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Kundenrezension

219 von 308 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "James Bond ist tot!", 26. Januar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: James Bond 007 - Ein Quantum Trost (DVD)
Das scheint hier die Meinung einiger Rezensenten zu sein.

Dem muss ich vehement widersprechen.
Bond kann nicht tot sein, wurde er doch am Ende von "Ein Quantum Trost" erst (wieder)geboren. Darum noch kein Bond-Thema, kein "gun barrel", kein "Bond, James Bond", keine Flirts und nur wenige Sprüche.
Das war von Anfang an öffentlich verlautetes Ziel der Verantwortlichen. Nichts anderes, und das scheinen viele Zuschauer nicht verstanden zu haben, sollen "Ein Quantum Trost" und sein Vorgänger "Casino Royale" darstellen: die Geburt des zynischen, Frauen verschleißenden 00-Agenten, der uns die letzten 46 Jahre treu begleitete.
Treu bis hin zur übermäßigen Selbstparodie in den Brosnan-Filmen, die, wie es scheint, beinahe jedem selbsternannten Bond-Fan als "traditionelle", "echte" Bond-Filme erscheinen. Ob das Gedächtnis jener Fans allerdings auch die restlichen 16 Bond-Filme vor Brosnan beinhalten, zweifle ich hier stark an.
Denn interessant ist, dass, wenn man nach den alten Traditionen fragt, eigentlich niemand weiß, was das ist:
- "Bond, James Bond" gab's auch früher nicht in jedem Film
- gleiches gilt für "gun barrel", "Pre-Title sequence" und "Title sequence" mit nackten Frauen
- Martinis hat Moore nie getrunken und Connery auch nur in wenigen Filmen, Craig hingegen in beiden
- "Q", Desmond Llewelyn, fehlt uns allen, die Rolle sollte in Ehren erhalten bleiben, aber schon "R" war nicht ganz so optimal; außerdem tauchen auch "Q" und/oder seine Gadgets nicht in jedem Film auf
- Ms. Moneypennys Charakter des naiven Bürohäschens passt schon seit Lois Maxwells Ausstieg vor über 22 Jahren nicht mehr und wirkte zuletzt aufgesetzt
- der Sinn für Eleganz und Luxus wurden Craigs Bond in "Casino Royale" (Zugszene, Dinnerjacketszene) und in "Ein Quantum Trost"(Hoteltausch) schrittweise "beigebracht", ohne dieses Attribut wie bei einigen alten Film ins Lächerliche zu ziehen (Moore im Smoking in der ägyptischen Wüste; Brosnans Richten der Krawatte bei Verfolgungsjagd unter Wasser)
- auch Connery und Moore waren nicht immer der angeblich charmante Gentleman-Agent, auch sie töteten eiskalt und "sinnlos" (Prof. Dent in "Dr. No", Emile Loque in "In tödlicher Mission") und misshandelten gerne mal Frauen (Tatiana Romanova, Andrea Anders)

Was noch dazukommt: Was ist mit bereits früher entfallenen Traditionen?
Niemand behauptet, Bond sei nicht mehr Bond, seit er seinen Hut nicht mehr quer durch Moneypennys Büro fliegen lässt.
Niemand spricht Bond seine Eleganz ab, weil er kein Bakkarat mehr spielt.
Niemand sagt, "Goldfinger" sei kein Bond mehr, nur weil Silvia Trench nicht vorkommt.
Niemand behauptet, "Octopussy" sei ein Bruch, nur weil Bond eine Walther P5 verwendet.

Warum also einen Film als schlecht verurteilen, nur weil er nicht das ist (und auch niemals sein wollte), was viele schlecht informierte Leute erwartet haben?
Und das, obwohl "Ein Quantum Trost" ein handwerklich gut gemachter Film ist, der sich wie ein echter Fleming-Roman anfühlt, was nicht nur an der Fokussierung auf James Bond (stark gespielt von Daniel Craig) liegt, sondern auch an der extrem dichten Atmosphäre.
Dass Marc Forster bei der für einen Bond-Film ungewohnt modernen Inszenierung auf Stilmittel aus der ihm liegenden Art-House-Ecke zurückgreift, ist zumindest beim ersten Betrachten nicht jedermanns Geschmack. Jedoch erfüllen diese Mittel ihren Zweck perfekt: egal ob die untypische Wahl der Locations (z.B. Wüste=Bonds Isolation), die zur Umweltthematik des Films passende Einbeziehung der vier Elemente in die Action-Szenen, der sich reduzierende Einsatz der Handkamera in selbigen (Bonds anfängliche, emotionale Aufwühlung) etc.
Abgesehen davon kehrt der Film neben etlichen kleinen Zitaten dank seiner modernen Art und Liebe zum Detail auch geistig zu den frühen Bond-Streifen zurück, denn schließlich waren diese auch liebevoll gemachte Produkte ihrer Zeit. Zumindest bevor sich die Bequemlichkeit der Formel einschlich...

Fazit: Ein klasse Film auf Höhe der Zeit, der erzählt, wie Bond seine von Vesper zerstörte Schutzschicht wieder aufbaut, und so stärker zu der Person wird, die wir kennen. Und nun endlich auch verstehen.
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1-10 von 42 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 01.02.2009 20:57:22 GMT+01:00
haslud meint:
Geniale Rezension! Hundertprozentige Zustimmung von mir. Danke für die Wahrheit - und dass sie endlich jemand auf den Punkt gebracht hat!

mfg thexm

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.02.2009 14:11:20 GMT+01:00
Volkri meint:
Bin ebenfalls entzückt! Kompetente Rezension!

