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Kundenrezension

125 von 148 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das ist nicht Noah Gordons Medicus!, 28. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Medicus: Roman (Die Medicus-Reihe, Band 1) (Taschenbuch)
Ich habe hier meine deutschsprachige, 1987 bei Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf., München erschiene gebundene Ausgabe vor mir liegen. Übersetzt aus dem Amerikanischen von Willy Thaler. Und ich bin einfach nur entsetzt, was hier die vermeintlichen Übersetzer Ulrike Wasel und Klaus Timmermann abliefern. Doch bevor ich mich noch weiter darüber auslasse, möchte ich hier zum Vergleich nur den ersten Absatz der 1987 erschienen Ausgabe (in der Übersetzung Willy Thalers) wiedergeben:

"Es waren Robs letzte, ruhige Augenblicke seliger Unwissenheit, doch in seiner Einfalt empfand er es als unbillig, daß er mit seinen Brüdern und seiner Schwester zu Hause bleiben mußte. Es war Frühlingsbeginn, und die Sonne stand so tief, daß ihre wärmenden Strahlen unter das vorstehende Strohdach drangen. Rob rekelte sich auf dem unebenen, steinernen Vorplatz neben der Haustür und genoß die Behaglichkeit. Eine Frau bahnte sich vorsichtig einen Weg auf der mit Löchern übersäten Carpenter‘s Street. Die Straße war genauso reparaturbedürftig wie die meisten kleinen Arbeiterhäuser, die sie säumten. Handwerker, die ihren Lebensunterhalt damit verdienten, daß sie für Reichere und vom Glück Begünstigtere solide Häuser bauten, hatten sie ohne jede Sorgfalt gebaut."

Und was haben Wasel und Timmermann daraus gemacht? – Grauenhafte Stümpereien einer Hinterhof Gossengeschichte. Möglicherweise haben sie Noah Gordons Werk auch einfach durch eins dieser Online-Übersetzungsprogramme gejagt. Und das zieht sich weiter von Satz zu Satz durch die ganze Buchvorschau. - Nein, ich werde diesen billigen Aufguss des Medicus ganz sicher nicht mit meinem Geld honorieren, nur um diese grauenhafte Übersetzung weiter zu entlarven. Es ist einfach zu offensichtlich, dass hier jede Sorgfalt außer Acht gelassen wurde.

Hier, gleich aus dem zweiten Absatz des ersten Kapitels, ein weiteres Beispiel:
Aus: "Der sechsjährige William Stewart und die vierjährige Anne Mary wühlten neben dem Haus im Schmutz und kicherten beim Spielen." – Machen Wasel und Timmermann: "William Stewart, sechs Jahre alt, und Anne Mary, vier, buddelten neben dem Haus im Dreck und spielten kichernd geheime Spiele."

Und diese Posse einer Übersetzung zieht sich, mit wenigen Ausnahmen, durch die gesamte Buchvorschau.
Warum dann nicht gleich: "Hey jo, als er die billige Bitch sah, die ihre schmierigen Nippel zeigte, war ihm gleich klar, dass das nur ne Nutte sein konnte." – Wäre wenigstens konsequent gewesen und der Leser hätte gleich erkennen können, mit was er es hier zu tun hat: Dem stümperhaften Abklatsch einer wunderbaren Erzählung, die einen vom ersten Satz an in ihren Bann ziehen kann. Deren Protagonisten alles andere als farblos bleiben und uns in eine Welt voller Abenteuer entführen.

Und das hier einige Kritiker Noah Gordon Antiislamismus vorwerfen, kann ich einfach nur der schlechten Übersetzung zuschreiben. Denn nicht mit einem Wort findet sich dies in der Übersetzung Willy Thalers von 1987 wieder. Eher noch könnte man Noah Gordon als Sympathisanten des Islam bezeichnen. Zumindest in seiner Schrift als Autor des Romans "Der Medicus."
Und wer tatsächlich glaubt, die Sprache Wasels und Timmermanns sei die Sprache des 1926 geborenen Noah Gordons, der muss wahrlich der Leichtgläubigste unter den Leichtgläubigen sein.

Und ihr selbsternannten Historiker: gehört es nicht zu der Sorgfalt eines wissenschaftlich arbeitenden Menschen, dass er die ihm vorliegenden Schriften zunächst auf ihre Echtheit hin überprüft? Und gehört es nicht auch zur weiteren Sorgfalt eines Historikers, dass er zumindest weitere Quellen hinzuzieht, bevor er dem Verfasser eines Textes Unwissenheit und sprachliche Mängel vorwirft?

Amazon sollte sich selbst einen Gefallen tun und die Verbreitung dieser grob fahrlässigen Übersetzung umgehend stoppen.
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1-10 von 12 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 28.12.2013 13:06:34 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.12.2013 13:07:17 GMT+01:00
entsetzt meint:
Nachtrag: Nicht 1928 wurde Noah Gordon geboren, sondern 1926 - bitte diesen Fehler zu entschuldigen.

Und hier noch, für die Historiker, ein Ausschnitt aus der Danksagung Noah Gordons in der 1987 erschienen Ausgabe:

" 'Der Medicus' ist eine Geschichte, von deren Figuren nur eine Person, Ibn Sina, tatsächlich gelebt hat. Es gab zwar einen Schah Ala-al-Dawla, aber über diesen sind nur so wenige Fakten erhalten, daß die Figur dieses Namens aus einer Verschmelzung von verschiedenen Schahs hervorging.
Der "maristan" wurde nach Beschreibungen des mittelalterlichen Azudi-Krankenhauses in Bagdad geschildert.
Viel von der Atmosphäre und den Tatsachen des 11. Jahrhunderts ist für immer verlorengegangen. Wo keine Aufzeichnungen existieren oder die Sachlage unklar war, habe ich bedenkenlos erfunden; das heißt, daß es sich hier um ein Werk der Phantasie und nicht um einen Ausschnitt aus der Geschichte handelt. Alle großen oder kleinen Irrtümer, die ich bei meinem Streben, Zeit und Ort getreulich nachzuzeichnen, begangen habe, gehen zu meinen Lasten. Doch dieser Roman hätte ohne die Hilfe etlicher Bibliotheken und Einzelpersonen nicht geschrieben werden können."

