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Kundenrezension

137 von 156 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht wirklich überzeugend, 4. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Warum es die Welt nicht gibt (Gebundene Ausgabe)
Ich mag es, wenn Philosophen locker, unakademisch und allgemein verständlich für die Allgemeinheit schreiben. Das hat mir auch bei Markus Gabriel gefallen. Inhaltlich allerdings war ich nach der Lektüre ziemlich enttäuscht. Was verspricht er nicht alles auf S. 25, Antworten auf die großen Fragen: Woher kommen wir? Worin befinden wir uns? Und was soll das Ganze? Nun, Frage eins bleibt völlig unbeantwortet. Die Antwort auf Frage 2 lautet: Wir befinden uns in unendlich vielen Sinnfeldern, weshalb es "die" Welt nicht gibt. Das ist nun wirklich keine neue Erkenntnis. Gabriels Antwort auf die dritte Frage schließlich lautet: "Wir leben gemeinsam in unendlich vielen Sinnfeldern, die wir uns auf immer neue Weise verständlich machen. Was wollen wir mehr?" (Gabriels Schlussatz S. 240). Das kann nur ein wirklich kopfgesteuerter Professor für Philosophie schreiben. Was wir mehr wollen? Oh, so einiges, denke ich. Ich möchte nicht nur anderen Sinnfelder verständlich machen, sondern im Leben eine ganze Menge mehr.

Noch eine Bemerkung zu Gabriels Wettern gegen den Konstruktivismus, den er wie übrigens auch den Materialismus und Theismus sehr unphilosophisch extrem verkürzt. Kein Konstruktivist behauptet, dass die Laterne, gegen die er läuft, eine gedankliche Konstruktion ist. Begriffe wie "die Bundesrepublik" (die Gabriel immer wieder gerne als Beispiel benutzt) allerdings sehr wohl! Gabriels etwas großspurig im ersten Kapitel angekündigter "Neuer Realismus" erweist sich als reine Behauptung. Dass wir die Dinge an sich erkennen und beschreiben, wie sie wirklich sind, dass wir sie in ihrem Kern erfassen und nicht interpretieren, dass wir die Welt entschlüsseln können, dafür spricht meiner Meinung nach - gerade auch rückblickend auf die Irrtümer der Menschheit - nur sehr wenig. Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir uns in vielen Dingen heute irren, jedenfalls wird man dies in Tausend Jahren über unsere Zeit sagen, so ähnlich wie wir heute über die Irrtümer des Mittelalters urteilen. Je mehr wir wissen, desto größer wird der Bereich unseres Unwissens. Wie die Welt wirklich ist, wird der Mensch nicht erfassen, dazu müsste er Gott sein.
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1-10 von 12 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.08.2013 16:30:19 GMT+02:00
manuscriptum meint:
Danke für das gut begründete Urteil, dem ich mich gerne anschließe: Erstaunlich, dass Gabriel nicht aufzufallen scheint, dass seine "Sinnfelder" und sein "Neuer Realismus" selbst nichts anderes als eine (leicht variierte) Konstruktivismusvariante sind. Denn wer sollte die verschiedenen "Sinnfelder" herstellen, wenn nicht erkennende Menschen?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.11.2013 21:24:45 GMT+01:00
Anaxagoras meint:
So verkauft er es doch auch... Allerdings ein Konstruktivismus, der mit sich reden lässt und nach der Wahrheit sucht, anstatt sich stur zu stellen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.11.2013 21:02:37 GMT+01:00
Polystyrol meint:
konstruktivismus ist entweder konstruktivismus oder nicht konstruktivismus...

gabriel macht einen konstruktivismus der keiner sein will. das ist weder möglich, noch sehr intelligent und außerdem spiegelt sich in diesem umstand seine unfähigkeit wieder, eine dichte theorie zusammenzubauen... das ist das erste was man als philosoph können muss. gabriel kann es nicht... er ist kein philosoph

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.11.2013 20:08:08 GMT+01:00
Anaxagoras meint:
Was ein Quatsch mit Sahne :-D

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.12.2013 13:48:53 GMT+01:00
Frank Samay meint:
Gabriel konstruiert in seinem Buch "Sinnfelder" :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.12.2013 10:36:35 GMT+01:00
Regenfusz meint:
Genau!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.12.2013 10:40:31 GMT+01:00
Regenfusz meint:
Ja, das kann man so sehen. Ich finde die Position eines Realismus, der sich anstrengt, die Dinge im Kern zu erkennen und der auch an die Wirklichkeit der Dinge glaubt, durchaus sympathisch. Leider, leider bleibt Gabriel aber in seinem Buch eine überzeugende Antwort schuldig, wie denn dieser neue Realismus gedacht werden und funktionieren kann.

Veröffentlicht am 08.05.2014 10:52:27 GMT+02:00
Bea meint:
Püh, ich lese schon. Das wird mir ein Nr. zu anspruchsvoll. Schade, hätte es mir gerne gekauft. Hörte Herrn Gabriel gerne zu in "Planet Wissen".

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.05.2014 13:40:22 GMT+02:00
UNBELIEVABLE similarities between Markus Gabriel's ideas (Bonn University) and Vacariu's ideas (Bucharest University)
About Markus Gabriel’s book Warum es die Welt nicht gibt, Ullstein: Berlin 2013 and his TED clip Why the world does not exist: Markus Gabriel at TEDxMünchen

My name is Gabriel Vacariu (Lecturer, Department of Philosophy, Bucharest University):
In the paper that is at my webpage/in attachment, http://filosofie.unibuc.ro/cv_gabriel_vacariu I analyze the UNBELIEVABLE SIMILARITIES between my ideas from my works (2005, 2008, 2010, 2011, 2012) and Markus Gabriel’s ideas (Bonn University) from his book published in 2013 and his TED clip (2013).
Also I have a talk about these unbelievable similarities on YouTube at:
http://www.youtube.com/channel/UC_3I96MSwXpUjm2x6f6SaUA

My ideas can be found in my paper “Mind, brain and epistemologically different worlds” at Synthese (2005), and in all my books (published in English at Bucharest University Publishing Company) that are on Internet at my webpage http://filosofie.unibuc.ro/cv_gabriel_vacariu

Also, in my last book (posted on my webpage, published few weeks ago, the appendix is about these UNBELIEVABLE SIMILARITIES between my ideas from my works (2005, 2008, 2010, 2011, 2012) and Markus Gabriel’s ideas (Bonn University) from his book published in 2013 and his TED clip (2013). http://filosofie.unibuc.ro/cv_gabriel_vacariu/

Gabriel Vacariu
Department of Philosophy
Bucharest University

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.07.2014 05:41:46 GMT+02:00
Er spricht von Sinnfelder. Damit gibt es sie. Ich spreche von Gott. Damit gibt es ihn...? Ich spreche von Welt. Damit gibt es sie.
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