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Meine Handytasche hat jetzt eine Steckdose,
27. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Powermonkey eXtreme Solarladegerät (Personal Computers)
Der Powermonkey Extreme gehört für mich zu den am meisten übersehenen interessanten Produkten für Smartphonenutzer und technikaffine Kunden. Diesen Zustand kann ich nicht länger bereitwillig durchwinken - höchste Zeit, über die Erfahrungen mit meinem Taschenaffen zu berichten.
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Lieferumfang
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- die Powermonkey Extreme-Batterieinheit ist das Herz des Akkusystems. Sie besteht aus einer mit 9.000mAh enorm üppig ausgestatteten Lithium-Polymer-Batterie, eingefasst in einen stabilen, kompakten Kunststoffmantel. Dieser verfügt über zwei Zugänge: Der Eingang erlaubt die Ladung der Batterie entweder über das Netzteil (schnellste Methode), ein USB-Kabel (dauert deutlich länger) oder den beiliegenden Solaradapter (Ladung abhängig von der Sonnenleistung). Der Ausgang erlaubt den Anschluss des beiliegenden 2.1-Ampere-Ladekabels (zum Aufladen von Tablets) und/oder den Anschluss des beiliegenden 0.7-Ampere-Ladekabels (zum Aufladen einer Unzahl von 5-Volt-Verbrauchern wie z.B. Smartphones).
- die Powermonkey Extreme-Solareinheit gestattet mittels Sonnenenergie entweder das Laden der Batterieeinheit oder das direkte Laden eines Endverbrauchers. Es ist sogar möglich, die Batterieeinheit mittels Solarpanel aufzuladen, während die Batterieeinheit selbst gleichzeitig einen Endverbraucher mit Strom versorgt. Dann allerdings wird ein zweites, nicht im Lieferumfang enthaltenes USB-Kabel benötigt.
- ebenfalls dabei: acht austauschbare Adapter-Plugs für das angesprochene 0.7-Ampere-Ladekabel. Darunter befinden sich z.B. Adapter für Mini-USB und Micro USB für den Betrieb allgemein über USB ladbarer Geräte. Es gibt aber auch Plugs für BlackBerry, Garmin, HTC, LG, Motorola, Nintendo, Nokia, Samsung und Sony Ericsson, Apple iPod und iPhone. Auch Sonys PSP & verschiedene E-Reader/Digitalkameras lassen sich mit den Adaptern aufladen. Im Zweifelsfall lohnt ein Besuch unter https://powertraveller.com/tips_adapters - hier bietet der Hersteller ein nützliches Webinterface, bei dem man die benötigten Adapter für sein zu ladendes Gerät ausfindig machen kann.
- als sonstiges Zubehör wartet eine kompakte Gerätetasche, die alle Komponenten des Powermonkey-Pakets gut geschützt und ordentlich zusammengepackt verstaut. Prima, um die gesamte Einheit z.B. im Rucksack unterzubringen. Weiterhin gibt es eine kleine Tasche mit Klettverschluss, in dem die Ladekabel- und Plugs Platz finden und so schnell bei der Hand sind. Schließlich gibt es noch ein Netzteil mit internationalen Wechselanschlüssen - die schnellste Methode, um die Batterieeinheit aufzuladen.
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Verarbeitung
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An der Qualität der Produktverarbeitung gibt es für mich keinen Zweifel: Alles sitzt stramm und straff, die Gehäuse machen einen sehr wertigen Eindruck, fühlen sich toll an. Man nimmt das Gerät gerne in die Hand, weil man klar das Gefühl bekommt, tolle Technik zwischen den Fingern zu halten. Dasselbe gilt auch für die Kabel und die Solarpanels. Das Wort "billig" kommt einem hier nicht in die Gedanken, selbst die kleine Tasche, die alle Wechselplugs gut aufgeräumt bereithält, erfreut mit edler und praktischer Konstruktion. Auch die Verpackung mit ihrem Magnetverschluss ist zum Wegschmeißen eigentlich zu schade.
Interessant ist die Tatsache, dass man im Bedienungs-Fyler einen Sticker mit der Aufschrift "Waterproof" über einen Teil der ursprünglichen, gedruckten Anleitung geklebt hat. Das hat mir keine Ruhe gelassen, weswegen ich die Stelle unter meinem Mikroskop durchgeleuchtet und mir näher angesehen habe. Das Ergebnis: Hier stand ursprünglich "IP67 Waterproof". Dabei handelt es sich um eine Schutzklassifikation, die übersetzt "Schutz gegen starkes Strahlwasser und zeitweiliges Untertauchen" gewährleistet. Offensichtlich war sich der Hersteller im Nachhinein nicht komplett sicher, ob er dieses Niveau an Wasserdichtigkeit tatsächlich 100%ig garantieren kann.
Trotzdem ist für mich klar, dass der Powermonkey Extreme im Zweifelsfall wohl mehr als nur einen kurzen Regenschauer überstehen dürfte. Einen großen Anteil daran hat auch der Einschaltmechanismus - der funktioniert nicht mittels Knopf oder Schalter, sondern über einen tief im Gehäuse eingelassenen Touchscreen. Dieser nimmt die Kommandos per Fingerwischbewegung etwas grob an, nach einiger Eingewöhnung kommt man mit der Technik aber sehr gut klar. Von da an leistet sie einen deutlichen Beitrag zur Wasser- und Staubdichtigkeit.
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Leistung
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- Solareinheit: Am besten versteht man die Solarkomponente als nützlichen, aber nicht entscheidenden Bonus des Gesamtpakets. Wer zwei oder mehr Stunden unter der prallen Sommersonne zubringt, darf sich tatsächlich eine spürbare Ladestärke erhoffen. Ein kompletter Tag in der Sahara würde die Batterieeinheit wohl komplett auffüllen. Man sollte sich auf keinen Fall dem Trugschluss ergeben, sein Samsung Galaxy SII während einer halben Stunde auf dem Biergartentisch im Schatten der Bäume von 10% auf 100% der Akkuleistung katapultieren zu können. Das liegt nun aber nicht an einer schlechten Qualität der Solareinheit, sondern an den Eigenarten und nicht eben überwältigenden Leistungseigenschaften der Sonnenenergie, insbesondere im gern bewölkten Deutschland. Starres Silizium ist halt keine Kaltfusion.
- Batterieeinheit: Nicht weniger als eine jederzeit einsatzbereite Steckdose in meiner Handytasche (ich verwende dazu die Beintasche von Moto Detail [http://www.amazon.de/MOTO-DETAIL-BEINTASCHE/dp/B004I5WYT8/ref=sr_1_cc_1?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1322418301&sr=1-1-catcorr], passt perfekt, auch für Kopfhörer und HDMI-Kabel ist noch Platz). Bei voller Kapazität kann der Powermonkey Extreme mein Samsung Galaxy SII (Originalakku mit 1.650mAh) nicht weniger als fünfmal komplett aufladen. Anders ausgedrückt: Mit der Batterieeinheit kommt das Smartphone auf 600% seiner Original-Akkukapazität. Auch mein Garmin Zumo 220 lädt der Powermonkey Extreme anstandslos. Die Stromversorgung funktioniert sogar mit Samsungs HDTV-HDMI-Adapterkabel (http://www.amazon.de/gp/product/B0051D3KQW) und eliminiert damit die Notwendigkeit einer Steckdose zur spontanen HD-Präsentation des Handybildschirms. Auch die Ladegeschwindigkeit ist wichtig: Die Batterieeinheit lädt innerhalb einer Stunde meinen S2-Akku um 20%, steht damit Netzteilen und Ladestationen (ca. 25%) in kaum etwas nach.
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Fazit
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Einmal angenommen, Sie würden innerhalb eines 16-Stunden-Tages z.B. Ihr Samsung Galaxy S2 ohne Unterbrechung massiv auslasten, surfen, Videos betrachten, Spiele zocken: Lassen sie dabei den Powermonkey Extreme von Ihrer Handytasche aus eingesteckt, der Storm wird Ihnen nicht ausgehen. Mehr noch, nach diesen 16 Stunden wäre die Batterieeinheit bei zuvor voll geladenem Mobiltelefon gerade mal auf ca. 50% ihrer Kapazität gesunken. Der Powermonkey Extreme hat für mich auf dramatische Weise sämtliche Energieprobleme gelöst, die mir jemals mit dem Smartphone in der Hand über den Weg laufen könnten. Ich würde ihn jederzeit wieder kaufen.
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