Kundenrezension

55 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sie haben die Kurve bekommen, 9. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Playing The Angel (Audio CD)
Nach dem Album Exciter von vor vier Jahren war ich äußerst skeptisch, ob es die Jungs aus Basildon nochmal schaffen könnten, mich mit einem ihrer Longplayer richtig zu begeistern. Der Vorgänger von Playing The Angel war nicht wirklich schlecht, dennoch aus meiner Sicht ihr schwächstes Werk seit A Broken Frame. Es fehlte auf Exciter einfach der gewisse Pepp - als wäre die Luft raus gewesen.
Nun ja, aus den Querelen innerhalb der Band jüngster Tage, sowie Daves Sologang, wurde anscheinend neue Energie geschöpft und man entkam dem Schlingerkurs, auf dem sich das Ganze ab 2001 befand.
Und tatsächlich, PTA ist wieder ein wunderbares Werk und steckt nach meinem Empfinden sogar Ultra und manchen Klassiker aus den 80ern in den Sack.
Das Album beginnt dank A Pain That I'm Used To direkt mit einem "Schlag ins Gesicht", nämlich mit einem nervendem Getöse ähnlich dem Zahnbohrer beim SOFAD-Opener I Feel You. Genau das Richtige, um seine Freundin oder seine Nachbarn zu verschrecken und um sich direkt zuhause zu fühlen. Der Refrain erinnert mich hingegen an The Sun & The Rainfall.
Überhaupt geizten Depeche Mode auf ihrem neuen Longplayer nicht mit musikalischen Selbstzitaten. Und trotzdem wirken die Songs auf unfaßbare Weise neuartig. Das Elektro-Rockabillystück John The Revelator klingt wie eine Weiterentwicklung von Sachen wie Personal Jesus oder Pleasure, Little Treasure. Precious ist das Enjoy The Silence von PTA - ein Fremdkörper auf einem ansonsten eher düsteren Album - und trotzdem oder gerade deswegen würde ich es nicht missen wollen. Das Arrangement zum Schluß von I Want It All erinnert an das von Judas, wenn auch vielleicht nicht so ausgepfeilt (ein Alan Wilder fehlt trotz allem nach wie vor). Und Lillian könnte ein neu aufbereitetes Stück aus der Ära 1984 sein, hört sich aber auch ein wenig nach Sea of Sin an. Neben dem locker, poppigen Suffer Well und JTR, sehe ich Lillian auch als heißen Singleanwärter.
Es gab aber auch einige ganz große Überraschungen für meine Ohren. Da wäre erstmal The Sinner in Me, für mich der erste große Höhepunkt des Albums - ein sehr ausgearbeitetes, ambitioniertes Stück, daß nur noch von Nothing's Impossible getoppt wird.
Nothing's Impossible ist mein absoluter Liebling auf PTA und eines der stärksten Songs von Depeche Mode seit Langem.
Um so überraschender nahm ich es zunächst auf, daß NI eines der drei neuen Kompositionen ist, die unter anderem von Dave geschrieben wurden. Das Stück ist ziemlich düster gehalten, klingt aber nach nichts, was ich jemals von Depeche Mode gehört hätte. Der verzerrte Gesang erinnert mich entfernt an diverse britische Psychedelic Bands später 60er. Mein Wunsch wäre eine Singleveröffentlichung des Songs, aber dafür ist er vielleicht doch zu ungewöhnlich.
Mein Fazit: Playing the Angel ist ein ausgezeichnetes Album, daß sich bei mir wohl auf lange Sicht eines der oberen Plätze gesichert haben dürfte. Daves Songs fügen sich wunderbar zu den Songs von Martin. Zwar gibt es einige Anklänge an Exciter, aber die fallen nicht negativ auf. Depeche Mode sind wieder da - definitiv!
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