Über 'Produkte weiblicher Gesundheitsvorsorge' und 'Bio-Kitsch',
7. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Das bizarre Sexualleben der Tiere. Ein populäres Lexikon von Aal bis Zebra (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Nach einer Einführung, in der der Autor erklärt, warum es überhaupt Sex im Tierreich gibt, folgt ein Lexikon, in dem Michael Miersch vom Sexualleben verschiedenster Tiere und von assoziierten Begriffen berichtet.
Mein Eindruck:
Für mich war das Buch die reinste Enttäuschung: sehr saloppe, oft flapsige Sprache, vage, oberflächliche, holprige und nicht ganz korrekte Erklärungen und Definitionen (z.B. Darwin als 'Entdecker der Evolution') sowie wertende und unsachliche Begriffe (z.B. 'grottenhäßlich' oder 'pervers'). Zudem findet der Leser auch Begriffe wie 'Bachstelze' oder 'Damhirsch' - wer hier auf interessante Geschichten aus dem Tierreich hofft, hofft vergebens, denn hier handelt es sich um Begriffe, die man eher in einem Buch über (menschliche) Prostitution vermuten würde. Und so werden fragwürdigerweise auch Einhörner aufgelistet.
Von Evolution scheint der Autor meiner Meinung nach wenig Ahnung zu haben, so findet er Geweihe zum Beispiel nutzlos, und er spricht durchgehend von Richard Dawkins und einem 'genetischen Egoismus' statt vom 'egoistischen Gen'. Zudem fehlte mir die Begeisterung und der Respekt für Tiere - Tiere sind bei Miersch 'grottenhäßlich' und 'minder intelligent'.
Mein Resümee:
Spannend ist anders. Wer etwas lernen will, sollte ein anderes Buch lesen.
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