Veröffentlicht am 05.01.2014 11:38:34 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 12.01.2014 13:21:56 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 10.01.2014 10:31:40 GMT+01:00
NE meint:
Eine von emotionalem Übereifer dominierte Beurteilung dieser Art ist nun wirklich mehr als nur rufschädigend. Sie ist einfach peinlich. So weit mir in Erinnerung ist, handelt es sich hier um eine sehr solide Arbeit, die sowohl vom Verlag als auch von den Lektoren aus gutem Grund positiv aufgenommen worden ist. Die Übersetzer arbeiten seit über 30 Jahren professionell und erfolgreich. Solche Professionalität wünsche ich dem Rezensenten in Zukunft auch, damit ihm solche unkontrollierten Entgleisungen nicht mehr unterlaufen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.01.2014 19:13:55 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 12.01.2014 17:34:28 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.01.2014 21:23:25 GMT+01:00
entsetzt meint:
Sie halten es aber offensichtlich nicht für rufschädigend, wenn Noah Gordon aufgrund dieser Übersetzung „Islamfeindlichkeit“, „Fäkalsprache“, „ein Schreibstil der zwischen anspruchslos idiotisch und schlichtweg vulgär wechselt“, „unpassende Gewalt- und Sexdarstellungen“ (die auch noch völlig aus dem Zusammenhang gerissen seien), „ein schwacher Stil“, „oberflächlich gekennzeichnete Charaktere“, „das ewige Dann-passiert-das-und-dann-essen-wir-das-und-gehen-dann-dahin“, „lieblos und platt“, „Dreigroschenroman“, „Menschen und Tierverachtend“ und dergleichen mehr vorgeworfen wird. Was nur der Übersetzung zuzuschreiben ist; wenn man so wie ich vergleichendes Material zur Verfügung hat (sprich die von mir genannte Ausgabe in der Übersetzung Willy Thalers).
Sicher, ist meine Stellungnahme auch emotional geprägt. Das sollte sie auch sein. Bei einer Erzählung, die ich auch heute noch immer wieder gern lese. Weil die Protagonisten alles andere als flach und farblos bleiben. Der Schreibstil wunderbar und die Geschichte fesselnd ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.01.2014 17:28:22 GMT+01:00
Fortunato meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.01.2014 18:45:00 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.01.2014 18:48:32 GMT+01:00
entsetzt meint:
Diese Zitate stammen aus den hier gemachten Rezensionen. Woher wohl sonst? Und wenn sie meine Texte aufmerksamer lesen würden, wüssten Sie auch, dass ich zum Vergleich eine Ausgabe von 1987 herangezogen habe. Bei allem anderen würde ich mich wiederholen und dazu habe ich weder Zeit noch Lust. Und der Speichel scheint wohl gerade in Strömen über Ihre Tastatur zu fließen. Nicht, dass das noch zu einem Kurzschluss führt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.01.2014 11:09:01 GMT+01:00
Fortunato meint:
Noch mal, damit selbst Sie es verstehen: Eine Übersetzungskritik hat nur dann Sinn, wenn sie auf einem Vergleich mit dem AUSGANGSSPRACHLICHEN Original basiert. Da Sie offenbar nicht willens und nicht fähig sind, die Unsinnigkeit Ihrer vermeintlichen Kritik einzusehen, werde ich es aufgeben, Ihnen zu antworten. Weiterhin viel Spaß mit Ihren vermeintlichen "Texten", bei denen Ignoranz und Selbstüberschätzung eine traurige Allianz eingehen.

Veröffentlicht am 15.01.2014 17:29:43 GMT+01:00
So sehr ich den Ärger über schlechte Übersetzungen grundsätzlich und generell nachvollziehen kann, kann ich ihn hier speziell nicht verstehen. Es wird eine deutsche Übersetzung mit einer anderen deutschen Übersetzung verglichen, was für mich wenig Sinn macht. Besser wäre es sicherlich gewesen, das amerikanische Original und die deutsche Übersetzung zu vergleichen.
Grundsätzlich ist es doch so, dass bei einer Übersetzung immer etwas verloren geht. Gerade erotische Szenen geraten in deutscher Sprache schnell plump und vulgär. Hier fehlt es einfach an passenden geschmackvollen Ausdrücken, wie sie die englische Sprache bereit hält.
Ich lese daher englischsprachige Autoren möglichst im Original.

Richtig ist, dass die vorliegende neue Übersetzung einen moderneren Sprachstil verwendet, als die von 1987. Ich persönlich finde sie aber, nachdem ich die ersten beiden Kapitel gelesen habe, ohne die Übersetzung von 1987 und das Original zu kennen, recht gut zu lesen.

Veröffentlicht am 13.02.2014 21:06:53 GMT+01:00
El Novelero meint:
Mir reicht der Vergleich der Übersetzung über die beiden spielenden Kinder durchaus, um die neue Version in die Tonne zu treten zu können. Da ich jedoch Bücher englischsprachiger Autoren lieber im Original lese, sollte es mir egal sein.
Danke für die Ausführungen. :)
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