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Kundenrezension

134 von 164 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Metallica Album. Schwere Kost, aber lohnt sich., 2. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Lulu (Audio CD)
Ich gebe es zu: Als vor einigen Monaten bekannt wurde, dass Metallica ein Album mit niemand Geringerem als Lou Reed aufgenommen haben, war ich positiv überrascht, ja geradezu beeindruckt. Ich hatte damit gerechnet, dass Metallica jetzt im Herbst ihrer Karriere angelangt sind und alle paar Jahre ein Album herausbringen, das sich an ihrem letzten Werk Death Magnetic orientiert, welches ja ' zu Recht ' überwiegend positiv aufgenommen wurde. Eine Zusammenarbeit mit dem alten Grantler Lou Reed, der sich wohl eher als 'echten' Künstler als als Unterhaltungsmusiker (im weiteren Sinne) sieht, ist eine mutige Entscheidung, gerade wenn man so eine kritische Fanbase wie Metallica hat. Ich freute mich also auf das Album und hatte von vornherein eine positive Erwartungshaltung.

Ich bin kein großer Lou-Reed-Experte ' ich kenne lediglich vier seiner Soloalben, die allesamt wahrscheinlich zu seinen zugänglicheren Alben zählen (Lou Reed, Transformer, Berlin und Magic and Loss, wobei die Zugänglichkeit der letzten beiden durchaus bestritten wird). Lou Reed zählt ja zur Gruppe von bekannten 'love him or hate him' Sängern bzw. Interpreten, genau wie auch beispielsweise Bob Dylan, Captain Beefheart, Tom Waits und William Shatner (hehe, kleiner Scherz). Die einen behaupten, dies seien so mit die größten Künstler im großen Feld der 'populären Musik' überhaupt, die anderen meinen, diese Typen können überhaupt nicht singen. Ich gehöre eher zur ersten Gruppe, bin aber kein Fundamentalist. Aber eins ist klar: wenn man schon bei zugänglichen und bekannten Lou Reed Songs wie 'Vicious', 'Satellite of Love' oder 'Walk on the Wild Side' der Meinung ist, der Typ sei ein furchtbarer Sänger, dann ist es höchst unwahrscheinlich, dass man an Lulu seine Freude hat (wobei der Umkehrschluss hier nicht zulässig ist).
Was für ein Album ist 'Lulu'? Das ist schwer zu sagen. Die Texte stammen zu 100% aus der Feder Reeds und sind inspiriert von Frank Wedekinds 'Lulu' Theaterstücken 'Erdgeist' (1895) und 'Die Büchse der Pandora' (1904), die ich (noch) nicht kenne. Es ist nicht das erste Mal, dass diese Werke von anderen Künstlern aufgegriffen wurde ' es gibt diverse Filme, Comics und sogar eine Oper von Alban Berg. Auch davon kenne ich leider nichts. Wie werkgetreu Reeds Texte also sind ' ich habe keine Ahnung! Was ich aber sagen kann, ist dass die Texte recht extrem sind. Sie sind alle aus der 'Ich-Perspektive' erzählt und handeln ohne Beschönigung von Gewalt, Perversion, Hass und Selbsthass, Missbrauch und Selbstmissbrauch (ok, das hab ich irgendwo geklaut) und Sex in seiner hässlichsten Form. Nur mal als Beispiel: die Platte beginnt mit den Zeilen 'I would cut my legs and tits off when I think of Boris Karloff and Kinski in the dark of the moon'. Weitere Beispiele? Gerne: 'Blood in the foyer, the bathroom,the tea room, the kitchen and knives splayed. I swallow your sharpest cutter like a colored man's dick. Blood spurting from me, blood spurting from me'. Oder: 'I want so much to hurt you, I want so much to hurt you, I want so much to hurt you! Marry me, I want you as my wife!' Sehr hässliche Texte, aber das ist beabsichtigt. Die Texte sollen schockieren (und das schaffen sie). Man muss sich nicht mit ihnen identifizieren (Gott sei Dank und kann sie trotz der aufkommenden Abneigung und des möglicherweise einsetzenden Ekels faszinierend finden, und genau das tue ich. Ich gebe allerdings zu, dass ich nicht sicher bin, ob es eine echte Rahmenhandlung gibt (ich habe sie noch nicht wirklich gefunden) oder ob das Album lediglich eine Aneinanderreihung von Songs ist, die von den Theaterstücken inspiriert sind. Es ist mir auch gar nicht so wichtig, denn viel entscheidender ist für mich die Frage, ob ich das Album musikalisch interessant finde.

