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127 von 136 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rezension bezieht sich auf: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Band 7) (Gebundene Ausgabe)
Die Hinterlassenschaft des Harry Potter:Ein Kloss im Hals! Joanne K. Rowling hat versprochen, dass dies das letzte Ihrer Bücher um den Zauberlehrling wird. Ich habe dass Buch gelesen und weiss nun, dass sie sich dran halten wird. Es wird Kritiker geben, die dieses und jenes an dem Buch finden werden. Es kann wohl nicht anders sein. Auch mir liegen noch ein paar Fragen auf der Zunge, genauer im Hals. Ich hätte nicht erwartet, dass die Geschichte so endet. Keine Angst, hier wird , als Tribut an diejenigen, die sich, wie ich, bisher der ungewollten Informationen erwehren konnten, nichts weiter verraten. Dennoch will ich das beschreiben, was es hinterlassen hat. Die Gerüchte waren vielseitig: Es werden mindestens 2 Hauptdarsteller sterben, Dumbledore wird wiederkehren, mächtiger als je zuvor, Dumbledores Bruder wird den Kampf gegen den dunklen Lord führen... An diesem Punkt wird es schwer weiterzuschreiben. Was darf ich sagen ohne etwas zu verraten? Harry verliert vieles in den "Heiligtümern des Todes" Er verliert nach und nach viele Freunde und Verbündete, einige durch den Kampf, einige durch Verrat. Einige kommen zurück, manche werden niemals wiederkehren. Aber bei jedem der geht, zieht sich uns der Hals etwas weiter zusammen. Gegen Ende beginnt man die Figur des Harry Potter "wirklich" zu verstehen. Mit all dem Leid, das er ertragen musste, bringt er die Bereitschaft auf, am Ende dieses Kampfes zu verlieren, damit andere vielleicht noch gewinnen können. Ob er auch verlieren wird? Philosophen werden hier schreiben, dass Harry in diesem Buch erwachsener wird, begreift wofür es sich zu kämpfen lohnt. Doch es geht in diesem Buch nicht nur um Harry, andere Figuren entwickeln sich ebenfalls. Einige geben die Liebe auf, um für das einzustehen, woran sie glauben. Einige die Furcht, um denen beizustehen, die sie lieben. Die Protagonisten werden grösser, die Antagonisten merken dass sie kleiner sind als sie gedacht haben. Wer sagt, dass die Geschichte erwachsener wird, hat gar nicht mal so unrecht. Jetzt und hier endet sie und der Epilog verrät uns, wofür die Helden einstanden. Und hinterlässt das sichere Wissen, dass es vorbei ist. Hier kommen die zu Wort, die das alles als Unsinn abtun. "Ein Märchen über Zauberei", "Ein Kinderbuch"... Nun... wer von uns hat hat sich in den Geschichten nicht wieder erkannt oder sich in sie hinein gewünscht? Wohl jeder der sie gelesen hat. Ich selbst habe Harry Potter erst bemerkt als die Werbung für das vierte Buch startete. Da vielen mir die Leute auf, die im Zug und an den Bahnhaltestellen die älteren Ausgaben noch mal oder vielleicht zum ersten Mal lasen. Wie viele mögen es zu Hause gehabt haben? Also ging ich in ein Buchgeschäft und besorgte mir den ersten Band. Ich weiss nicht was es war, aber über die ersten 40 Seiten quälte ich mich nur so rüber. Es war eine Stunde die ich brauchte, um an der Geschichte gefallen zu finden. Vielleicht bin ich über den Beginn der mir wirklich nach Kinderbuch schmeckte, nicht so glücklich gewesen aber irgendwo traf Joanne K. Rowling die Entscheidung aus dem hervorzutreten, als was es begann, und entwickelte die Geschichte zu einem märchenhaften Abenteuer voller fantastischer Einfälle um einen Jungen, mit dem wir alle, ehrlich, gern getauscht hätten. Wenn man diesen Umschwung bemerkt hat, dann ist er längst geschehen und man hat den ersten der Zauber dieser Bücher erfahren. Das was sie ausmacht. Jeder kann Harry Potter lesen und das Phänomen erfahren, wenn sie / er bereit ist, zu lesen, zu erleben, dass diese Geschichten etwas tun, was man nicht erwartet. Nämlich uns auf einer Ebene zu erreichen, die wir vorher aus Büchern nicht gekannt haben. Es ist wahr, dass Mrs. Rowling nicht zu den Literaturprofessoren dieser Welt gehört, Sie schreibt nicht wie Kafka. Wozu auch, wenn man solches Talent hat? Geschichten wachsen zu lassen ist eine Gabe, die nur wenigen von uns gegeben ist und hier haben wir es mit der vielleicht talentiertesten Person dieser Art zu tun. Nun ist das Abenteuer vorbei. Was bleibt,ist das Wissen, das es nicht weitergeht, das eine Frau Wort gehalten hat, als sie begann, eines der grössten Werke der Literatur zu schaffen, wenn es auch nicht so geschrieben ist, dass nur die wenigsten ihm folgen können. Was bleibt ist, dass die Gefahren überstanden sind, obwohl man selbst die ganzen Jahre über im Sessel sass oder auf dem Sofa lag, während einem nichts passieren konnte und es irgendwie sogar bedauert. Es bleibt der Kloss im Hals, dass Freunde gegangen sind, von denen man nur wieder hört, wenn man ins Bücherregal greift und von vorne zu lesen beginnt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen Kommentare
Von 1 Kunden verfolgt
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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag:
08.11.2007 15:04:46 GMT+01:00
Laura Ruhbach meint:
Danke für diese rezension.. Sie hat so wundervoll ausgedrückt, was ich selber denke und fühle und mir die Tränen in die Augen getrieben.. Das mag übertrieben klingen, aber vielleicht versteht der ein oder andere...
Veröffentlicht am
11.01.2010 14:29:22 GMT+01:00
S. Minor meint:
Diese Rezension spiegelt meine eigenen Gedanken zur Buchreihe fast zu 100% wieder, ich bezweifel allerdings, dass ich im Stande gewesen wäre dies so auszudrücken.
Antwort auf einen früheren Beitrag vom
13.02.2011 19:13:31 GMT+01:00
Rapunzel meint:
Kann mich nur anschließen. Habe heute den letzen Band fertig, über Wochen haben mich diese wunderbaren Bücher begleitet. Nun fühle ich mich traurig und irgendwie leer, das ist mir so bisher nur einmal passiert und zwar, als ich die Reihe von Roland und dem dunklen Turm (von Stephen King) durch hatte.
Veröffentlicht am
08.04.2013 19:59:03 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.04.2013 19:59:24 GMT+02:00
Schneckschjen meint:
Deine Rezesion beschreibt wirklich in wunderschöner, allerdings auch leicht tragischer weise, wie man sich am Ende dieser fantastischen Geschichte fühlt. Und ich muss Laura wirklich zustimmen, deine Art den Kommentar zu verfassen war wirklich überaus rührend und ich bin so froh, dass du dir für eine solche Rezesion die Zeit genommen hast, die ich bisher leider nur viel zu selten fand.
Alles Liebe Schneckschjen
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