Kundenrezension

180 von 200 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesen!, 22. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Das große Buch der Markttechnik: Auf der Suche nach der Qualität im Trading (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch für echte Trader!

Was heißt es: "zu Traden" und "an den Börsen Geld zu verdienen"? Nun ich denke jeder Spekulant: vom Wochenend- bis zum Vollzeit-Trader, vom Hobby bis zum Berufshändler wissen es: Es bedeutet Mitdenken. Und genau DAS wird in diesem Buch auf wunderbare Weise veranschaulicht.

Der Autor versteht es auf vorzügliche und niemals langweilig werdende Art und Weise (immerhin fast 700 Seiten) dem Leser die Materie darzulegen.

Zitat Einleitung Buch: "...damit möchte ich den Leser quasi an der Hand nehmen, ihm sozusagen einen Blick von einer Anhöhe auf die wesentlichen Züge einer Landschaft ermöglichen, an deren weiterer Gestaltung er selbst maßgeblich beteiligt ist." Mein Anreiz an diesem Buch bestand darin zu erfahren, wie es der Autor schafft, elementares Wissen zu vermitteln, dessen Anwendung und an deren Gestaltung der Trader - wie oben zitiert - selbst maßgeblich beteiligt ist. Ergo: Fachwissen nicht als Dogma, sondern als Werkzeug für eigene Überlegungen darzustellen.

Aufgrund der weitreichenden Agitation dieses Werkes auf Messen, Fachveranstaltungen und Zeitung, war meine Erwartungshaltung enorm hoch und wie sich am Ende herausstellte - was in dieser Branche sonst unüblich ist - hat der Autor meine Erwartung sogar übertroffen.

Die Idee, ein Fachbuch mit einem Roman zu verknüpfen, war zu Beginn echt ungewohnt, aber spätestens nach dem zweiten Kapitel war mir die Absicht dahinter klar: Der Autor schafft es so auf geniale Weise, dem Trading-Anfänger, aber - was ich besonders wichtig empfinde - auch dem fortgeschrittenen Profi einen Spiegel vorzuhalten, zu welchem der Leser sonst so, mit hunderten Charts allein vor dem Rechner sitzend, nicht in der Lage wäre.

Das vermittelte Wissen um den detaillierten markttechnischen Aufbau von Bewegung und Korrektur war mir (Derivate-Händler bei einer Fondgesellschaft) zwar bereits vor dem Buch bekannt, dennoch schaffte es die ausführliche Ausarbeitung über das Zusammenspiel der einzelnen Trend-Komponenten mit dem zugrunde liegenden Zeiteinheiten mir neue Anstöße für die eigene Arbeit zu geben. Dafür meinen bzw. unseren größten Dank an den Autor.

Treffend, weil aus eigener Arbeit bekannt, ist die Art und Weiße wie das Thema Trading und Mentalität und Psychologie angegangen wird. Hier werden nicht wie sonst üblich, schlaue "Psycho-Tricks" von Menschen gegeben, die noch nie einen Trade gemacht haben, sondern von einen Profi welche in der Materie steckt. Hier ist sowohl der Romanteil, als auch der Fachbuchteil zum Thema Qualität sehr empfehlenswert. Das dieses Thema "Qualität" bereits in einen anderen Nicht-Trading-Buch von Herrn Pirsig aufgegriffen wurde, ist mir auch aufgefallen (übrigens Tolles Buch), wenngleich das Thema "Qualität" ja nicht von einem Autor "gepachtet" ist und daher dies als ein angeführter Kritikpunkt einer frühere Rezension mir nach dem Lesen als nebensächlich erscheint. Denn die Idee, jeden Trade, mit seinem erhaltenem -und ständig sich ändernten- Wissen und sein persönlichen Zielsetzungen und Erfahrungen abzugleichen, ist sehr nachvollziehbar und treffsicher beschrieben und regt zum Nachdenken an. Man merkt das dieses Buch von keinem Prof. Doc. Finanz mit tausend Definitionen im Kopf - aber keinen 10 Trades auf dem Konto - sondern von einen Praktiker geschrieben wurde.

In diesem Buch wird der Leser nicht bevormunde, sondern dieses Buch mahnt zur Selbstgestaltung, welche durch Fachwissen um die Markttechnik inspiriert werden soll.

