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Kundenrezension

37 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich bei Bach, bei den Cello Solo Suiten, bei mir angekommen!, 9. Mai 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bach: Cello Solo Suites (Audio CD)
Manchmal ist es nicht leicht, einem Ideal nachzujagen, welches das eigene Ideal einer Interpretation ist, das man im Kopfe mit sich trägt. Als Kind aus (alt(hoch)deutsch: einem Proletarier-Haushalt / mittel(hoch)deutsch: aus einem Haushalt, der von sekundären Analphabeten geprägt ist / neu(hoch)deutsch: aus prekären Verhältnissen) stammend, ist es nicht selbstverständlich, sich für Barockmusik zu begeistern. Vielmehr ist es der Weg heraus aus solchen Verhältnissen, der mit der Suche nach Sinn, Ethik und vor allem Ästhetik gleichgesetzt werden kann - zumindest in meinem Fall. Aber wenn man nicht der Neffe eines Duz-Freundes von Karajan ist, mag es gar nicht so natürlich erscheinen, dass man statt bei Pop-Idolen (Pop-Idioten?) bei Bach landet. Und doch so einfach: Man ergattert als neugieriger Primate einen Ausleih-Ausweis der Stadtbücherei - und mit etwas Glück findet man dort eine völlig unbekannte Welt (viel fremder als die wilde Tierwelt, die man von Dr. Grizmek aus dem Fernseher kannte). Lange Rede, kurzer Sinn: Auf einmal steht man Bach gegenüber bzw. stellt seine Lauscher auf einer ausgeliehenen CD in eine Position, die man von sich gar nicht kannte. Das war aber gar nicht die hier besprochene Einspielung von Jaap ter Linden, sonder jene von Janos Starker, die mich damals hypnotisch faszinierte. Im Kopf war dies stets die maßgebliche Einspielung dieses sehr zentralen Opus in meiner Ästhetik.

Doch kaum verdiente ich mein erstes Geld, fiel ich auf eine Einspielung auf einem echten (!) Stradivari-Cello herein, die ich als autoritätsgläubiger Mensch im Laden nicht probehören zu müssen glaubte (denn, wo Stradivari draufsteht, ist auch ... drin). Zuhause ärgerte ich mich nunmehr zehn Jahre über die lausige (weil völlig weichgespülte) Interpretation von Anner Bylsma. Zum einfach Wegwerfen ist man doch zu sparsam erzogen worden und zum Verschenken fehlte mir der Zynismus (an wen?).

Aber nun (da ich "reich und berühmt" bin) leiste ich mir den Luxus, die das Ohr quälende Bylsma-Einspielung einfach dem Sondermüll zukommen zu lassen. Und nach Jahren der Recherche und des Probehörens fiel die Wahl auf diese "Billig-Einspielung" von Jaap ter Linden. Es geht nicht um den Preis (das hat mich die blöde Stradivari-Lektion nun doch gelehrt!), sondern um Ausdruck, um Emotion, um Stimmigkeit. Alles völlig subjektiv? Zum Glück! Wer eine andere Einspielung/Interpretation braucht, soll einfach weitersuchen - es lohnt sich (hoffentlich). Aber wer nicht schon ein festes Klang-Bild im Kopf hat, sollte hier vielleicht einfach mal reinhören. Es scheint mir so konzentriert, energetisch aber doch unverkrampft und tänzerisch. Nein, es ist nicht Pablo Casals, denn dafür ist allein die Klangqualität der Aufnahme schon einfach zu gut ... aber ein würdiger Kollege (bei Musikern und Mathematikern spreche ich nicht von Konkurrenten).
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 08.08.2008 13:04:08 GMT+02:00
khongtu meint:
der Kritiker scheint ein Schriftsteller zu sein oder sein zu wollen?
Auf jeden Fall ist die Rezension hilfreich.

Veröffentlicht am 11.11.2009 21:02:00 GMT+01:00
waldeiche meint:
Besten Dank für diese (und zahlreiche andere aus derselben Tastatur stammende) ebenso anregende wie hilfreiche Rezension!

Veröffentlicht am 29.03.2010 08:16:18 GMT+02:00
jornfin meint:
Ich finde das eigentlich kaum hilfreich. Das Einzige, was zur Einspielung gesagt wird, ist "konzentriert, energetisch aber doch unverkrampft und spielerisch". Bei allem anderen geht es um den Verfasser, nicht um Bach und nicht um diese Einspielung. An sich wäre der zitierte Satz natürlich hilfreich, in Verbindung mit der Ablehnung der Aufnahme von Bylsma ist er es aber kaum noch. Innerhalb der ca. 20 mir gut bekannten Aufnahmen dieser Werke gehört die von Bylsma nämlich eben zu jenen, die den Tanzcharakter der einzelnen Sätze stark betonen und dadurch, äh, "unverkrampft und spielerisch" wirken. Was soll man daraus lernen?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.09.2013 07:30:37 GMT+02:00
Um Ihre Frage - nicht ganz ernsthaft - zu beantworten: Dass es dem Verfasser nicht um eine Rezension, sondern um seine Selbstdarstellung geht...
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