Kundenrezension

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rodney in den Händen der Wraith, 16. Juli 2011
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Rezension bezieht sich auf: Stargate Atlantis: The Lost: Sga-17, Book Two in the Legacy Series (Taschenbuch)
Die Wraith haben Rodey McKay entführt! Doch Queen Death geht die Sache anders an, als ihre zahllosen gescheiterten Vorgängerinnen. Mit Rodneys Entführung könnte Death nicht nur ein Mittel gefunden haben die Invasion der Milchstraße in greifbare Nähe zu rücken, sondern auch Atlantis Sicherheitseinrichtungen zu überlisten. Nur gut dass die George Hammond und damit Colonel Carter auf dem Weg in die Pegasus Galaxis sind. In der Hoffnung Rodney aus den Klauen Deaths retten zu können versuchen Sheppard und sein Team alles, um an Informationen über Rodneys möglichen Aufenthaltsort zu gelangen. Da trifft es sich gut, dass die Genii gerade jemandem mit einem ATA-Gen brauchen, um ein altes Antiker-Kriegsschiff zu bergen. Im Gegenzug dafür sollen bietet Ladon Radim Informationen aus dem Genii-Spionagenetzwerk, das auch Zugang zu einigen Wratih-Verehrern gefunden hat. Während nun Teyla, John und Dr. Beckett aufbrechen um Staatschef Radim dabei zu helfen vielleicht das Fundament für eine Raumflotte der Genii zu legen, sollen Dr. Keller und Ronon sich mit Todd trefen, der ebenfalls Informationen über Rodney bieten könnte...

Es ist ein ähnliches Phänomen wie in der Serie, das nun im zweiten Band von Stargate Atlantis Legacy zum Tragen kommt, mit dem Wechsel von Melissa Scott zu Amy Griswold hat sich für THE LOST ein neuer Schwerpunkt in der Erzählung geben. So wurde der Wraith-Plot um Queen Death vorerst auf Eis gelegt und es folgt ein Buch über die Suche nach dem Mann, der der Schlüssel im Ringen um das Schicksal zweier Galaxien werden könnte. Und schon von Anfang hängt die unheilvolle Frage über allem, wie wollen Wraith Rodney zur Kooperation zwingen? THE LOST verrät es und eröffnet eine Nebenhandlung, die noch in kommenden Legacy-Romanen eine tragende Rolle spielen dürfte.

Typisch Stargate greift Atlantis inoffizielle Season 6 auch eine Thematik auf, die schon in der Originalserie zunehmend zu Bedeutung gelangte. Was passiert mit den Technologien der mühevoll besiegten Feinde? Baal übernahm Technologien des besiegten Anubis, die Lucianer Allianz bemächtigte sich ähnlich den Jaffa des schweren Kriegsgeräts der Goa'uld und nun scheint sich Queen Death der Forschungen Michael Kennmores und seiner Hybriden bemächtigt zu haben. Womit die Bedrohung durch die vereinigten Wraith noch weiter zunimmt, hat Queen Death damit nicht nur die "guns" sondern auch gewissermaßen die "brains" um es mit der Milchstraße aufzunehmen. Und irgendwo schwebt am Horizont die Option einer in seiner Realisierungsmöglichkeit zweifelhaft erscheinenden Nachfolgereihe für Legacy, sollte es den Wraith gelingen in die Milchstraße einzufallen und damit das SGC auf Heimatterritorium herauszufordern.

Die Zeit der Pflichtauftritte ist vorbei und in der Absprache der Autorinnen hat sich Amy Griswold auf einen Fokus auf Persönlichkeiten wie Ronon, Rodney, Radek, Major Lornes und Jennifer Keller festgelegt, was die Richtung angibt, in die es mit THE LOST gehen soll. Wirklich neu erweist sich allerdings Sam Carters Anwesenheit auf Atlantis, die mit der George Hammond nun Rückendeckung bei der Suche nach Rodney liefern kann. Nachdem Queen Death vorerst in den Hintergrund gerückt ist erfährt man auch weniger über die Gesellschaft und Kultur der Wraith, doch einen Wraith-Handlungsbogen gibt es trotzdem. Die größte Überraschung in Bezug auf die Geschichte und womöglich Herkunft der Wraith wartet jedoch gegen Ende bei einer Entdeckung der Atlantis Expedition.

