Kundenrezension

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Isolate and Medicate - Highlight 2014, 6. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Isolate and Medicate (Deluxe Edition) (Audio CD)
Seether - Isolate and Medicate [Deluxe Version mit 4 Bonus Tracks]

Lange musste man als Fan von der Band aus Südafrika warten bis man wieder etwas Neues auf die Ohren bekommen hat oder generell irgendwelche Infos, doch nach langem Warten meldet man sich jetzt mit dem nun schon 6. Studioalbum zurück und möchte mit Isolate and Medicate wieder zu den Wurzeln zurück die man zuletzt bei Studioalbum Nummer 5 aus dem Jahre 2011 Holding Onto Strings Better Left to Fay, Seitens einiger Fans vermisst hat.
Ist man zu radiotauglich geworden oder gar zu ruhig, wo bleibt die Härte und der Hass? Dies sind die Vorwürfe die immer wieder aufkommen doch hier kann entwarnung geben, ja man ist radiotauglich auch mit dem neuesten Werk aber ist das schlimm? Nein ganz sicher nicht denn bei solcher Musik schalte ich gerne das Radio ein!
Man ist ruhig aber es gibt auch die so sehr gewollten härteren Töne wieder wo man sich bei einigen Stücken zurück erinnert fühlen dürfte an Zeiten von Disclaimer II oder Karma and Effect. Den Hass oder nicht muss jeder jedoch selbst in den Zeilen lesen, es lohnt sich aufjedenfall dabei auch Gedanken zu den Lyrics zu machen.

Bevor ich genauer nun auf das Album und die einzelnen Songs eingehe, möchte ich sagen wie viel Zeit ich mit dem Album verbracht habe bisher, denn ich bin kein Fan davon wenn man etwas 1-2 mal durchhört und sich dann schon schnell eine Meinung bildet denn so manch ein Song wächst erst beim 10. mal hören, da muss man als Hörer oder Fan auch etwas Geduld und den Willen mitbringen wird dafür dann aber umso besser belohnt.
Das Album ist seitdem 04.07.2014 bei uns im Handel und davor konnte man u.a. schon auf Youtube in jedem einzelnen Song reinhören (in die Single 'Words As Weapons' und 'Suffer It All' schon länger) und ich habe bisher jeden Tag damit verbracht mit dem Album es intensiv zu hören oder es nebenbei laufen lassen, somit kann ich mir denke ich einen guten Überblick machen über jeden Song.

