Kundenrezension

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich bin nicht überzeugt, 31. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Menschenkind: Roman (Sondereinband)
Als ich mir damals beim Auspacken den Klappentext durchgelesen hatte, freute ich mich auf eine schöne, aber auch traurige Geschichte über die Zeiten der Sklaverei und die Flucht in ein neues Leben. Die Umsetzung hatte ich mir in diesem Fall ganz anders vorgestellt.

Die ersten Seiten fand ich noch etwas verwirrend. Zwar wusste ich durch den Klappentext, dass es sich ein Buch voller Rückblenden handelt. Ich hätte jedoch nicht damit gerechnet, mit so vielen Personen konfrontiert zu werden, die nur sehr kurz eingeführt werden. Ich empfand es einfach als zu kurz. Trotzdem war ich schnell im Geschehen und fand es nicht mehr ganz so verwirrend. Die Erinnerungen, welche mit jeder Seite immer deutlicher ans Tageslicht gebracht werden, sind bewegend, tragisch und können sogar die Tränen in die Augen treiben, so authentisch ist der Text geschrieben. Ich konnte alles vor meinem inneren Auge sehen und war von vielen Begebenheiten einfach nur bewegt.
Der Stil von Toni Morrison ist dessen ungeachtet sehr gewöhnungsbedürftig. Neben den ständigen Rückblenden, gibt es auch Personenwechsel, die eine kurze Eingewöhnungsphase benötigen. Dadurch aber dem Buch einen gewissen Reiz verleihen. Die vielen Wiederholungen empfand ich allerdings als störend. Nachdem ich zum Beispiel zum dritten Mal erfahren habe, dass die Sklaven sich an Kühen vergriffen haben, kam bei mir nur die Frage auf, warum ein solches Detail so häufig eingebracht wird. Zwar ist es relevant, um die Situation nachvollziehen zu können, aber auf dieser kurzen Textpassage ist es eher nervend. Dazu kommen Passagen oder besser gesagt ganze Kapitel, die ich teilweise sogar zweimal gelesen habe, da ich einfach nicht verstehen konnte, warum diese überhaupt eingebaut wurden. Sie haben im Grunde gar nichts ausgesagt, mich eher verwirrt, da ich einfach nicht wusste in welchem Zusammenhang dies unbedingt erzählt werden musste. Bei den vielen guten Bewertungen hätte ich ein solches Manko nicht erwartet.

Vom eigentlichen Inhalt und der Idee, finde ich das Buch wirklich schön und mir hat das Lesen auch Spaß gemacht. Nur hätte ich persönlich das Buch gekürzt und die unnötigen Passagen oder Wiederholungen gestrichen. Selbst wenn es am Ende nur noch 200 Seiten gehabt hätte, wären diese noch erschütternder gewesen. Schließlich hätte der Leser dadurch ein klareres Bild erhalten.

Die ganze Zeit über habe ich mich gefragt, ob diese Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Leider habe ich es nicht herausfinden können.

Ich habe das Buch an zwei Abenden im Urlaub durchgelesen. Schließlich wollte ich etwas über die damalige Zeit und die Sklaverei lesen. Dabei wollte ich keine Beschönigung oder Sichtweise eines Weißen hören. Dies ist teilweise sehr gut gelungen.

Empfehlen kann ich das Buch jedem, der auf eine erschütternde Art und Weise etwas über das Thema Sklaverei und eine Flucht aus dieser Situation erfahren möchte. Es gibt zwar sicherlich bessere Bücher, aber trotzdem kann ich es empfehlen. Ich hatte mir jedoch etwas mehr erhofft.

===Bewertung===
Da mich das Buch nur teilweise überzeugt hat, bekommt es lediglich drei Sterne. Ich fand die unnötigen Passagen und Wiederholungen einfach zu viel. Von wichtigen Punkten wurde durch diese langweiligen Passagen abgelenkt und die Spannung abgeschwächt.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 31.01.2011 01:52:34 GMT+01:00
A. Zanker meint:
Empfinde ihre Rezension als sehr ausgewogen, danke.

Veröffentlicht am 15.09.2013 21:18:58 GMT+02:00
Die Geschichte basiert ansatzweise auf den Fall der entlaufenden Sklavin Margaret Garner. Da gibt es auch ein berühmtes Gemälde "The Modern Medea" von Thomas Satterwhite. Wobei der Geisteraspekt dann eher Morrison's eigene Metapher für das Übel der Sklaverei sein kann.
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Sarah F.
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