Die Anspielungen auf den Reihentitel sind bisher etwas das sich wie ein roter Faden durch Atlantis Legacy-Reihe zieht. Nach dem sich eine junge Wraith Königin des Erbes ihrer namensgleichen mythologischen Vorfahrin bemächtigt hat, scheinen Deaths Wissenschaftler nun Michaels Erbe für sich zu nutzen und so eine Lösung für die Bedrohung durch die Hoffaner Seuche gefunden zu haben. Es ist eine Endspiel-Stimmung die allmählich aufgekommen ist und ohne Rodney scheint Atlantis auf der Verliererseite gelandet zu sein, woran auch die Selbstzuversicht der Genii nichts ändert zur führenden menschlichen Nation der Galaxis aufsteigen zu können. Etwas das in THE LOST einmal durch Ladon Radim zum Ausdruck gebracht wird. Und bei den technologischen Sprüngen die den Genii seit dem Beginn der Atlantis Expedition gelungen sind halten es einige Protagonisten sogar für möglich dass es ihnen auf lange Sicht etwa gelingen könnte ähnlich den Tau'ri aus Alientechnologie irgendwann Kriegschiffe zu bauen. Begünstigt würden diese Vorhaben nun gerade dadurch werden dass Queen Death die Wraith für ihren Aufbruch in eine neue Galaxis vorbereitet und weniger Wert auf Kontakte zu menschlichen Wraith Anbetern oder Verrätern legt.

Was THE LOST wie schon HOMECOMING eindrucksvoll schafft ist es eine aus frühen Atlantis und späteren SG-1 Staffeln bekannte Stimmung einzufangen, in der die IOA entweder unwillens oder nicht fähig war militärische Ressourcen zur Verfügung zu stellen, doch gerade jetzt würde eine verstärkte irdische Präsenz in der Pegasus Galaxie Wunder wirken könnte. Zugleich dient die Beschränkung auf eine kleine und zu Einfallsreichtum gezwungene Mannschaft, dass man weniger Bezug auf irdische Entwicklungen muss, die ja eine künftige Stargate-Serie anders vorantreiben könnte. Nach der MGM-Pleite, die auch zu einer Verzögerung weiterer Stargate-Romane und der Einstellung aller Filmprojekte geführt hat, allerdings nichts das man in den nächsten Jahren erwarten dürfte.

- Kritik -
Überraschend kommt für Atlantis-Kenner dass die Genii nun erneut auf Sheppard zurückgreifen müssen um ein Schiff der Antiker zu bergen, hatten sie doch zum Zeitpunkt von Ladon Radims Coup intensive Experimente begonnen, um ihre eigene Gentherapie zu entwickeln. Und auch ein anderes ärgerliches Detail stößt ins Auge. Hatten die Serienmacher es stets vermieden irdische Rangezeichnungen und Titulierungen weitestgehend zu vermeiden, trumpfen die Legacy-Autorinnen laufend damit auf, so dass nun auch die Rede von "Dr. Radim" ist. Zum Problem wird für den Band zunächst dass er spannungstechnisch nicht so recht in Fahrt kommen will, durchgehend spannend entwickelt sich nur der Plot um Wraith-Wissenschaftler Quicksilver, wenn dessen größte Wende nach knapp 100 Seiten auch schon zuviel verrät.

Fazit:
Ein leider nicht ganz so spannungs- und actionreicher zweiter Legacy-Roman, der aber mit einer verheißungsvollen Enthüllung für den weiteren Verlauf der Reihe aufzuwarten weiß.
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1-10 von 11 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 14.08.2011 14:42:39 GMT+02:00
Gute Rezension. Lese gerade noch ein anderes Buch, dann gehts mit dem hier weiter. Werde dann auch meinen Senf dazu abgeben. Du schreibst "nicht so actionreich". Mist ! Ich fand den ersten Teil schon etwas actionarm. Hoffe das ändert sich mit den kommenden Teilen... sofern die überhaupt mal kommen. Der dritte Teil lässt ja ziemlich auf sich warten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.08.2011 12:32:34 GMT+02:00
Mario Pf. meint:
Wobei ich hoffe, dass bei mittlerweile 4 Autorinnen, die da an der Reihe arbeiten, in späteren Bänden noch reichlich Bewegung rein kommt. Ja das mit den anderen Teilen ist wirklich ärgerlich. Was ich so im Blog der Autorinnen gelesen liegen die fertigen Srkipts von Buch 3 und 4 derzeit bei MGM, aber seit die letzten Winter pleite gegangen sind und danach neu organisiert wurden scheint sich mit der Sache, wohl wie mit dem gesamten Franchise (was auch die Aussage eines Ex-Produzente von SGU stützt, dass der Ball nun bei denen liegt, ob und wann es neue Filme oder eine neue Serie geben wird), noch keiner auseinandergesetzt zu haben. Man kann nur hoffen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.08.2011 01:01:43 GMT+02:00
SA 2 meint:
Guten Tag,