Und genau das - also jene Selbstgestaltung - ist nicht für jedermann geeignet, wie es sehr viele unwissende Anleger tagtäglich und auch beispielsweise der Inhalt meines Vor-Resenzent zeigen. Gerade bei letzteren sieht man, das selbst Fachwissen, auf einen Goldenen Tablett serviert, trotzdem nicht zum Mitdenken anregt. Eigentlich Schade, denn dieses Buch ist eine Goldgrube. Aber wenn, wie jener Trader (siehe Vor-Resenzion), schreibt, das er die Markttechnik bezogen auf den Handel des Trends 3 Jahre rückwirkend ausprobiert und zu einen ernüchternden Ergebnis gekommen ist, dann kann ich zur sagen: Glückwunsch und Schade. ("Glückwunsch" zum Kauf des Buches und "Schade" das es nicht ganz verstanden wurde), denn: Ein Chart auf Wochenbasis, 3 Jahre umfassend, besteht aus 3 x 52 Bar = 156 Bars. Wie soll sich nun ein optischer gut erkennbarer Trend ausbilden, wenn dieser wie im Kapitel 5 beschrieben mindest pro Bewegung und Korrektur 40 Bars bzw. eine deutlich sichtbare (als nicht zu suchende) Korrektur braucht? Zum anderen teilt das ganze Buch vom ersten bis zum letzten Kapitel (welche für mich das gelungenste ist) mit, das es am Terminmarkt aufgrund von Positionseröffnungen, -Schließungen und Drehungen, die deutlichsten Bewegungen entstehen. Dies ist vielen Traden klar, aber die Resultate und konstruktiven Rückschlüsse werden selten (institutionellen Handel mit eingeschlossen) effektiv und gewinnbringend ausgenutzt. In diesem Buch werden diese in den jeweiligen Abhandelungen zu: Handel des Trends, der Bewegung und des Ausbruches detailliert erörtert. Aus diesem Grund musste ich über die letzte Rezession lächeln, da hier Trends auf Wochenbasis am Kassamarkt zur Analyse herangezogen wurden, also genau das Gegenteil von dem was im Buch steht. An dieser Stelle möchte ich es auch nicht versäumen meinen Vorredner nett gemeinte Nachhilfe zu geben: Das ganze Buch beschreibt, dass in der Markttechnik u.a. darum geht, in der untergeordneten Zeiteinheit auf Signale (Punkt 2 oder Korrekturende etc.) der übergeordneten Zeiteinheit zu spekulieren. Gut. Und nun zur Nachhilfe: Wie soll das funktionieren, wenn man Trends auf der höchsten Zeiteinheit analysiert und tradet? Wo soll da noch ein übergeordneter Trend auftauchen? Naja, selbst wenn einem die Wochencharts reizen, dann sollte man, nach intensiven studieren dieses Buches, von selbst auf die Idee kommen, nicht "Trends" sondern die "Bewegung" oder den "Ausbruch" zu handeln und die Positionen bereits innerhalb einer fortgeschrittenen Korrektur aufzubauen (was auf Wochencharts wohl etwas teuer wird) und dann mit den beschriebenen Trailingsstopps (welche auf Wochencharts auch nicht grad billig sind) zu verlassen.

Da ich ein Börsenhändler von Berufswegen bin, traue ich mir zu, ein gutes von einem schlechten Buch und sinnvolles von sinnlosen Fachwissen zu unterscheiden.

Daher:

Wer als Trader ein Buch sucht, in welchen der Autor nun endlich die lang ersehnten wahren und einzigen Guru-Regel (RSI 24 + Stochastik 34,33 + jeder 4 Bar nach 10 Uhr *grins* etc.) offenbart und dieses geheime System vom Leser nur noch Blind nachahmen will und so binnen kürzester Zeit aus 1.000 Euro zig Millionen macht, sollte dieses Werk nicht anfassen. Für diesen Leser ist das Niveau dieses Buches zu hoch.

Wer hingegen als angehender (aber auch weit fortgeschrittener) Trader ein Buch sein Eigen nennen möchte, welches das Trading als - DAS - darlegt was es ist, nämlich ein komplexes Zusammenspiel von Fachwissen, der hat mit diesen Seiten ein Kompendium an der Hand, welches am dt. Markt vergeblich seines Gleichen sucht.

Das große Buch der Markttechnik eignet sich für alle jene, die sich mit dem sturen Schubladendenken im Börsenhandel nicht zufrieden geben wollen; die schon immer das unerklärliche Gefühl hatten, dass hinter der oberflächlichen Fassade der Begriffe und Erklärungen der Experten noch etwas anderes stecken muss; die sich mit der Selbstgefälligkeit mancher selbsternannten Börsengurus nicht abfinden wollen oder einfach etwas herausfinden wollen über die Tradingwelt, in der wir leben und deren Leitgedanke die Duplizierbarkeit eines Trades ist.

Den meisten Dank gilt dem letzten Kapitel. Hier zentriert sich Qualität des Autors. Einfach genial. Ich hoffe das Philip noch einen zweiten Band erlebt!!!

Einen Kritikpunkt muss ich am Ende dennoch loswerden. Aber nicht an den Autor, sondern an dem Verlag: Warum ist so ein Buch für so einen Spottpreis zu haben? Auf dem amerikanischen Markt wäre dieses Buch (Farb-Graphiken wären in Amerika ohnehin undenkbar!) nicht unter 200 Dollar zu haben.