Album nun reingelegt und los gehts!
Es startet gleich mit 'See You at the Bottom' da haben alte Seether Fans sofort ihre Freude daran, die Gitarren krachen einem um die Ohren dazu die markante Stimme von Shaun Morgan die in Refrain alles rausholt er brüllt/schreit wie zu alten Zeiten.
Ein klassischer Seether Titel wie er im Buche steht, könnte man so auch auf alten Alben finden und würde sich perfekt dazu einreihen. Als Opener perfekt denn somit stimmt man jeden zufrieden der sich Seether gekauft hat und auch Seether erwartet.
Lyrics schlau geschrieben und typisch, dunkel, hart, traurig, usw.
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Weiter geht es, jetzt kommt die Überraschung und eine Umgewöhnung denn Titel 2 'Same Damn Life' schlägt in eine ganz andere Kerbe rein, wesentlich poppiger vom Sound und den Strophen und Shaun Morgan zeigt hier Vielseitigkeit Gesanglich denn im Refrain bekommt man höhere Töne auf die Ohren.
Für mich zuerst auch ungewohnt denn solche Töne (hier geht es besonders um den hohen Gesang) waren für mich auch ungewohnt aber es passt zusammen, der Song ist in sich stimmig und es fällt nicht negativ auf auch nach mehrmaligen Hören, es wird sogar besser! Hier muss man als Fan also bereit sein auch für Neues denn die Band experimentiert und es klappt, wirkt nicht Fehl am Platz, peinlich oder schlecht. Für mich zwischenzeitlich einer der Besten auf dem Album.
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'Words As Weapons' heißt es nun und dürfte den meisten schon bekannt sein wenn sie die Zeit vor Album Release verfolgt haben denn dies ist die erste Singel. Damit hat man wohl auch den größten Hit auf dem ganzen Album geschrieben, wenn nicht sogar einen ihrer größten Hits in der ganzen Karriere!
Es fängt ruhig an, ein Mitsingen-/summen ist hier fast schon Pflicht dann starten die Lyrics und es nimmt einem sofort mit, hier zeigt sich wieder die hervorragende Stimme von Sänger Shaun Morgan die selbst nach sovielen Jahren noch immer funktioniert wie eh und je. Refrain bleibt einem sofort im Ohr und sorgt für extreme Ohrwurmgefahr da er so prägnant und einprägsam ist. So traurig und düster er auch geschrieben ist, mag er beim Hören nicht sofort rüberkommen doch wenn man sich damit beschäftigt wirkt es dann umso besser beim Hören.
Auf Vergleiche mit dem Song 'Mad World' von Gary Jules möchte ich hier nicht weiter eingehen, da sich dies schon totgelaufen hat und mag sicher schmeichelnd sein aber dafür finde ich ist 'Words As Weapons' viel zu gut um es allein mit diesem Vergleich abspeisen zu lassen. Dieser Song trägt das Album über größte Strecken und ist wohl auch das Aushängeschild worauf man es auch als erste Singel veröffentlicht hat, es verbindet den neuen Seether Sound mit altbewährtem. Wer also hier schon nichts mit der Band anfangen kann, der wird auch beim Rest des Albums nicht glücklich werden.
Hier verweise ich noch auf das Musikvideo dazu das sicher einem etwas anderes bietet als man erwartet aber generell zum ganzen Konzept des Albums/Songs passt. Ansehen und vielleicht versteht man es dann umso mehr, besser.
Volle Punktzahl mit extra Stern gibt es hier!
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Nächster Titel fängt an, 'My Disaster' verspricht schon vom Titel wieder düster und dreckig zu werden und genau das bekommt der Hörer auch hier zuerst die Gitarren knattern wieder was das Zeug hält dann setzt der Gesang ein, es geht flott vorran von den Strophen. Einige hohe Klänge auch hier wieder zu hören doch fällt kaum auf oder wirkt negativ.
Refrain legt dann richtig los und hier wird gebrüllt so das schnell alles Ruhige vergessen wird. Toller Titel der was Gesang angeht in den Strophen zwar langsamer wird aber genau dort seine größte Kraft hat. Sehr düster und ernst, hat für mich das Potential als nächste Singel mit Video veröffentlicht zu werden.
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Spätestens bei 'Crash' dürfte man als Hörer das Konzept des Albums erkannt haben das bisher einen Wechsel von hartem Song - ruhigem Song - hartem Song - weichem Song durchzieht denn hier wird einem eine Ballade präsentiert.
Sehr kraftvoll im Refrain der zum Träumen einläd. Mehr kann man hier nicht sagen, wer die Balladen von Seether mag, kann hier reinhören.