ich möchte Ihnen an dieser Stelle einmal danken für ihr sehr umfangreiches Rezensentenwerk. Ich bin nun schon auf einige ihrer Rezensionen gestoßen und finde sie allesamt hilfreich und allgemein sehr gut geschrieben...Das Außmaß grenzt ja schon an die Produktion eines hauptberuflichen Schriftstllers, wobei einige Schriftsteller nicht an das Niveau Ihrer guten Rezensionen hernanreichen. Ich habe mich im Übrigen auch schon gewundert, dass die neuen Bücher noch garnicht erschienen sind....jetzt weiß ich warum!
Glauben Sie, es gibt noch eine Chance für den ja nun eigentlich gestrichenen Stargate Atlantis FIlm?

Freundliche Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.08.2011 13:38:03 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.08.2011 13:38:35 GMT+02:00
Mario Pf. meint:
Danke danke, das freut mich natürlich zu lesen.

Nachdem die Produzenten auf gateworld.net schon ein paar Infos über das nun zu den Akten gelegte Skript veröffentlicht haben wage ich mal zu behaupten der Atlantis Film ist tot. Zumindest in der jetzigen Fassung, die da durchgesickert ist. Möglich aber dass er in der einen oder anderen Form eine Wiederauferstehung erlebt, wenn das neue MGM-Management erkennt welchen Wert das Stargate-Franchise immer noch besitzt. Aber ein Relaunch wäre frühstens für 2013 denkbar, nur ich denke mal man ist derzeit einfach ratlos was man mit dem Franchise anstellen soll. Der nächste Bond hat sich ja auch dramatisch verzögert, wegen des Bankrotts.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.08.2011 22:14:45 GMT+02:00
SA 2 meint:
Achso...nunja, aber wenigsten gibt es noch ein wenig Hoffnung, denn die Schauspieler wären sicherlich daran interressiert noch einmal die Serie fortzusetzen...Schließlich hatten einige damit ja erst ihren Durchbruch....

Haben Sie zufällig auch Informationen über 'The Unit'? Dennis Haysbert hatte doch vor einiger Zeit einaml angekündigt einen Film produzieren zu wollen....

Danke und freundliche Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.08.2011 08:06:45 GMT+02:00
Mario Pf. meint:
Für ein paar wär es außerdem sicher interessant sich mit Gastauftritten wieder in Erinnerung zu rufen.

Da muss ich wirklich passen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.08.2011 14:50:13 GMT+02:00
SA 2 meint:
Dennoch..vielen Dank,

hoffen wir einfach mal das Beste...

Freundliche Grüße

Veröffentlicht am 24.08.2011 19:54:36 GMT+02:00
Mann, das hört sich aber gar nicht gut an, dass die Skripte da wo rumm liegen. Naja, letztens habe ich das Cover vom dritten Teil irgendwo gefunden und Leseproben gibt es ja auch, von daher hoffe ich, dass bald Bewegung in die Sache kommt. Wenn die das jetzt aber auch an den Haken hängen - zumal noch in der Mitte der Bücherreihe -, dann werd ich aber echt sauer.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.10.2011 11:42:09 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.11.2011 21:57:09 GMT+01:00
Mario Pf. meint:
Edit 19.11.2011 Das E-Book ist jetzt schon heraussen (falls wer Kindle hat), die Printausgabe im Druck und demnächst hoffentlich auch in Amazons Katalog.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.03.2012 12:06:00 GMT+01:00
Tina B. meint:
Vielen Dank für die super Rezension!

So wie ich das verstanden habe, werden leider keine Taschenbücher mehr produziert. Der Verlag vertreibt die Bücher nun als eBooks oder als Print-On-Demand-Ausgaben, die direkt über die Verlagsseite bestellt werden können (für Kreditkartenbesitzer kein Problem, wenn auch etwas teurer).
--> http://www.gateworld.net/news/2012/02/stargate-novels-expand-into-ebooks/

Ich schätze allerdings, dass die Verbreitung des Kindle in Deutschland noch nicht so weit fortgeschritten ist wie in den USA. Ich selbst besitze auch keinen und werde mir auch keinen anschaffen. Eine (kostenlose) Alternative ist die Kindle-App für den PC (oder für's Smartphone, wer ein solches besitzt). Damit habe ich die Fortsetzung bereits gelesen und das hat wunderbar geklappt.
Ich finde es sehr schade, dass die Bücher nur noch auf Bestellung gedruckt werden, aber für den Verlag macht das aus finanzieller Sicht vermutlich mehr Sinn.
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