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Kundenrezension

19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zurück zu den Wurzeln, 29. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Bach Kantaten Bwv 82+169 (Audio CD)
Es war etwas ruhig um Andreas Scholl, den einstigen Superstar der alten Musik geworden, nachdem in den letzten Jahren jüngere Countertenöre wie Jaroussky und Cencic für Schlagzeilen sorgten. Die letzten Cd-Veröffentlichungen nach dem Rückzug von der Opernbühne und dem fragwürdigen Ausflug in den Popbereich widmeten sich dann auch eher kammermusikalisch-unspektakulär Purcell, englischen Lautenliedern und Oswald von Wolkenstein.
Umso erfreulicher ist es, dass Scholl nun mit 44 Jahren zu seinen musikalischen Wurzeln und mithin in das Fach, in dem er am meisten zu glänzen vermochte, zurückgekehrt ist: Nämlich Bach. Zunächst scheint sich, was die glasklare, vibratolose Diktion und die strahlende Höhe anbelangt, nichts Wesentliches an seiner Stimme geändert zu haben. Doch bei genauerem Hinhören merkt man dann doch deutlich den Unterschied zu dem 1998 erschienenen ersten Album mit Bach-Solokantaten unter Herreweghe: Mancher Spitzenton gerät übermäßig scharf, die tiefe Lage neigt dazu hohl zu klingen, während die Mitte oft etwas dünn und blaß bleibt. Außerdem ist die früher so einmalige Textverständlichkeit nicht mehr ganz auf demselben Niveau.
Das Programm der CD (darunter die in der Altversion nur selten zu hörende Kantate "Ich habe genug" und die von Joh. Melchior Hofmann stammende Arie "Schlage doch" mit apartem solistischem Totenglöcklein) ist durchweg von barocker Melancholie, Weltflucht und Todessehnsucht, die damals freilich auch immer Vorfreude aufs Paradies bedeutete, durchzogen. Und gerade in den leisen, zurückhaltenden Tönen gelingen Scholl wirklich tiefe und anrührende Momente. Makellos und einfühlsam begleitet das Kammerorchester Basel auf alten Instrumenten.
Auch wenn die neue Bach-CD nicht ganz auf der Höhe der herausragenden Einspielung von 1998 ist, wird man derzeit kaum einen deutschsprachigen Countertenor finden, der die Werke des Thomaskantors ähnlich beeindruckend und reif darzustellen vermag. Keine Scheibe für die einsame Insel, aber doch eine schöne und anspruchsvolle CD zum konzentrierten Zuhören.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 27.03.2015 22:07:27 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.03.2015 22:09:27 GMT+01:00
SurfHead meint:
Anfangs mochte ich die CD und war positiv überrascht von der munteren Interpretation durch Andreas Scholl.
Auf Ihren Hinweiss hin habe ich mir dann die Bach Solokanten unter Herreweghe zum Vergleich angehört und war erschrocken wie sich seine Stimme im Lauf der Zeit zum negativen verändert hat. Für mich klingt seine Stimme heute eher etwas dünn was sich auch durch ein leichtes Vibrato nicht kaschieren lässt.
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Ort: Bavaria

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