Kundenrezension

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sängerdarsteller unter Wieland Wagner, 12. März 2012
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Rezension bezieht sich auf: Wagner: Die Meistersinger Von Nürnberg - Bayreuth 1960 (Audio CD)
Diese Aufnahme ist keinesfalls die "Idealaufnahme" und sollte auch nicht zum Kennenlernen des Werks verwendet werden. Der Grund dafür liegt in den Übertrieben langsamen und häufig "improvisierten" Tempi Hans Knappertsbuschs - Otto Klemperer hätte wohl das Wort "Schlamperei" benutzt. Auch die Sänger nehmen es mit der "Koloratur" nicht sehr genau. - Womit wir bei den positiven Aspekten wären: Die Sänger verkörpern ihre Rollen darstellerisch sehr glaubhaft, sodass hinter jedem Wort Wieland Wagners Regiearbeit hörbar wird. Knappertsbuschs Tempi führen zu einer Art überdeutlichen "Vergrößerung" des Textes, sodass man fast von einer Art "Verfremdungseffekt" sprechen kann. Bei kaum einer anderen Aufnahme kann man das Spiel der Sänger derart "hören". Zur den Sängern: W. Windgassen als Stolzing verfügt über eine strahlende, ausdrucksvolle Stimme, die er heldisch, lyrisch und teilweise scharf charakterisierend einsetzen kann, wenn er die "Meister" schimpft und schmäht. Er nimmt sich teilweise Freiheiten, die ihm heutzutage wohl kein Dirigent mehr durchgehen lassen würde. Vielleich gerade deshalb übersteht er die Partie glänzend und ohne Ermüdungserscheinungen bis zum letzetn Preislied. Josef Greindl als tiefer Bass in der Rolle des Sachs ist darstellerisch fesselnd und unbedingt hörenswert. Erwartungsgemäß sind die hören Lagen "gefährdet". Dies ist jedoch fast allen Sachs-Darstellern auf der Bühne (in Live-Aufführungen!) anzumerken;. Elisabeth Grümmer ist ideal eingesetzt als Eva, während Gerhard Stolze (David) und Schmitt-Walter als Beckmesser eher als Schauspieler überzeugen. Vom "Meistergesang' sind sie denkbar weit entfernt, zumal diese Rollen in jüngeren Aufnahmen besser besetzt werden konnten (David mit Peter Schreier oder Deon van der Walt, Beckmesser durch Hermann Prey oder Josef Herrmann unter E. Jochum).
Diese Aufnahme ist also ein wertvolles Dokument um die Abgründe dieser Figuren kennzulernen, auf der Suche nach einer musikalisch gelungeneren Aufnahme würde ich zu Karajans Dresdner Studioaufnahme oder zu Rafael Kubeliks Einspielung greifen.
Ein Vergleich zu E. Leinsdorf Bayreuther Liveaufnahme (mit Rudolf Schock und E. Grümmer) ist auch reizvoll: Jener wählt die wohl schnellsten Tempi in einer Liveaufnahme, während Knappertsbusch die wohl langsamste Prügelfuge aller Zeiten dirigiert (was aber trotzdem nicht zur "Perfektion" führt, wie man sich denken kann...)
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 13.03.2012 16:49:01 GMT+01:00
Gemeint war Roland Hermann als Beckmesser (unter Eugen Jochum)
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5.0 von 5 Sternen (1 Kundenrezension)
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