Kundenrezension

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4.0 von 5 Sternen Gnadenlos gutes Album – mit kleinem Abstrich, 14. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sympathetic Resonance (Audio CD)
Wie sehr ich mich auf dieses Album gefreut habe. Nach knapp 25 Jahren nochmal ein Album mit Jimmy Matheos UND John Arch in den Händen zu halten, treibt dem alteingesessenen Fates Warning-Fan, der schon die ersten Alben seit Beginn sein Eigen nannte und sie bis zum heutigen Tage abfeiert, die eine oder andere Freudenträne in die Augen. Fates Warnings 1985er Album "The Spectre Within" gehört in meinen Augen (bzw. Ohren) bis heute zu einem der besten Alben aller Zeiten (was auch der Grund ist, warum ich es in vierfacher Ausführung besitze) – knapp gefolgt von dem Überflieger-Nachfolgealbum "Awaken The Guardian", das vollkommen zu Recht die meisten "Top-Metal-Alben-aller-Zeiten"-Listen, die man an allen möglichen Ecken findet, anführt.

Nun also – nach 25 Jahren (bzw. 8 Jahren, wenn man John Archs Solo-EP "A Twist of Fate" von 2003 mit einbezieht) – endlich wieder ein Werk mit John Arch am Mikrofon. Stellt sich nun nur die Frage: kann es die vollkommen extremen Erwartungen erfüllen?

Mit einem Wort: nein. Wenn sich eine Erwartungshaltung über 25 Jahre aufbaut, muss die CD schon mindestens eine Art von Krebs heilen können und nebenbei Weltfrieden herbeiführen, um restlos alle Wartenden zufriedenzustellen. Aber bleiben wir mal realistisch: ist das Album GUT?

Ja, das ist es. Zweifellos. Die Songs lassen die Herzen von Progressive-Metal-Fans höher schlagen. John Arch wirkt von der Stimme her nicht einmal sonderlich gealtert (wobei er selbstverständlich eher so klingt wie auf seiner 2003er Solo-EP als auf den alten Fates Warning-Alben, also minimal anders als noch 1984-1986). Auch all die Referenzen an die alten Fates Warning-Alben sind für Wissende einfach ZU schön. Wenn in "Stained Glass Sky" gesungen wird "Come journey to Arcana, travel starry spheres in trine", wird man direkt wieder in die magische Welt von "Awaken The Guardian" hineingezogen.

Was viele Fans sich sehnlichst wünschten, gilt also als erfüllt. Was der Eine oder Andere allerdings vielleicht nicht erwartet hätte – auch angesichts der letzten Fates Warning-Werke seit Mitte der 90er bis 2004 – ist die Härte, mit der auf "Sympathetic Resonance" vorgegangen wird. Hier wird besonders das Wort "Metal" in der Genre-Bezeichnung "Progressive Metal" betont. Doch auch die Progressivität wird gnadenlos auf die Spitze getrieben und braucht sich hinter aktuell "führenden" Bands des Genres, wie Symphony X, Dream Theater oder Seventh Wonder keineswegs zu verstecken – Arch/Matheos übertreffen diese Bands an frickeliger Verschachtelung streckenweise noch. Und ja: das ist eine gute Sache. WENN man sich die Zeit nimmt, die dieses Album definitiv benötigt. Zwei oder drei Durchläufe reichen da einfach noch nicht, was auch der Grund ist, warum ich mit dem Posten dieser Rezension so lange – beinah 2 Jahre lang – gewartet habe (denn gekauft habe ich mir das Album bereits am Erscheinungstag).

Dennoch muss ich schweren Herzens in der Bewertung des Albums einen Stern abziehen. Ich wollte (und will) dieses Album zu gerne so sehr lieben wie "The Spectre Within" oder "Awaken The Guardian" von Fates Warning oder auch die Solo-EP "A Twist of Fate" von John Arch, aber es scheint mir auch auf Dauer nicht zu gelingen. Und das gerade aus dem Grund, wegen dem ich mich besonders auf das Album gefreut habe: John Archs Gesang! Genau da liegt erschreckenderweise mein Problem.

Ich habe dem Album sicherlich inzwischen schon über 30 oder 40 Durchläufe gegönnt – mit Pausen von mehreren Wochen zwischendurch – aber es stellt sich nach wie vor schon als ziemlich schwierig heraus, das Album von vorne bis hinten durchzuhören, weil eben der Gesang (meines ansonsten absoluten Lieblingssängers!) auf die Dauer stark an den Nerven zerrt. Es wirkt beinah so, als rattere er oftmals viel zu schnell viel zuviel Text herunter, ohne einer sonderlich zu bemerkenden Gesangsmelodie zu folgen – es klingt viel mehr wie ein schnelles "gesungenes Sprechen" in hoher Tonlage. Glücklicherweise nicht immer, aber leider doch streckenweise. Einen kompositorischen Aufbau des Gesangs sucht man manchmal vergebens. Und ich wünschte, es wäre nicht so.

Daher leider nur 4 von 5 Sternen.

Dennoch: es ist und bleibt ein gnadenlos gutes Album und ich hoffe stark darauf, dass John Arch auch in Zukunft mit Jim Matheos und den anderen Jungs Musik machen wird. Ich würde mir ein weiteres Arch/Matheos-Album, das vielleicht etwas gemäßigter ist und ein bißchen weniger Text und dafür mehr Gesangs-Kohärenz besitzt, sehnlichst wünschen. Für das, was "Sympathetic Resonance" aber ist, macht es seine Sache gut. Verflucht gut!

Ach ja: am 30. September 2013 erscheint endlich – nach 9 Jahren Wartezeit – das neue Fates Warning-Album "Darkness in a Different Light" (natürlich mit Ray Alder am Mikrofon). Man darf gespannt sein!
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