Kundenrezension

72 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine Runde Plastik bitte, 19. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Unapologetic (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Es ist mal wieder November und wie wir in den letzten Jahren gelernt haben, kommt dieser Monat nicht ohne ein neues Rihanna-Album aus. Sämtliche Produzenten der Welt haben wieder ein Potpourri von Songs bereit gestellt, welche die Sängerin aus Barbados mal eben schnell im Studio eingesungen hat. Die Diskussion, um eine wahre Künstleridentität, die ein aktives Mitwirken bei dem Schaffen eines Werkes notwendig macht, wird hier nicht mehr losgetreten. Dennoch bleibt auch hier wieder der Beigeschmack hängen, dass Rihanna eine Marionette der kommerziellen Musikindustrie ist und auch bleibt.

Das Album selbst hat natürlich keinen roten Faden. Pseudo-Hip-Hop Beats werden an der einen Stelle angerichtet, um im nächsten Song von Autoscooter-Rhytmen a la David Guetta abgelöst zu werden. Logisch, der Stil muss noch hineingepresst werden, weil es ja ebenfalls angesagt ist. Aber Moment, Balladen kommen im Winter doch auch gut an, packen wir also auch noch drauf. Auf diese Art und Weise wird das Album produziert worden sein. Nein, hier steht nicht die Abwechslung im Vordergrund, sondern das Kalkül durch die Bank weg alles mal bereit zu stellen. Die Fans werden es schon schlucken. Die mangelnde Ausdrucksstärke der Gesangsstimme muss nicht weiter erwähnt werden.

„Phresh out the Runway“ kann sich zwischen Hip Hop und elektronischen Spielereien nicht entscheiden, „Diamonds“ spiegelt die Stimme der Sängerin in der zwanzigsten Facette wieder (seltsam, live ist davon nie etwas zu hören), „Numb“ soll einen Hauch Realness durch Eminem bekommen, „Loveeeeeee Song“ wäre gerne eine Soulnummer und „Right Now“ geht ganz dumpf in die Guetta-Eurotrash-Großraumdisco. Damit nicht genug. „Nobodys Business“ wird zum kleinen Skandal-Lied, da es klar mit der Prügelaktion und der seltsamen Wiedergutmachung zwischen ihr und Chris Brown kokettiert. „Love without Tragedy“ klaut klassische 80er Gitarren-Riffs als Keybord-Version. Ja, auch diese Platte ist ein klarer Ausdruck der einfallslosen Musikindustrie, die das Produkt Rihanna bis auf den letzten Tropfen ausquetschen will und mit einem Album Kasse machen will, was einfach nichts Gehaltvolles bereithält, dafür höchst professionell produziert worden ist.

Nein, das hat keine Seele oder einen Hauch Ehrlichkeit. Es ist so vorhersehbar, wie die hohen Verkaufszahlen, die das Album haben wird. