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Kundenrezension

98 von 114 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kalt und heiß, 17. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Game of Thrones Staffel 3 (Digipack) (exklusiv bei Amazon.de) [Limited Edition] (DVD)
"Das Lied von Eis und Feuer" - der Name der Fantasyreihe des Autors George R. R. Martin - war mir bestenfalls von den Buchtiteln bekannt, die man beim Durchstreifen eines Buchladens so findet. Erst mit dem Erscheinen der Verfilmung im deutschen TV wurde ich darauf aufmerksam. Als Fan gutgemacher Fantasy war ich natürlich dabei und fiebere nun schon im dritten Jahr mit. Dass ich nun wieder ein ganzes Jahr warten soll, bis es für mich in Westeros weitergeht, finde ich grausam. Nun ja... wahrscheinlich finden sich Mittel und Wege, die Wartezeit zu überbrücken. RTL und Warner sollten endlich mal ihre Sende- bzw. Verkaufspolitik überdenken.

In der Großartigkeit der Aufmachung werden immer wieder Vergleiche zum "Herrn der Ringe" herangezogen, die zwar legitim, aber gar nicht passend sind. HdR ist rein, voller Pathos und mit einer eindeutigen Botschaft beseelt. "Game of Thrones" ist das Gegenstück: dunkel, dreckig, dreist. Ich war der Serie von der ersten Episode an verfallen, weil sie die eingefahrenen Fantasy-Straßen verlässt und abseits ihre tiefen Rillen in den Boden Westeros gräbt. Keine großen Schlachtenepen, keine Feen, Bergtrolle und Elben, keine romantischen Verklärungen, nur ein wenig Hexerei hier und Drachenwesen dort. Das ist der Dreck des Mittelalters und genau wie dort dreht sich auch hier alles um Macht.

Nach dem Tode König Baratheons kämpfen die alten Adelsgeschlechter um den Eisenthron, den gegenwärtig Joeffrey Baratheon innehat, der sadistisch-grünschnäbelige Sohn Robert Baratheons (zumindest dem Papier nach).

Die Familien der Starks, der Lannisters, Baratheons und Targaryens, der Graufreuds und Freys, Tullys und Tyrells sind jede mit eigenen Burgen ausgestattet, mit Ländereien, Verbündeten und Armeen. In einer unglaublichen Vielfalt der Gesichter und Namen, der Handlungsstränge und -bögen entrollt sich die Geschichte des fiktiven Westeros, wie sie glaubwürdiger und realitätsnäher kaum sein könnte.

Westeros wird aber nicht nur durch den Clash der Familienclane bedroht - die eigentliche und viel subtilere Gefahr kommt aus dem Norden jenseits der zweihundert Meter hohen Wand, die die ersten Menschen errichteten, um sich gegen Eis und Schnee abzuschotten und vor allem gegen das, was dort herumgeistert: Wildlinge und weiße Wanderer.

Nebenbei häkeln oder zum Kühlschrank gehen ist nicht - nein. Jede Sekunde der Unaufmerksamkeit ist eine verpasste Sekunde in der Tiefe der Erzählung. Das altbekannte Schwarzweiß ist hier verboten, jeder kann mit jedem - jeder kämpft gegen jeden, Bündnisse werden geschmiedet um gleich darauf verraten zu werden. Kleinere und größere Schockelemente bleiben nicht aus - ich verweise nur auf die berüchtigte neunte Episode. Wohl dem, der sich nie spoilern lässt!

Orte wie Königsmund, Winterfell, Schwarzwasserbucht, Harrenhal, die Zwillinge, Casterlystein und Schnellwasser sind mir mittlerweile so vertraut wie das Auenland, Minas Morgul und die Minen von Moria. Immer tiefer geht es in die Geschichte dieses Krieges um den einen Thron des Landes und jede der Familien kennt in ihrer Skrupellosigkeit keine Grenzen. Ränkeschmiede bei Hofe sind normal, unnötige Brutalitäten ebenso.