Und um es vorweg zu nehmen: Ja, das tue ich! Obwohl der erste Eindruck auch vom musikalischen Standpunkt aus eher erschreckend war, denn es ist keine leichte Kost und bestimmt nicht leicht zugänglich. Lou Reed singt wenig; größtenteils rezitiert er die Texte im Sinne einer Spoken Word Performance; dies tut er allerdings mit Hingabe. Wenn er doch mal singt (wie gesagt selten), dann gerne auch mal in einem anderen Takt, Tempo und sogar einer anderen Tonart als die Begleitmusik. Man könnte jetzt behaupten, Lou könne einfach nicht singen und einen Ton selbst dann nicht treffen, wenn sein Leben davon abhinge, doch ich glaube, damit macht man es sich zu leicht. Ich bin vielmehr davon überzeugt, dass der äußerst schräge Gesang volle Absicht ist und das Ziel verfolgt, die Krankheit der Texte noch besonders zu betonen und hervorzuheben. Und dieses Ziel wird auch erreicht.

Und Metallica? Nun, es ist wichtig zu verstehen, dass dies KEIN echtes Metallica Album ist. Metallica lassen sich in der Regel viel Zeit mit der Kompostion ihrer oft recht komplexen Songs und veröffentlichen sie erst, wenn sie absolut ausgereift sind. Dieses Album ist viel spontaner, viel jam-lastiger und die Songs wurden wohl in nur wenigen Takes eingespielt. Meist basiert die Musik auf einem Riffs von Hetfield, die meist recht simpel aber sehr effektiv sind. Der Sound ist heavy, spärlich produziert und dreckig, aber im Gegensatz zum Sound auf der St. Anger wirkt er absolut authentisch und überhaupt nicht aufgesetzt. Insgesamt wirkt er sehr 'garagig', aber das passt sehr gut zum Gesang und den Texten. Der Bass ist zwischen den Gitarren kaum auszumachen, und auch Hammett ist eher unterfordert, da es echte Gitarrensoli kaum gibt ' seine Aufgabe sind eher einige feedbackartig Gitarreneffekte während der ruhigeren Songs, denn auch davon gibt es ein paar, und sie sind meist noch weniger zugänglich als die härteren Stücke. Hetfield hat nicht viel zu singen ' meist nur Backing Vocals, die aber durchaus zu den Highlights der Platte gehören. Während des Openers muss er nur alle paar Zeilen 'Smalltown Girl' im Hintergrund schreien, aber das bleibt im Gedächtnis und verbessert das Stück spürbar. Insgesamt sind es 10 Stücke, zwischen 4 und 20 min lang. Das Album ist durchaus vielseitig, kein Stück klingt komplett wie das andere, und doch passen sie gut zusammen. Der 20 minütige Rausschmeißer 'Junior Dad' ist sehr ruhig und erinnert mit seiner eher klassischen Instrumentierung (Cello etc.) mitunter fast an Sigur Ros.

Wie gesagt: am Anfang mag man sowohl musikalisch als auch textlich geschockt sein. Vom musikalischen Standpunkt her habe ich mich aber sehr schnell an den besonderen Stil des Albums gewöhnt und es gefällt mir mit jedem Hören besser. Wobei 'gefallen' nicht bedeutet, dass ich mich mit den Texten identifizieren oder die Musik als schön oder harmonisch empfinde. Nein, das Album will verstören, und das schafft es. Dennoch wächst die Faszination mit jedem Hören. Beim ersten Hören dachte ich, man kann das Album auf keinen Fall am Stück durchhören ' jetzt kann ich mich kaum davon losreißen.

