Kundenrezension

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht fehlleiten lassen!, 22. Dezember 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Need for Speed: Most Wanted - Limited Edition (Videospiel)
Need for Speed Most Wanted aus dem Jahr 2005 war eines der beliebtesten NFS-Spiele und viele Fans haben sich einen Nachfolger gewünscht, doch das neue Most Wanted hat fast nichts mit dem Original zu tun! Das hat anscheinend viele Leute überrascht. Mich nicht. Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht ganz 60€ für ein Spiel zu bezahlen, ohne sich vorher über die Inhalte des Spieles zu informieren. Wenn einen allein der Name eines Spieles zum Kauf leitet, braucht man sich danach nicht beschweren, dass man nicht bekommen hat was man wollte.
Klar, es ist schon dreist von EA den Namen des bestverkauftesten Need for Speed Teils zu benutzen, um Käufer anzulocken. Doch anscheinend hat es ja geklappt. Dabei wurde aber nie ein großes Geheimnis daraus gemacht, dass das neue Most Wanted praktisch Burnout Paradise 2 wird. Es kommt vom selben Entwickler, nämlich Criterion Games und fast jedes Preview zu dem Spiel hat diesen Schluss gezogen.
Ich habe das erste Most Wanted nur wenig gespielt, mir hat es gefallen aber mein Lieblings-Fun-Racer war Burnout Paradise. Und genau deswegen habe ich mir Need for Speed Most Wanted gekauft. Ich habe mich informiert, versucht aus den Previews/Reviews herauszulesen ob mich das beschriebene anspricht und habe mich somit zum Kauf entschlossen. Jetzt will ich euch meine Eindrücke zu dem Spiel schildern und schauen ob es sich mit dem „Voränger“ Burnout Paradise messen kann.

Grafik:
NFS Most Wanted läuft nicht wie Burnout Paradise in 60 Bildern die Sekunde, sondern lediglich mit 30 FPS. Das wird einigen alteingesessenen Racing-Fans vielleicht übel aufstoßen, aber ich finde dass dieser Schritt der Entwickler nachvollziehbar war. Denn somit konnte sich die Grafik-Abteilung von Criterion ordentlich austoben. Das Spiel sieht fantastisch aus. Die Effekte wie Funken und Schmutzpartikel sind super. Noch beeindruckender sind die Lichteffekte. Die tief stehende Sonne verblüfft einen immer wieder, die Spiegelungen auf den dataillierten Karosserien der Autos sind klasse und die Scheinwerfer- und Beluchtungs-Effekte bei Nacht sind genial. NFS Most Wanted ist so eines der wenigen Spiele, die nachts genauso gut aussehen wie tagsüber. Die Stadt Fairhaven, in der man sich in NFS Most Wanted austobt, ist auch schön modelliert worden. Der Detailgrad kann allerdings nicht an den eines GTAs heranreichen, was bei einem Rennspiel ja auch nachvollziehbar ist. Ehe ich mich jetzt aber in meiner Lobeshymne rund um die Grafik verfahre, sollte ich mal die andere Seite des Themas beleuchten. Denn dieser hohe Detailgrad führt zumindest auf PS3 und 360 zu einigen Problemen. So kommt es gelegentlich zum Ruckeln, mir ist das aber auf der PS3 sehr selten aufgefallen. Viel häufiger treten Pop-Ups auf. Denn all diese Details bei hohen Geschwindigkeiten sind bei dem limitierten Arbeitsspeicher der PS3 einfach nicht zu stemmen. Einige Male, als ich mit dem Bugatti Veyron jenseits der 380er Grenze unterwegs war, hielt sogar das ganze Spiel an, da ich einfach keine Strecke mehr vor mir hatte sondern nur ewige Leere. Zum Glück kann man dann nach 5 Sekunden warten wieder weiter spielen. Das ist auf jeden Fall ärgerlich, es ist mir in 20 h Spielzeit aber nur 3-4 mal passiert, also nicht gleich in Panik geraten, es hält sich in Grenzen. Ansonsten fällt mir recht wenig negativeszu dem Spiel ein. Ich finde dass Need for Speed Most Wanted trotz einiger Bugs eine echte Augenweide ist.
9/10