Der Plot ist anspruchsvoll und an den mitdenkenden Zuschauer gerichtet. Gute Fantasy ist auch immer ein Spiegel der Realität, der Gesellschaft und der kontemporären politischen Ereignisse. Tolkien war beeinflusst vom ersten Weltkrieg, den dortigen Grausamkeiten und dem Verlust seiner Freunde. Die Lösung, die er in seinem Ring anbietet ist: Einigkeit und Freundschaft machen stark gegen den Feind.
George R. R. Martin hat seine Lösungen und Botschaften bislang noch versteckt. Wir sind noch mittendrin im brutalen Ränkereigen. Und deshalb kann ich jetzt schon kaum Staffel 4 erwarten - bevor der nächste Winter naht, bitte.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.03.2014 15:31:52 GMT+01:00
Wow, wundervolle, sehr durchdachte Rezension! Wenn Du auch ein Buch-Fan bist kann ich nur empfehlen die Romane zu lesen, solltest du der Warterei müde werden. Ich kannte erst die Bücher und habe daraufhin die Serie geschaut und die Geschichte bietet noch sehr viel mehr Tiefgang als auf der Leinwand erzählbar ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.03.2014 07:55:56 GMT+01:00
Shutterfly meint:
Das erste Buch liegt schon bereit! Wird Zeit, dass auch ich endlich eintauche.
Danke und viele Grüße!
Shutterfly

Veröffentlicht am 06.12.2014 11:51:54 GMT+01:00
Jens Diercks meint:
Inzwischen wurde sicher von vielen die vierte Staffel angesehen..............
Und, der Kommentar ?
Für mich war es im großen und ganzen etwas rumgeeiert.
Folge 9 und 10 ?
Nicht die flüssige Handlung Bon Staffel 1 und 2.

Veröffentlicht am 30.03.2015 00:39:02 GMT+02:00
"George R. R. Martin hat seine Lösungen und Botschaften bislang noch versteckt."
Also mir erscheinen die Botschaften des Herrn Martin doch überdeutlich, sozusagen mit dem Vorschlaghammer eingehämmert und in jeder Folge ständig wiederholt:
1. Jeder ist nur an seinem eigenen Vorteil interessiert. Bündnisse entstehen und halten nicht aus Freundschaft oder Treue sondern aus Zwecküberlegungen. Verrat ist immer drin, sobald der eigene Vorteil dies verlangt. Kurz: Das perfekte Mobbingszenario. Ned Stark war treu und somit dämlich. Er musste natürlich sterben, weil ihm Freundschaft etwas bedeutete.
2. Der Gegner lässt sich ganz leicht ausrechnen, da ja alle immer nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind. Sehr schön an Lord Tywin, Lord Baelish, dem Tyrell-Clan, oder den diversen Hurenspielchen zu studieren.
3. Der Zweck heiligt immer die Mittel. Nichts anderes darf uns heilig oder wichtig sein, außer möglichst weit oben zu landen. Um wieder mit Kleinfinger zu sprechen: "Chaos ist eine Leiter". Lord Varys, der ja wirklich das Beste fürs Reich zu wollen vorgibt kommt einem immer mehr wie ein Hofnarr vor.

Diese 3 Motive sind die Grundannahmen der Spieltheorie des duchgeknallten Mathematikers Nash, Ihre Gültigkeit ist in der Realität zigfach widerlegt worden aber uns hämmert man seit Jahren ein, dass Macht so funktioniert und das angeblich finstere Mittelalter ist natürlich die perfekte Bühne damit auch der dümmste die Botschaft kapiert. Diese Motive bestimmten spätestens seit dem kalten Krieg nicht nur das Miltärdenken, die Wirtschaftsexzesse von 2008 und natürlich das zynische Profiling unseres Kaufverhaltens auf allen möglichen Internetportalen.
Damit legitimiert man eine zutiefst nihilistische, werte und sinnentlernte Gewaltorgie auf die alle wie Karnickel auf die Schlange starren, ganz nach dem Motto:. Panem et Circenses.
Auch das so coole GOT ist nur ein weiteres Rädchen in der Maschine mit dem Ziel uns wie die Lemminge vor dem Fernseher zu dressieren.
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