Kundenrezension

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wirklich sehr guter Scanner, 6. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon LiDE 700F Flachbettscanner (Elektronik)
Selten zuvor habe ich so viele Kundenrezensionen über ein Gerät gelesen und selten zuvor habe ich so viele unterschiedliche Bewertungen erlebt. Die gingen von 1 Stern für 'unbrauchbar' bis zu 5 Sternen für 'Spitzenklasse'. Weil die positiven überwogen, habe ich den Lide 700F am Sonntag bestellt. Am Dienstag war er bereits da und ich habe ihn natürlich sofort ausprobiert.
Was sofort ins Auge fällt, ist die schlanke Bauweise. Dass es kein Netzteil gibt, wusste ich schon. Hoffen wir mal, dass alle USB-Schnittstellen genügend Power liefern, dass das funktioniert.
Obwohl es mich 'gejuckt' hat, ihn sofort anzuschließen, habe ich doch lieber erstmal ins Handbuch gesehen. Dort wird empfohlen, erst die Software zu installieren und erst dann das Gerät anzuschließen. Daran habe ich mich gehalten, weil ich aus Erfahrung weiß, dass man manchmal durch die falsche Reihenfolge eine Installation verpfuschen kann.
Die Installation (unter Win 7 Ultimate 64 bit) lief ohne besondere Vorkommnisse. Ich habe die benutzerdefinierte Installation ausgewählt und dann aber überall mit 'Ja', 'OK' u.s.w. bestätigt. Zwischendurch musste der Rechner neu gestartet werden. Bei der Auswahl der zu installierenden Pakete habe ich einfach alle ausgewählt. Nachdem das geschafft war, habe ich den Rechner zur Sicherheit noch einmal neu gestartet und dann erst den Scanner angeschlossen.
Die beigepackte Software PhotoStudio 6 von ArcSoft hat ja nun nicht den besten Ruf. Ich habe mich also drauf eingestellt, erstmal nur zu scannen und dann vor allem die Fotos mit Adobe Lightroom weiterzuverarbeiten. Nach dem Start von PhotoStudio 6 habe ich zunächst über das Datei-Menü die Quelle ausgewählt. Ich war überrascht, den Scanner gleich zweimal vorzufinden. Der eine Eintrag war mit WIA gekennzeichnet, den anderen habe ich daraufhin als TWAIN identifiziert. Aus einer Rezension für den Lide 210 wusste ich, dass der WIA-Treiber eine Enttäuschung werden könnte und dass man nur mit dem TWAIN-Treiber alle Möglichkeiten ausschöpfen kann. Mit anderen Programmen kann es übrigens Probleme geben. Über XnView konnte ich manche Bilder scannen, bei anderen kam nur eine schwarze Fläche. Manche Programme stürzen sogar völlig ab und Photoshop kann unter Windows 7 nur mit dem WIA-treiber arbeiten.
Als Ertstes habe ich gleich mal das Schwierigste ausprobiert und mithilfe der beigefügten Halterung einen Streifen Farbnegativfilm eingelegt. Ehrlich gesagt, die Vorrichtung für Filmscan ist ziemlich liederlich gemacht. Das könnte man auch besser lösen und vielleicht überarbeite ich das gelegentlich mal gelegentlich mechanisch. Als ich dann im Programm den Scanner aufrief, bekam ich ein ziemlich unübersichtliches Fenster, das einen Uneingeweihten wahrscheinlich erstmal abschreckt. Bei der Auswahl 'Filmscan' wollte das System sich erst mal kalibrieren. Dazu musste der Filmstreifen wieder raus und der Leuchtkasten auf den Platz für Bild Nr. 1 gesetzt werden. Gefühlte 5 Minuten später (wahrscheinlich waren es 2 Minuten) war die Kiste bereit und ich konnte anfangen, mit Auflösungen und Farbtiefe rumzuspielen. Gleich vorweg muss ich alle Fans warnen. Es geht nix automatisch. Man muss immer schön ein Bild nach dem anderen scannen. D.h. erst kommt die Voransicht und dann der Scan. Bei 1200 dpi dauert das ca 1 Minute, bei 2400 dpi sind es 2 und bei 4800 dpi ca. 7 Minuten! 9600 dpi ist das Maximum, aber das probiere ich irgenwann mal aus, wenn ich wirklich Zeit habe.
Das Kontrollkästchen mit dem man 48 bit pro Pixel erlauben kann, musste ich eine Weile lang suchen. Dann muss man die Farbtiefe im Menü auf 48 bit einstellen und plötzlich bietet die Software beim Speichern auch nur noch *.tif an (was ja auch sinnvoll ist). Ich habe mich mit 2400 dpi zufrieden gegeben und die ersten Scans waren wirklich sehenswert, wenn man sich von 48 MB pro Bild nicht abschrecken lässt. Ohne dass ich irgendwelche besonderen Einstellungen vorgegeben hätte, war das Ergebnis durchaus sehr zufriedenstellend. Weil das Prozedere so umständlich ist, werde ich aber bestimmt nur die wichtigsten Bilder digitalisieren, freue mich aber jetzt schon auf das Ergebnis.
