Kundenrezension

5.0 von 5 Sternen Großartiges, ausgewogenes Album, 22. März 2014
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Rezension bezieht sich auf: Every Good Boy Deserves Favour (Remastered) (Audio CD)
Auf „Every good boy deserves favour“ ging die Band wieder etwas wuchtiger, voluminöser an die Songs ran. Alle Bandmitglieder riefen noch einmal ihr gesamtes Potential ab und so entstanden 8 Songs und ein längerer Intro-Teil, den man nur bedingt als „Song“ betiteln kann.
„Procession“ ist dieser fast 5-minütige von allen Bandmitgliedern stammende Intro-Teil.
Toncollagen, Geräusche wie Blitz/Donner und Vogelgezwitscher, Sprech- und Gesangsteile (z.B. aus der späteren Nummer „One more time to live“) und diverse Instrumente (z.B. Sitar/Flöte/Cembalo/Orgel/Mellatron/Gitarre) wurden verwendet und bilden ein beeindruckendes Gebilde. Dieses mündet dann in einen der großartigsten Songs der Band überhaupt. Justin Haywards flottes „The story in your eyes“ hat alles was ein guter Song braucht um für alle Zeiten im Gedächtnis zu bleiben. Wer aber glaubt, damit hätte die Band das Pulver schon verschossen, irrt sich gewaltig. Ray Thomas überzeugt einen gleich vom Gegenteil. „Our guessing game“ ist ein ruhig beginnender Song, der sich allmählich in einen komplex arrangierten mehrstimmigen Refrainteil hineinsteigert. Anspruchsvoll und brillant. John Lodge folgt mit der Ballade „Emily's Song“. Nach seinen etwas schwächeren Stücken auf dem Vorgängeralbum zeigt er hier wieder einmal ein unheimliches Gefühl für tolle Melodiebögen. Obwohl simpel gehalten, zieht einen dieser Song magisch an und lässt nicht mehr los. „After you came“ stammt von Schlagzeuger Graeme Edge und bietet den anderen 4 Bandmitgliedern Gelegenheit zum Singen. Geht gut ins Ohr und macht Laune und zeigt wieder einmal über was für Möglichkeiten eine Band doch verfügt wenn alle am Entstehungsprozess eines Albums aktiv teilnehmen. Weiter geht’s mit „One more time to live“ von Lodge. Auch wieder ruhig beginnend, steigert sich das Lied in eine komplexe Refrain-Eruption hinein, um danach immer wieder zu der Ruhe der Strophe zurückzukehren. Mit Flötentönen klingt das Lied aus um mit demselben Instrument in den nächsten Song hineinzuführen. „Nice to be here“ von Ray Thomas bietet eine wunderbare Balance aus langsam vorgetragener Strophe und schnellerem, fast schon gesprochenem Refrain. Ein folkloristischer Rhythmus begleitet das Ganze. Justin Hayward übernimmt mit „You can never go home“, welches trotz diverser Tempowechsel und ausdrucksvollen Choreinschüben als Halb-Ballade bezeichnet werden kann. Unglaublich schöne Nummer. Zum Schluss bekommt man noch Mike Pinders „My Song“ zu hören, welcher in der gesamten Machart an „Have you heard 1/The Voyage/Have you heard 2“ vom „Threshold“-Album erinnert. Zwei getragene Gesangs-Teile zu Beginn und am Ende und dazwischen ein majestätischer Mellotronlastiger Instrument-Teil. Da bleibt einem kaum Luft zum Atmen – einmalig und ein mehr als würdiges Ende.

Das Bonusmaterial bietet eine Alternativ-Version von „The story in your eyes“ und die Hayward/Thomas-Nummer „The dreamer“, welche es nicht aufs Album geschafft hat. Obgleich nicht schlecht, war das die richtige Entscheidung, denn das Niveau der anderen Songs hat das Stück nicht.

Der Band gelingt mit diesem Album noch einmal ein richtig großer Wurf. Ein toller Intro-Teil und 8 großartige Songs bilden eine ausgewogene Einheit. (Noch) ein Album für die Ewigkeit. 5 Sterne ohne wenn und aber.
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.03.2014 09:24:32 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.03.2014 07:32:43 GMT+01:00
Fried Neumann meint:
und schon wieder ein klasse Rezension. Habe alle MB-Rezensionen von Dir gerade gelesen. In der Klangqualität gibt es zu EVERY GOOD BOY.... auf der 17.CD/DVD-Box TIMESLESS FLIGHT eine gravierende Steigerung. Bei MY SONG hört man noch nie gehörte Chöre.

Tja, was soll man noch sagen, dass Comeback 1978 war zu früh. Wie ich schon sagte, ohne Pinder hätte man niemals weitermachen dürfen und ohne Druck der Plattenfirma wäre dann OCTAVE besser gelungen. Und das Moody Blues bei uns nie den Stellenwert hatten wie in Amerika und England, haben die sich selbst zuzuschreiben. Lese dazu meine Rezension zu Octave.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.03.2014 13:38:36 GMT+01:00
Bunzi meint:
Danke für die Info - werde Deine Rezi von Octave mir noch mal vornehmen. Bin am überlegen mir die ersten drei Alben nach dem Comeback zumindest mal näher anzutesten. Habe aber so meine Bedenken. Die Alben ab "Other side" kann ich mir wohl schenken. Zudem scheint mir das Live album "Caught 5" sinnvoll zu sein mit den 5 frühen Stücken als Bonus und einem klanglich ganz ordentlichen Live-Auftritt mit guter Songauswahl.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.03.2014 16:37:01 GMT+01:00
Fried Neumann meint:
Also empfehlen würde ich Dir: ISLE OF WIGHT CD/DVD, CAUGHT LIVE, LONG DISTANCE VOYAGER und THE PRESENT.
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