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Wer hätte es gedacht, jetzt kommt wieder ein härter Song der den Namen 'Suffer It All' trägt und dürfte wie 'Words As Weapons' den aufmerksamen Hörern bereits bekannt sein. Dieser Titel hat es richtig in sich denn es ist einer ihrer mit Abstand lautesten, kraftvollsten hier bekommt man die Gitarren und Riffs nur so um die Ohren und ist erstmal überrascht über diese Härte die aber sicher eine willkommen Abwechslung ist.
Ich bin mir sicher, wäre dieser Titel auf einem Disclaimer II gewesen dann wäre er auch hier rausgestochen. Doch bevor man jetzt denkt hier zieht man die härteste Nummer durch möchte ich noch auf den Refrain hinweisen der den wohl größten WTF-Moment bietet denn so hart die Strophen, Riffs usw. sind, setzt der Refrain an gibt es hohe Töne von Shaun zu hören was erstmal extrem seltsam auf den Hörer wirkt und für leichte Verwirrung zum harten Konzept das einem zuvor geboten wird ABER ich kann hier entwarnen denn es passt einfach so perfekt zusammen so seltsam und ungewohnt es auch erstmal sein mag, man muss sich den Titel mehrmals anhören am Besten noch die Lyrics lesen und dann wird man diesen Refrain einfach nur noch abfeiern, da bin ich mir sicher.
Harter Song mit einer Überraschung im Refrain und das alles so stimmig in sich, sehr gewagt und mutig aber perfekt umgesetzt. Hier heißt es mut zu Neuem für alte Seether Fans.
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'Watch Me Drown' kommt jetzt (in welche Richtung der Titel geht muss ich wohl nicht sagen)
Ein wie ich finde unauffälliger Titel auf dem Album, läuft für mich meistens nebenbei und fällt nicht sonderlich auf oder ist besonders einprägsam für mich. Erst im Refrain zündet er etwas doch trotzdem bleibt es für mich ein Titel der mehr im Hintergrund bleibt und mich bisher noch nicht mitgenommen hat. Mit 3'09'' Spielzeit auch ziemlich kurz vielleicht deshalb für mich eher eine Nummer die noch nicht so wirklich in den Kopf wollte, bis auf den Refrain der sich oft wiederholt.
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Vielleicht hat es der Titel schwer weil er zwischen zwei so starken steckt denn nach 'Watch Me Drown' kommt 'Nobody Praying for Me' das einem sofort wieder mitnimmt und eine gute Mischung aus Härte und Gefühle, soft bietet. Hier kann man einfach mitbrüllen und mitgröllen und dem leichten Strophen von Shaun Morgan lauschen, schönes Stück so traurig der Text auch ist. Man sollte sich auch hier ruhig mit dem Text beschäftigen, gute Arbeit wieder was das Schreiben angeht.
Einprägsam, nimmt einem mit hier bekommt man ein gutes Gefühl. Könnte wie auch 'My Disaster' der nächste Titel mit Musikvideo werden, würde ich mir wünschen.
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'Keep the Dogs at Bay' hier nimmt das Album jetzt langsam Fahrt in die immer ruhigere Ecke auf (oder kommt mir nur das so vor weil 'Suffer It All' so eine extreme Härte hatte???) jedenfalls ein ordentlicher Seether typischer Song den ich jetzt nicht zu den Besten zählen würde aber einem das bietet was man sich eben erwartet, da wäre aber sicher noch mehr drin gewesen auch wenn die Melodie ordentlich ist und der Refrain/Strophen so hat er mich noch nicht ganz mitgenommen oder überzeugt.
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Okay es geht weiter... wird sogar noch ruhiger, eine Ballade! 'Save Today' leichte Melodie im Hintergrund, hier soll die Stimme hervor gehoben werden, finde ich gut da ich gerne dem Gesang einfach so lausche ohne großes Tamtam was die Musik angeht. Genau für diese Leute ist dieser Titel!
Feuerzeug hoch und langsames mitschwanken und dabei ein verträumter Blick. Eine ihrer wohl besten Balladen ist dies hier, so unauffällig sie erstmal scheint so schön, verträumt und verspielt kommt es dann rüber. Hier kann man einfach mal ganz entspannt sein und ich finde es gut das Seether es schafft soviele Emotionen in ein Album zu packen und das von Song zu Song.
Wichtiger Song auf dem Album der einfach nicht fehlen darf.
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Damit haben wir dann das Ende vom Album erreicht und mit 'Save Today' einen tollen ruhigen Abschluss, wo es laut und aggressiv los ging, wird es zum Schluss ganz leise und nachdenklich.
ABER es ist nicht das offizielle Ende denn wer nicht genug von Seether und dem Sound bekommt der kann wie ich es getan habe zur Deluxe Version greifen und bekommt 4 weitere Songs spendiert, die sich mehr oder weniger lohnen aber das sollte jeder doch für sich selbst entscheiden.
Auch hier möchte ich genauer darauf eingehen.