Also Lesen, Lesen, Lesen. Nachdenken. Nachdenken. Dann Kombinieren. Und dann duplizierbar Handeln & Traden.

Also vielen Dank für dieses Geschenk an jeden ernsthaften Börsen-Händler.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 19.11.2013 08:47:50 GMT+01:00
"Einen Kritikpunkt muss ich am Ende dennoch loswerden. Aber nicht an den Autor, sondern an dem Verlag: Warum ist so ein Buch für so einen Spottpreis zu haben? Auf dem amerikanischen Markt wäre dieses Buch (Farb-Graphiken wären in Amerika ohnehin undenkbar!) nicht unter 200 Dollar zu haben."

Und dafür gibt 173 Mal hilfreich? Für einen Rezensenten, der seine einzigen drei Rezensionen zu Büchern von Michael Voigt und immer im selben euphorischen Tonfall schreibt?
Nachtigall ick hör dir trapsen.

Aber vielleicht muss man auch "Börsenhändler von Berufswegen" sein um das zu verstehen.
Was heutzutage alles an der Börse gehandelt wird; sogar Berufswege. "Potzblitz!", kann man da nur ausrufen.

Wenn Sie neben den drei Büchern des Herrn Voigt vielleicht noch ein viertes ihr Eigen nennen möchten, erwägen Sie den Kauf von "Rettet dem Dativ".

Jetzt mal ohne Sarkasmus. Leute, eine derart positive Bewertung für ein Buch bei dem bereits nach der Leseprobe jeder Unterprimaner aus den Augen blutet? Das kann nicht euer Ernst sein.

Mit Denglisch als sprachliches Krebsgeschwür muss man heute wohl oder übel leben.
"Obwohl die bloße Anwendung des Tradings an sich sehr simpel ist, gestaltet sich der Entwicklungsprozess schwieriger."
Aber was soll mir dieser Satz sagen? Entweder man handelt oder man handelt nicht. Das ist in der Tat ein simpler Zusammenhang. Handel anzuwenden ist eine lustige Formulierung. Oder will mir der Autor sagen, dass heute jeder selbst an der Börse handeln kann, aber nicht jeder auch mit Erfolg?
Wenn ja, warum sagt er es dann nicht auch?

"Grundbedingungen des Tradings sind das Wissen um die Markttechnik und das Merkmal der Qualität, die ein Trader dem Trade beimisst."

Ist das so? Ich dachte bisher immer Grundbedingungen für einen Handel wären ein Handelsgut und mindestens zwei Handelspartner; Käufer und Verkäufer.
Wollte der Autor vielleicht sagen, dass die Voraussetzung für erfolgreiches Handeln Strategie und Wissen sind?

"So ist es Ihnen möglich, Ihnen Unbekanntes selbst zu durchdenken."
Unser Oma ihr Stuhl? Wenn ich Tegtmeier lesen möchte, dann kaufe ich auch Tegtmeier.
Weg mit dem zweiten "Ihnen" und dem "selbst". Sicher selbst. Wer denn sonst? Oder lassen Sie denken?
So ist es Ihnen möglich Unbekanntes zu durchdenken.
So ist es wenigstens ein Satz, den man lesen kann, ohne dass bereits aufgrund der Form die Augen tränen. Der Inhalt macht aber immer noch keinen Sinn. Wie soll ich etwas durchdenken, das mir unbekannt ist?
Ich habe es letztes Wochenende mit den Lottozahlen versucht und kann Ihnen aus eigener Erfahrung sagen: es hat nicht geklappt.

Die Leseprobe besteht zu einem großen Teil aus Gefasel und Füllsätzen. Die Auszüge aus dem Romanteil lesen sich wie eine Außenwahrnehmung wie sie sich der Autor anscheinend wünscht. Ich möchte Informationen zum Thema Trading. Was juckt es mich wann, wer und wie bleich oder gut gebräunt, gedankenverloren oder voller Tatendrang aus dem Fenster seines Büros schaut?

Da steh ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor!
Es sei denn, jemand hat eine wirklich hilfreiche Empfehlung für einen Interessierten. Also hilfreich für mich, nicht für den Autor.

Veröffentlicht am 07.05.2014 15:29:02 GMT+02:00
Amazonfreak meint:
Ich stimme der positiven Rezension zu. Empfehlen kann ich auch das Buch 'Millionär durch das kleine Einmaleins der Börse und die 3 besten Aktien-Strategien'. Dank einer der Strategien konnte ich erhebliche Gewinne erzielen, mit denen ich mein neues Auto - einen Wagen der Oberklasse - finanzieren konnte.
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