Kundenrezension

101 von 126 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es gibt doch Besseres zu tun, als Die Ärzte zu hören!, 14. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: auch (Limited Edition 180g inkl. 2 LP + CD) [Vinyl LP] (Vinyl)
Die Ärzte - das waren die Helden meiner Jugend. Das war die Band, bei der Anarchie in Texten, Musik und Habitus herrschte und die ihr Dasein als deutsche Superstars mit übersteigert-selbstironischen Sprüchen wieder auf eine sympathische Ebene herunterquatschten. Songs, die man auch nach 15 Jahren noch auswendig kann. Songs, die einem über Teenagertrennungen hinweghelfen konnten.
Man wird älter, und Die Ärzte auch. Man entwickelt einen differenzierteren Musikgeschmack, aber irgendwie kommt man auf Parties doch wieder auf "Meine Ex(plodierte Freundin)" oder "Zu Spät" zurück. Live würde man diese Band auch auf jeder Tour nicht verpassen wollen.
Nur mit den Tonträgern ist das so eine Sache... nach der unglaublichen "13" fing es schon an: da waren zwar noch Witz, Charme und Experimentierfreudigkeit, aber irgendwie war eben auch alles schon mal dagewesen. Alles gab's von dieser Band bereits früher: Bessere Songs gegen Nazis, bessere Songs über Frauen, bessere Songs über Trennungen. Es blieben Alben, auf denen man eben nicht wie früher jeden einzelnen Song gut fand. Es kam ein Doppelalbum, auf dem die Schwächen Rodrigo Gonzalez' deutlich wurden: ein hervorragender Musiker, ein miserabler Texter. Es wurde klar, dass Farin Urlaub mit seinem Racing Team mehr rockte, als mit seiner Hauptband. Es kamen Soloalben von Bela B. heraus, die eigentlich nur sein Image zum Thema hatten und musikalisch... nunja, eher mäßig waren sie jedenfalls.
Und "auch" passt insofern in diese Linie: das Album hat einen großartigen Opener, geht schon mäßig weiter, verliert sich im Schlager, wenn Rodrigo singen darf, bietet Bela Gelegenheit zur Imagepflege und beißt nur noch selten so richtig. Musikalisch ist das alles nicht schlecht, es hat auch einige Highlights.

Bin nur ich älter geworden oder Die Ärzte belangloser? Ich habe keine Antwort auf diese Frage. Mit "Cpt. Metal" hat Farin Urlaub mich dann wieder versöhnt, aber wenn von 16 Songs nur ca. die Hälfte so klingt, als würde ich sie noch einmal hören wollen, dann bleiben mir die Typen zwar sympathisch. Nur gilt jetzt wirklich, was früher selbstironisch gesagt wurde: "Früher waren die viel punkiger!" - "Früher waren Die Ärzte viel besser!" - "Die sind zu Berufsjugendlichen geworden!"
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Von 6 Kunden verfolgt

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1-10 von 14 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 15.04.2012 14:38:25 GMT+02:00
Gilitius meint:
Genau, also richtig im Kopf geblieben sind mir bisher nur... "Ist das noch Punkrock", "TCR" und "Cpt. Metal". (auffällig das alle Lieder von Farin gesungen sind)
Der Rest ist meiner Meinung auf konstanten mittelmäßigen Niveau, vorallem das Live-Potential fehlt mir bisschen, sprich Tempo und Mitsingtexte.
Bis auf Cpt. Metal, das ist super... bestes Lied für mich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.04.2012 04:36:58 GMT+02:00
Ich finde Cpt. Metal auch super, ich glaube nur nicht, dass DÄ das LIVE bringen werden - oder wie spielt man Double Bass Drum im Stehen!? Auch würde gerade bei diesem Lied die 2. Gitarrenspur seeehr fehlen. Aber gut, evtl. überraschen sie uns wieder alle!?

Veröffentlicht am 25.04.2012 20:09:55 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.04.2012 20:16:22 GMT+02:00
Papa Gans meint:
"Und "auch" passt insofern in diese Linie: das Album hat einen großartigen Opener, geht schon mäßig weiter, verliert sich im Schlager, wenn Rodrigo singen darf, bietet Bela Gelegenheit zur Imagepflege und beißt nur noch selten so richtig. Musikalisch ist das alles nicht schlecht, es hat auch einige Highlights." (Z.12-14)
"Mit "Cpt. Metal" hat Farin Urlaub mich dann wieder versöhnt, aber wenn von 16 Songs nur ca. die Hälfte so klingt, als würde ich sie noch einmal hören wollen, dann bleiben mir die Typen zwar sympathisch." (Z.15-17)

Nur wenige Zeilen über das neue Album verloren und trotzdem erachten viele Leute diese Rezension als hilfreich. Ansonsten ist der Rest eine reine subjektive Auffassung über den Werdegang der Band. Und jetzt? Was hat das jetzt mit dem neuen Album zu tun? Sowas kann ja jeder Schreiben.
Ihre Hauptaussage über das Album in wenigen Worten: Großartiger Opener, dann Schlager und Cpt. Metal rockt. Banales YouTube-Kommentar Niveau. Und auch nicht wirklich überzeugend, dass Sie sich ausreichend mit dem Album beschäftigt haben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.05.2012 15:00:52 GMT+02:00
D. Niess meint:
Lieber Johannes,
ich verrate Ihnen ein Geheimnis: es gibt keine objektiven Kriterien, nach denen eine Rezension geschrieben werden könnte. Deshalb ist es meist ratsam, es erst gar nicht zu versuchen. Ich habe bislang alle meine Rezensionen als subjektive Berichte darüber, was mich selbst mit den jeweiligen Alben verbindet, verstanden und werde das auch trotz ihres Kommentars weiterhin so halten - zumal eine "ausreichende" Beschäftigung mit einem Album wohl ebenfalls im subjektiven Ermessen des Rezensenten liegen dürfte. Aber ich schätze, dass Ihre Kriterien dabei in Ihren Augen die einzig wahren sein dürften. Diese kann ich wohl niemals erfüllen.