Man scheint sich nun festgelegt zu haben auf die ruhigeren Töne (schade, hätte gerne nochmal etwas mehr vom ersten Teil des Albums gehabt) 'Turn Around' ist der erste Titel den man mit der Deluxe Edition bekommt. Solider Titel der jetzt auch eher etwas für den Hintergrund ist und noch nicht so wirklich zünden möchte, ist aber interessant zu hören jedoch keine Pflicht. Ist auf dem Deluxe Album also bestens aufgehoben und somit nur etwas für Leute die wirklich mehr haben möchten.
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'Burn the World' geht da schon etwas besser los, es kommt einem etwas vor als würde Shaun die Strophen hier runtererzählen (nicht negativ gemeint) somit geht es schnell los und entfacht auch eine gewisse Spannung die dann aber der Refrain nicht ganz erfüllen kann da es hier nur immer heißt "You let the World burn down, you let the World burn down, you let the World burn down" usw. da hätte ich mir einen etwas treibenderen Refrain gewünscht mit etwas mehr Wucht dahinter da einem doch zuerst Lust auf mehr gemacht wird.
Trotzdem guter Titel.
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Jetzt kommt 'Goodbye Tonight' stellt euch folgende Szene vor, ihr sitzt am späten Abend in einer Bar habt ein euer kühles Getränk, eine kleine Bühne auf der eine Band spielt (ganz zufällig Seether) und die Leute klatschen im Takt mit. Diese Gefühl vermittelt mir dieser Song, sehr schöne Stimmung schafft er und hier ist ja mal endlich ein Grund sich die Deluxe Version zu kaufen!
Tolle Strophen wo man auch real mitklatschen möchte und dann ein kraftvoller Refrain wo nochmal alles rausgeholt wird, so möchte man das doch gerne haben!
Dazu sei noch erwähnt Seether bekommt hier unterstützung von der Band Van Coke Kartel, dürfte hier bei uns wohl niemand kennen doch die Jungs kommen ebenfalls aus Südafrika und bringen sich wunderbar in den Song ein. Die Stimmen harmonieren perfekt.
Highlight auf der Deluxe Version!
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Und nun wirklich zum Schluss bekommt man 'Weak' und der Seether hörer wird doch jetzt sagen der Song ist alt, ja denn dieser kam 2013 auf dem Best of Album daher. Wie ich finde eine schöne Geste der Band für Leute die alle Seether Alben haben und somit auf das Best of verzichten konnten das diese doch noch 'Weak' bekommen und nicht ganz darauf verzichten müssen.
Denn damit bekommt man wieder eine schöne Härte und der Song nimmt richtig an Fahrt auf, somit endet das komplette Album so wie es auch angefangen hat, kraftvoll, laut und mit dem typischen Seether Sound.

Damit sind wir nun auch schon durch, dies ist das neue Werk Isolate and Medicate mit allen Höhen und Tiefen und zum Glück sind es wesentlich mehr Höhen geworden.
Wer jedes Seether Album hat der kann hier sowieso zugreifen da ist es Pflicht und die jenigen wo beim letzten Album kritisch wurden können ebenfalls zugreifen da man diesmal eine gute Balance gefunden hat bei den Songs und für jeden etwas dabei ist.
Wer Seether überhaupt nicht kennt für den lohnt sich reinhören aufjedenfall, so Radio- und Massentauglich man ihnen vorwerfen möchte, so unbekannt sind sie noch immer bei uns.
Das ist sehr schade denn man sollte die Band für mehr als nur 'Broken' mit Amy Lee kennen das zwischenzeitlich auch schon gute 10 Jahre her ist.

Seether ist zurück und wieder richtig stark!

Anspieltipps:
-See You at the Bottom
-Same Damn Life
-Words as Weapons
-My Disaster
-Suffer It All
-Nobody Praying for Me
-Goodbye Tonight

Da wird sicher jeder etwas finden das ihm gefällt.
Von mir gibt es somit eine 5/5
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