit, die (mich) nicht wirklich voll
überzeugt und weniger befriedigt als die letzte konventionelle gesamtaufnahme des zyklus
aus zürich, die david zinman, auch klassisch-orientiert, flexibel verantwortete so wie
gardiner mit höchst stringentem, konsequent hist. inszeniertem ansatz.
Brahms: Sinfonien Nr. 1-4
Sinfonie 3/ChorwerkeSinfonie 2
auf der 3ten cd dieses albums werden als brahms-kompilationen die haydn-variationen,
die konzertovertüren und einige tänze und orchestrierungen einiger klavierstücke
(intermezzo, fantasie, liebeslieder-walzer) eines gewandhaus-cellisten geboten,
die vergleichsweise zu den sinfonien z.t. vernachlässigbar sind.

also, ein neuer, herber brahms-zyklus aus leipzig, der allemal höchst respektabel,
aber keinesfalls überragend, auch nicht progressiv ist.
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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 12.11.2013 13:12:17 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.11.2013 13:18:14 GMT+01:00
thomasspass meint:
Inhaltlich ganz interessant zu lesen, aber wegen der nicht ernst nehmbaren oder neumodischen Faulheit auf Großbuchstaben grässlich mühsam zu lesen, was für das inhaltliche Erfassen abträglich ist.

Veröffentlicht am 21.11.2013 09:07:30 GMT+01:00
Peter Rieger meint:
Wenn ich Sie richtig verstehe, lieber gemi, vermissen Sie bei dieser Aufnahme u. a. die Klangsinnlichkeit. Das erstaunt mich. Ich finde den Brahms-"Sound" der Leipziger wie übrigens auch schon bei den Klavierkonzerten und den beiden Violinkonzerteinspielungen unter Chailly ziemlich suggestiv, für mich beispielhaft hörbar gerade auch in den Zugaben, den Ungarischen Tänzen. Auch ansonsten gefällt mir die neue Aufnahme in ihrer lebendigen Agogik, mit ihren zügigen Tempi und mit ihrer Detailschärfe außerordentlich gut. Dass Chailly sich nicht aus dem Meer der Konkurrenz freischwimmen kann, war ja eigentlich klar. Gerade im Vergleich aber zu etwa Mackerras oder Norrington (Gardiners Aufnahme kenne ich nicht) gefällt mir der Leipziger Brahms schon außerordentlich gut. Schönen Gruß nach Berlin!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.11.2013 22:22:41 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.11.2013 23:14:12 GMT+01:00
gemihaus meint:
wenn sie mich richtig verstehen, lieber peter rieger, relativiere ich die neue einspielung aus leipzig allenfalls zu andren und beurteile
sie keineswegs als schlecht bzw. vernachlässigbar (4*!), allerdings weniger marketing-euphorisch wie 'frei vom ballast' und mit 'unver-
stelltem blick': auf was-? - brahms ist doch ein altbekannter oldie: von bruno walters furiosen n.y.-einspielungen über jochums frühen
b-phil-auslotungen zu abbados späten tiefsinnigen der 2ten und 3ten sinfonie, wie kleibers elementarer 4ter, sein sinnlich-subtiler gesang der 2ten - und s.f. - ich kenne wirklich viele einspielungen (als grosser brahms-liebhaber) und bin da völlig marketing unbestechlich als freier privatier, der hört und vergleicht, besonders dann, wenn das prof. gewerbe laut schallt.
kurzum: chaillys leipziger brahms ist durchaus hörenswert, phrasierungsdetailliert-markant, pointiert und gestaltenreich - dennoch,
ich empfinde! ein (subkutanes) defizit an emotionaler, sinnlicher eloquenz.
sodenn, auch schöne grüsse nach m-bayernland.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.04.2015 15:02:41 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.04.2015 15:03:41 GMT+02:00
ich schreibe selbst alles immer klein. mir ist bei der lektüre der rezension gar nicht aufgefallen, dass sie klein geschrieben ist. erst Ihr (absichtlich groß geschrieben!) einwand machte mich darauf aufmerksam. was lernen wir daraus? wie man es eben gewöhnt ist! das bringt uns zu chailly, der von jens m fischer bei mahler (negativ) zu viel italianita attestiert bekommt, hier bei brahms sozusagen das gegenteil. er hat aber beides, italianita und ratio. und deswegen ist er ein großer dirigent. mit einem großen orchester! hoffentlich bleibt er noch lange (mit ganzem herzen) in leipzig und muss nicht zu viel frust in milano erleiden!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.04.2015 14:44:10 GMT+02:00
gemihaus meint:
danke, dass sie mir die gewohnte kleinschreibung nachsehen.
ich schätzte chailly bereits in berlin als chef des dso , und er gehört sicherlich zu den wenigen bemerkenswerten dirigenten mit gewachsenem musikalischen vermögen, die auch die b-phil 2018 weiter leiten könnten.
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