Grüße,
D.N.

Veröffentlicht am 15.05.2012 08:24:10 GMT+02:00
Marco Schaub meint:
Ich würde "auch" auch 3 Sterne geben. Es hat neben ein paar wirklich guten Songs (Ist das noch Punkrock?, TCR, Cpt. Metal) und ein paar Songs, an die man sich erst gewöhnen muss (Tamagotchi, Waldspaziergang mit Folgen), die einem dann aber trotzdem gefallen können, eben auch ein paar, die ein bisschen belanglos und repetitiv sind (Bettmagnet, Freundschaft ist Kunst, Miststück).

Ich wollte mich aber eigentlich zu den Kriterien äussern, da Sie geschrieben haben, es gebe keine objektiven Kriterien, nach denen eine Rezension geschrieben werden könnte. Dem stimme ich nicht zu. Es gibt Rezensionen, die rein subjektiv sind. Die laufen meistens darauf hinaus, dass jemand in einer Zeile schreibt, dass er das Album nicht mag, häufig ohne irgendwelche Gründe anzubringen. Diese Rezensionen sind natürlich meistens weder nachvollziehbar noch relevant noch hilfreich.
Eine rein objektive Rezension existiert vermutlich nicht. Oder wenn sie es tut, dann ist sie wohl ebenfalls nicht sehr hilfreich. So könnte man zB Rezensionen verfassen, die sich nur auf die Gesamtlänge eines Albums oder der Anzahl Songs beschränkt. Je mehr Spielzeit man für sein Geld bekommt, umso besser. Wie gesagt, dies ist zwar nicht hilfreich, erfüllt aber ein gewisses Mass an Objektivität.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Graustufen zwischen rein subjektiv und rein objektiv. In diese Kategorie fallen die meisten Rezensionen, also auch Ihre. Denn Sie haben neben subjektiven Jugenderinnerungen - die übrigens viele Leute teilen und bei denen man diskutieren könnte, ob sie deshalb nicht einen gewissen Grad an Objektivität enthalten - auch mehr oder weniger objektive Gründe dafür angegeben, weshalb Ihnen das Album nicht oder nur bedingt gefällt: mangelnde Qualität der Texte bei Gonzalez, Belas Imagepflege und zu geringe Konstanz bei der Qualität der Songs (nicht jedes 5-Sterne Album besteht nur aus 5-Sterne Liedern, aber hier hat es neben 5-Sterne Lieder eben auch ein paar 1-Stern bis 2-Sterne Lieder).

Ich weiss, dass ich mich hier mit der Objektivität/Subjektivität Diskussion ein bisschen aufs Glatteis wage, denn in ihrem Kern sind beide Begriffe philosophischer Natur und man könnte wohl ewig und zwei Tage darüber debatieren. Aber um was es mir geht: Es stimmt nicht, dass es KEINE objektiven Kriterien gibt, um eine Rezension zu schreiben. Es ist lediglich so, dass man wohl keine (sinnvolle) REIN aus objektiven Kriterien bestehende Rezension verfassen kann. Daher ist es naheliegend, dass man immer auch subjektive Kriterien einbringt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.05.2012 14:23:30 GMT+02:00
S/M meint:
Du hast so recht!!!!!!! Ich habe genau das Gleiche gedacht!!!!!!!!!!!!

Veröffentlicht am 24.05.2012 18:20:28 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.05.2012 18:21:11 GMT+02:00
BiTcHsLaPpEr meint:
Ich weiss genau was du meinst. Ich überlege mir schon seit einigen Wochen, ob ich das Album nun haben will (ich mein' ich hab sie ja eigentlich alle) oder eben nicht.

Die beiden Singles fand ich sehr schwach und da ich erst vor kurzem die drei letzten (...im vergleich zu den vorgängern kaum gehörten) alben mal wieder in den player legte und sie mit den (sau)guten alten kreuzte, stieß es mir ebenfalls sehr sauer auf, was aus dieser genialen band geworden ist.

Ich unterstreiche vor allem den Satz mit dem sympathisch - lustig sind die kerle nach wie vor, nur der rest passt leider nicht mehr :(

Veröffentlicht am 24.05.2012 18:46:57 GMT+02:00
Reini007 meint:
Und wieder völlig unqualifiziertes Rod-Bashing, von Leuten, die vermutlich nicht mal ein Instrument halten können! Wie geht's dir so, Sahnie?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.05.2012 21:11:50 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.05.2012 21:20:07 GMT+02:00
D. Niess meint:
Vermutung falsch, es zu halten geht gerade noch.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.05.2012 23:44:41 GMT+02:00
The_Decline meint:
Die Kritik bezog sich auf die Lieder, in denen Rod singt / die von ihm geschrieben wurden. Wieso muss man ein Instrument spielen können, um seine Texter-Fähigkeiten kritisieren zu dürfen?
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