Veröffentlicht am 03.02.2009 14:30:11 GMT+01:00
so ist das, vielen Dank für die Rezension gegen den Mainstream.

Veröffentlicht am 11.02.2009 10:17:18 GMT+01:00
Blue-Focus meint:
Wie bitte?
Dieser schlecht inzenierte Brutalo-Craig ist ja wohl leider voll Mainstream geworden - so viele Kino-Zuschauer können irren - Wahnsinn!

Der Film ist nicht einmal gute Unterhaltung.
Sondern ein langweiliges, peinliches, geklautes Filmchen.
Die Überschrift stimmt aber, James Bond ist tot
und er kehrt nie wieder!

Für diesen ganzen Blödsinn denn die Produzenten gegen die Formel tun wollten
hätten sie einen richtig guten, charismatischen und ansehnlichen Schauspieler gebraucht
und einen Regisseur, der eine Vision hat
und gegen den Trend Brutalo-Mätzchen sein lässt.
Und nein es gab nicht nur Pierce Brosnan, auch Moore, Dalton und Lazenby haben einen guten Job in tollen Filmen abgeliefert.
Und schon Sean Connery hat mit Goldfinger die Formel gelegt und wollte ausbrechen.
Also nix neues hier und diese Kritik klingt nach dem Geschwätz der Produzenten!

Dieser Film ist der Niedergang der Serie und die schwächste Unterhaltung -
wenn man ihn überhaupt zur JB-Serie zählen will.

Schwamm drüber, es gibt neue Helden und dieser ist eben tot und begraben.
Nicht zuletzt dank dem Bauarbeiter Craig, der sich in ein Filmstudio verlaufen hat.

Veröffentlicht am 11.02.2009 10:48:09 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.02.2009 10:53:03 GMT+01:00
Schließe mich dieser sehr gut formulierten Rezension an.
Bevor der Film überhaupt in die Kinos kam wurde er in der Luft von den Medien zerrissen, dass Craig wegen "kleinen" Verletzungen gleich ins Krankenhaus kam; dass er die Stunts fast alle selber machte wurde nicht gesagt. Bei Pierce Brosnan war das ja kein Thema.

Tolle Rezension!!!

Veröffentlicht am 12.02.2009 17:50:22 GMT+01:00
Michael Will meint:
Endlich mal eine sinnvolle Rezension von einem echten Bond Kenner! Stimme Dir voll und ganz zu!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.02.2009 20:39:07 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.02.2009 20:43:06 GMT+01:00
Chilischote meint:
Den "Bond-Kenner" würde ich unterstreichen, wenn ich der irgendwie amüsanten Auflistung folgen würde. Seit wann zeichnet sich denn ein (Film)Charakter durch Spielzeuge, Martinis, Moneypennys oder sein Getränk aus? Ein Charakter ist man und auch Bond stets aufgrund seiner Persönlichkeit - und wenn ich dazu das Fazit zitieren dürfte:

"....wie Bond seine von Vesper zerstörte Schutzschicht wieder aufbaut, und so stärker zu der Person wird, die wir kennen. Und nun endlich auch verstehen."

Ich kann mir nicht helfen, aber das klingt nach einem wankelmütigen Weichei. Ein Bond, der anfangs als knallharter Vollstrecker eingeführt wird, zerbricht wie eine hauchdünne belastbare Porzellantasse. Armer Kerl - und jetzt ist er wieder ratzfatz der eisenharte Eisenbeißer. Wo ist denn da der Charakter - wo ist die Wandlung - wer ist diese Person und wer kann diese Pseudofigur auch nur ansatzweise verstehen?

Der alte Bond ist wahrhaft tot, zumindest der Bond, der über alle Filme hinweg als echter Charakter ein britischer Agent mit feinsinnigem Charme und selbstironischen Humor war und eine harte Schale aufwies, die ab und zu emotional Risse bekam, ohne gleich in tausend Stückchen zu zerspringen.

Der heutige "Bond" ist nur noch ein simpler zugkräftiger und markenträchtiger Name, der Charakter selbst wurde vom Mainstream hinweggespühlt. Friede seiner Asche. ;-)

Den neuen "Bond" als austauschbare Actionfigur trotzdem mögend, aber den Film handwerklich ziemlich verpfuscht findend

Chili

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.02.2009 17:39:04 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.02.2009 17:39:59 GMT+01:00
@ Chilischote:

Natürlich machen die "Spielzeuge, Martinis, Moneypennys oder sein Getränk" nicht den Charakter Bonds aus, jedoch sind sie, wenn man vielen selbsternannten Bond-Fans glauben soll, Markenzeichen, die zum Charakter des "echten" Bonds dazugehören.
Da ich, ebenso wie Sie, diese Sichtweise als fragwürdig empfinde, habe ich diese Auflistung als kleine Erinnerung gewählt.

Was Ihre Einstellung zum alten Bond als "britischer Agent mit feinsinnigem Charme und selbstironischen Humor" angeht, möchte ich nur einmal an Daltons Interpretation und die ersten beiden Connery-Bonds erinnern. Anschließend noch einmal aufmerksam und unvoreingenommen "Casino Royale" und "Ein Quantum Trost" ansehen...

PS: Danke für die vielen positiven Rückmeldungen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.02.2009 23:43:02 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.02.2009 23:54:05 GMT+01:00
Chilischote meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.02.2009 14:23:20 GMT+01:00
Danke, den werde ich haben! ;p
Und was die "selbsternannten Bond-Fans" angeht, so bitte ich meine übereilte Wortwahl zu entschuldigen. "Hardcore-Bond-Fans" oder "Bond-Experten" trifft es eher.
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