Lars Ulrich sagte vor ein paar Monaten in einem Interview, dass die Metallica Fans zwar nicht zwangsläufig alles mögen, was die Band macht, es aber respektieren, dass sie auch einmal über den Tellerrand schaut (eine meiner Meinung nach gewagte Aussage, wenn man bedenkt welche negativen Reaktionen Abweichungen vom Gewohnten (Black Album, Load/Reload/ S&M) bei Teilen der Anhängerschaft hervorgerufen haben). Wir werden sehen, ob er mit dieser Einschätzung Recht hat. Man muss dieses Album nicht mögen, aber respektieren sollte man es auf jeden Fall.

Ich mag es auch, oder besser: es fasziniert mich.

8/10
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1-10 von 21 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.11.2011 12:47:59 GMT+01:00
EmpiresDawn meint:
Ich denke, das ist die beste positive Rezi, die ich von Lulu hier gelesen hab.

Veröffentlicht am 03.11.2011 13:17:22 GMT+01:00
@Mark

Also nichts gegen LULU, dass Album klingt wirklich sehr interessant, aber seit wann machen Metallica komplexe Songs? Früher waren das 0815 Trash Metal Songs Intro, Chorus, Lyrics usw, Solo, Lyrics, Outro usw bis jetzt diese Mainstreammucke und manche furchtbaren anderen musikalischen Ausrutscher(St. Anger z.B. ):-).
Ob das jetzt schlecht war, darüber lässt sich bekanntlich streiten. Hör mal Dream Theater, Transantlantic, Vintersorg, Waterclime, die neuen Iron Maiden oder Borknagar!
Denn unter komplex verstehe ich was anderes! Die Jungs von Metallica lassen sich deswegen Zeit, weil sie es einfach mal nicht früher auf die Reihe bekommen :-) oder einfach mal keine Lust haben. LULU ist vielleicht der erst Versuch mal was wirklich Schwieriges zu machen und das ist Ihnen nicht besonders gut gelungen wie ich finde. :-).
Aber es ist eben anders und man muss offen für andere Dinge sein. Aber da gibts wesentlich bessere Sachen, dass muss man mal so knallhart sagen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.11.2011 13:21:48 GMT+01:00
Mark Dreier meint:
danke :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.11.2011 13:29:57 GMT+01:00
Mark Dreier meint:
@ Johannes.

Ich denke nicht, dass es 08/15 Thrash (mit h! ;) ) war, gerade bei den Großtaten in den 80ern, also Ride the Lightning und Master of Puppets, lassen sich beileibe nicht alle Songs dem von Dir geschilderten Muster zuordnen, und And Justice for All war was die Komplexität angeht nicht mehr weit von zB Dream Theater entfernt. Auch das letzte Album Death Magnetic muss sich in der Hinsicht nicht verstecken (ich halte es tatsächlich für komplexer als das letzte Iron Maiden Album, aber gut.). Dass man natürlich immer noch komplexere Sachen finden kann, versteht sich von selbst (ich könnte jetzt auch alle von Dir genannten Bands mit der Erwähnung von King Crimson aus dem Bereich der Komplexität wegfegen, hehe ;) .

Dass St. Anger furchtbar war, sehe ich übrigens genauso.

Und dass die Meinungen zu Lulu weit auseinandergehen, ist auch klar, und war wahrscheinlich sogar so beabsichtigt. Ich find's immer noch ziemlich gut, kein Meisterwerk (darum ja auch "nur" 4/5), aber gut!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.11.2011 16:29:31 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.11.2011 16:30:37 GMT+01:00
Sascha meint:
Sehr gute, sachliche Rezension, auch wenn ich nur 1 Stern geben würde. Kam im Voraus in den Genuss der Platte (schreibe für ein größeres online-magazin) und quäle mich nur durch. Im Bereich Avantgarde gibt es soviel anspruchsvolleres und genialeres.

Ich hab das Album, gen au wie du, verstanden. Nur gefällt es mir schlicht und ergreifend nicht ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.11.2011 16:40:32 GMT+01:00
Maxxx meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.11.2011 16:56:33 GMT+01:00
Mark Dreier meint:
@ Sascha: danke, und kein Problem. Ich will hier auch nicht missionieren :) Wenn einem dieses Album nicht gefällt, ist das völlig ok (das gilt eigentlich für alle Alben, aber für dieses ganz besonders :) )

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.11.2011 17:13:58 GMT+01:00
Mark Dreier meint:
@ X-Treme.