Sound:
Keine Sorge, dieses Kriterium werde ich nicht so umfassend beschreiben. Dazu fehlt mir auch das passende Surround-Sound- System um hier wirklich exakt genug zu sein. Was ich aber feststellen konnte, ist dass der Sound ordentlich reinhaut. Die Motorengeräusche sind satt und der Soundtrack gefällt mir echt gut. Es ist eines der Spiele wo sich der aufgedrehte Sound echt auszahlt. Was mir auch gefällt, ist dass man seine eigene Musik von der PS3- Festplatte im Spiel abspielen kann. Das ist ja leider bei der Playstation 3 nicht selbstverständlich.
9/10

Gameplay:
Kommen wir nun zu der entscheidenden Frage, wie spielt sich das Spiel denn so?
Bei der Steuerung hatte anscheinend Spongebob Schwammkopf seine Finger im Spiel, denn sie ist recht schwammig (Knaller-Gag oder?).
Puh, wenn ihr euch vom Lachen erholt habt, kann es jetzt ja weiter gehen. Nein also im Ernst, die Steuerung fühlt sich nicht so exakt und direkt an, wie bei vergleichbaren Rennspielen. Und obwohl ich in den ersten Minuten schon etwas davon geschockt war, war das glücklicherweise nicht das K.O. Argument für Most Wanted, denn recht schnell hat man sich an die Steuerung gewöhnt. Anfangs noch knallt man alle paar Sekunden in ein Auto eines unschuldigen Verkehrsteilnehmers, doch nach einigen Stunden weicht man fast wie eine agile Gazelle den Fängen der gefährlich gemächlichen Rentnermobilen aus. Ganz ohne einen Crash ist ein Rennen jedoch sehr schwer zu beenden. Gerade bei Driften um die Kurven ist es schwer noch zu korrigieren, was leider zu einigen unnötigen Unfällen führt. Die Fahrphysik ist übrigens arg unrealistisch. Mit 250 Sachen um enge Kurven driften ist in Most Wanted so normal wie eine Morgenlatte. Wenn man dann mal mit 300 Km/h über eine Sprungschanze brettert, kann man sich auf einen angenehmen und ausdauernden Flug vorbereiten. Aber das gehört nunmal zu einem Fun-Racer dazu und auch wenn es die Authentizität mindert, macht es doch verdammt viel Spaß.
Der Karriereaufbau in Most Wanted ist relativ lahm. Das Ziel ist es, nach und nach alle 10 Most Wanted-Fahrer von Fairhaven zu besiegen. Um einen Fahrer herauszufordern, braucht man eine gewisse Summe von Geld. Um Geld zu verdienen, muss man Rennen fahren und Verfolgungsjagden vor der recht friedfertigen Polizei überstehen. Um diese Rennen fahren zu können, braucht man aber selbstverständlich erst einmal Autos. Diese Autos findet man überall in Fairhaven. Sie stehen einfach nur an einigen festen, sogenannten Wechselstellen rum und man kann „on the fly“ in sie wechseln. Doch diese Wechselstellen muss man vorher finden. Ich finde dass das eine sehr clevere Art und Weise ist, den Spieler dazu zu bewegen, die Spielwelt zu erkunden, denn was gibt es für einen besseren Anreiz die Stadt zu umkurven, wenn man dabei etliche Porsche, Lamborghinis oder Mercedes‘ findet. Man kann pro Wagen 5 Rennen bestreiten. Durch jedes dieser Rennen kann man sich individuelle Modifikationen für sein Auto erfahren. Dabei handelt es sich allerdings ausschließlich um Modifikation der Rennleistung des Autos und nicht etwa um neue Neonröhren am Unterboden oder coolere Frontverkleidung. Optisches Tuning ist also NICHT möglich. Es gibt natürlich noch verschiedene Arten von Rennen, allerdings ist der Aufbau mit 5 Rennen pro Auto echt nicht sonderlich spannend. Ich kann mir vorstellen dass das einigen irgendwann zu langweilig wird. Das Schöne daran ist aber, dass man selbst entscheiden kann welche Autos man fährt und verbessert und welche man links liegen lässt. Man muss also nicht mit allen Wagen die 5 Rennen absolvieren. Um diese Rennen auszuwählen kann man das sogenannte Easydrive, ein Schnellmenü während dem Fahren benutzen. Wirklich sinnvoll ist dieses Menü allerdings nicht. Theoretisch kann man dadurch schnell die Reifen des Autos auf Geländereifen ändern, doch ehe man sich in dem umständlichen Menü zu der Option durchgekämpft hat, steckt man entweder schon in einer Wand oder hat den Geländeabschnitt der Strecke hinter sich gebracht. Die Gegner K.I. während den Rennen ist eine typische Gummiband K.I. Fährt man langsam, warten sie mysteriöser Weise auf einen, fährt man schnell halten sie gut mit. Somit soll gewährleistet werden, dass man auch mit Fehlern immer noch Siegchancen hat und es immer spannend bleibt. Da muss jeder selbst entscheiden was man davon hält.
Abseits der Rennen gibt es in Fairhaven viel zu tun. Man kann die aus Burnout Paradise bekannten Werbetafeln durchfahren, dieses Mal haben diese Werbetafeln allerdings die Namen von EA Spieleentwicklern wie Bioware, Visceral Games oder EA Sports. Das hat mir echt gut gefallen. Man kann auch wieder Tore durchbrechen die Abkürzungen und Geheimpfade verbergen. Durch Autolog 2.0 kann man sich erneut mit seinen Freunden vergleichen. Wer hat mehr Werbetafeln durchbrochen, wer hat die bessere Zeit in Rennen X gefahren, wer wurde mit der höchsten Geschwindigkeit an Stelle Y geblitzt, dieses Feature wird niemals alt.
Mir macht Need for Speed Most Wanted immer wieder Spaß, denn nach kurzer Eingewöhnung kann man mit der großen und gefüllten Spielwelt und den Actionreichen Rennen viel Spaß haben.
8,5/10