Alle, die Dias digitalisieren wollen, muss ich enttäuschen. Das geht nur ohne Rähmchen, weil die Tiefenschärfe so gering ist und weil der Film direkt auf dem Vorlagenglas liege muss. Außerdem gibt es dafür eine bessere Methode, nämlich abfotografieren. Eine Beobachtung, die von anderen schon beschrieben wurde, habe ich auch gemacht. Fussel und ähnliches werden optimal scharf wiedergegeben. Da muss ich noch mit der Software spielen, die sowas angeblich unterdrücken kann.
Zum Schluss habe ich noch schnell normale Dokumente ausprobiert. Das ging wunderbar schnell und mit der Qualität bin ich vollauf zufrieden.
Nun zur Bewertung: Der Canon Lide 700F bekommt von mir volle 5 Sterne! Ausschlaggebend dafür sind das schicke Design, der Verzicht auf die extra Stromversorgung, die sofortige Bereitschaft (keine Aufheizzeit). Die Qualität der gescannten Bilder und Texte kann man nur mit 'Spitzenklasse' bezeichnen. Die kleinen Abzüge beim Handling von Filmstreifen fallen nicht ins Gewicht.

18.03.2013 Nachtrag: Ich hatte zwischenzeitlich Kontakt zum Canon-Supportcenter, weil manche Filmstreifen nicht bearbeitet wurden. Der Scanner hat sich vollkommen aufgehängt und ich musste den Rechner runter und wieder hochfahren. Die Antwort von Canon kam ein paar Tage später. Es war wohl der Original mitgelieferte Treiber. Ich habe mich genau an die Anweisung gehalten, den neuen 64 bit Treiber runtergeladen und jetzt läuft alles perfekt.
Den Ärger von anderen bezüglich Unschärfe und Lautstärke kann ich nicht nachvollziehen. Meiner ist sehr leise. Was die Schärfe betrifft muss man nur bedenken, dass der Scanner einen sehr beschränkten Schärfebereich hat. Nur das, was exakt auf der Oberfläche liegt, wird scharf. Deshalb gehen z.B. auch keine gerahmten Dias.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.04.2014 10:27:13 GMT+02:00
R. Golda meint:
ich weiß nicht was ich verkehrt mache aber ich kann max 1200dpi bei Fotos einstellen. Ich habe mir auch aus dem Internet, von der Canon-Seite, den aktuellsten Treiber geholt. Mache ich irgendetwas falsch?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2014 12:31:24 GMT+02:00
Rolf Hahn meint:
Ich gehe davon aus, dass Sie meine Rezension und die Beschreibung der Installation gelesen haben. Ich habe den Vorgang eben noch mal durchgespielt.
1. Canon MP Navigator Ex 2.1 starten. Unter Einstellungen den richtigen Treiber 'CanoScan LiDE 700F' wählen.
2. Im Hauptmenü SCAN-1 starten
3. In dem Fenster, das dann aufgeht, auf jeden Fall keinen Haken bei 'Scanner-Treiber verwenden' machen, dafür Positiv- (oder Negativ-) Film, Farbe 35 mm Film und dann die entsprechende Auflösung wählen und dann auf Vorschau klicken.
4. Im nächsten Fenster 'Scannen' anklicken
Das war es. Bis 4800 dpi kann man problemlos scannen. Wenn man höhere Auflösung will, dann muss man die mitgelieferte Software ArcSoft PhotoStudio verwenden. Hier wählen Sie im Datei-Menü die richtige Quelle: CanoScan LiDE 700F.
Mit Datei-Erfassen kommt dann das große Fenster, in dem Sie unter 'Farbe' jetzt auch 48 bit wählen können. Bei Auflösung geht das dann bis 9600 dpi.
Falls das nicht geht, haben Sie bei der Installation was falsch gemacht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2014 12:37:11 GMT+02:00
R. Golda meint:
Vielen Dank. Bei Negativen/Dias komme ich bis auf 9600, das teste ich grad. Ich meinte aber bei Fotos, ich dachte, da kann er auch 4800dpi. mir reichen zwar 1200 aber es wundert mich halt nur.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2014 12:41:18 GMT+02:00
Rolf Hahn meint:
Ok, das hatte ich falsch verstanden. Beim Scannen von Bildvorlagen vom Vorlagenglas ist tatsächlich diese Beschränkung auf 1200 dpi da. Das habe ich bisher aber auch noch nicht als Beschränkung angesehen.
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