Nein, aber ich verstehe was du meinst. Es ist auch gar nicht so leicht zu erklären, warum ich St. Anger nicht mag, das hier aber schon. Ich versuch's trotzdem kurz mal.

Ich hab es in meiner Rezi schon angedeutet: im Gegensatz zu St.Anger ist die rohe, repetetive und kaum produzierte Musik auf Lulu in meinen Augen (bzw. Ohren) authentisch. Als St. Anger damals nach jahrelanger Wartezeit rauskam, wurde es von der Band als eine Rückbesinnung zu ihren Wurzeln verkauft. Endlich wieder ein "hartes" Album, nachdem ja das schwarze und die Loads für einige Fans zu "weichgespült" oder kommerziell waren (eine Einschätzung, die ich in dieser Absolutheit übrigens nicht teile, aber das führt hier zu weit). Und das Album war dann ja auch das wohl härteste, was sie gemacht haben. Nur hatte es meiner Meinung nach nichts mit Metallicas Wurzeln zu tun. Die Songs waren (meiner Meinung nach) sehr primitiv, eine halbe Idee wurde oft auf 8 Minuten ausgewälzt, ohne dass irgendwas passiert ist. Sowas einfallsloses gibt es auf dem Erstlingswerk Kill Em All nicht! Und der Sound der St. Anger soll besonders garagig (in Ermangelung eines besseren Wortes) klingen, da wurde im Studio so lange an Knöpfchen gedreht, bis es richtig scheiße klingt (mein Eindruck, ich war natürlich nicht dabei). Kurz: lange, einfallslose (ja mitunter geradezu stupide) Songs mit künstlicher, nicht echt rüberkommender Härte. Ich fühlte (und fühle mich heute noch) verarscht.

Im Gegensatz dazu ist Metallica's Musik bei Lulu nur ein Teil des Gesamtwerks - sie hat den Auftrag, sozusagen den Soundtrack zu LRs Rezitationen zu liefern. Dabei klingt sie auch repetetiv und roh, aber viel authentischer als bei St. Anger (ich weiß, ich wiederhole mich). Abgesehen davon finde ich in Hetfields Riffs und Hammetts Soundeffekten auf Lulu sehr viel mehr, was mir gefällt, als auf der St. Anger. Meine Meinung. :)

Veröffentlicht am 03.11.2011 21:40:40 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.11.2011 12:31:32 GMT+01:00
Mischa meint:
Es fasziniert mich, dass solch ein Trash jemanden fasziniert. Ich kiffe am Besten gleich mal eine Runde, lade dazu meinen mittlerweile grenzdebilen Großvater ein, der nach fünf Whiskey irgendwelche FKK-Phantasien von Annu Tuback von sich gibt, spiele auf meinem uralten Kochtopfset eine ewig währende immergleiche Melodei vor mich her und vertone das Ganze mit nem alten DAT-Rekorder anschließend. Später kommt noch die Oma rein und erzählt was vom Stuhlgang. Damit es auch wirklich große Kunst ist, schüttel ich schlussendlich noch einen von der Palme und übergrieße das Ganze mit dem Ergebnis. Anschließend muss ich wohl nur noch warten, bis der Rubel rollt. Gestern hat übrigens mal wieder eine Putzfrau ein ganz dolles Kunstwerk in einem Museum für moderne Kunst gesäubert. Das Fehlen des Kalkflecks, der dabei dran glauben musste, ist ein unglaublicher und unbeschreiblich großer, niemals wieder gut zu machender Verlust für die gesamte Kunstwelt...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.11.2011 21:55:10 GMT+01:00
Mark Dreier meint:
@ Mischa: Mach das, und dann veröffentliche es. Ich schreib dann ne Rezension dazu. Kann aber nicht versprechen, dass es eine positive wird, weil ich ja nicht grundsätzlich jeden Trash gutfinde ;)

Und ja, von der Putzfrauenaktion hab ich auch gelesen. Das Kunstwerk hieß "Wenn's anfängt durch die Decke zu tropfen" - darüber könnte ich mich stundenlang beömmeln.
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