Umfang:
Wie ich bereits erwähnt habe, habe ich inzwischen 20 h Spielzeit. Ich habe alle 10 Most Wanted Wagen geschlagen, mir dabei aber Zeit gelassen. Man kann das Spiel sicherlich auch in 10 Stunden „durchspielen“. Da ich aber durch die sammelbaren Objekte, der detaillierten Spielwelt und dem großen Fahrspaß immer auch abseits der Rennen Spaß habe, ist die Langzeitmotivation in meinen Augen groß genug. Den Multiplayer-Modus habe ich noch nicht lange genug getestet, ich hatte jedenfalls Spaß mit ihm und freue mich schon darauf in den nächsten Monaten immer mal wieder vorbeizuschauen.
Wenn ich jetzt allerdings mal Need for Speed Most Wanted mit Burnout Paradise vergleiche, fällt auf dass die Spielwelt von Burnout Paradise noch größer und komplexer war als Fairhaven. Es gab auch mehr Autos. Need for Speed Most Wanted geht deswegen ein wenig früher die Puste aus, ich bin aber trotzdem mit dem Umfang zufrieden.
8,5/10

Wertung: 88%

Fazit:
Ich habe mit Need for Speed Most Wanted bekommen was ich erwartet habe, nämlich einen legitimen Nachfolger zu Burnout Paradise. Und auch wenn Most Wanted in Sachen Umfang und Karriereaufbau nicht ganz mit dem Vorbild mithalten kann, haut mich immernoch die super Grafik und der satte Sound um. Ich habe den Kauf zu keiner Zeit bereut und empfehle das Spiel weiter.
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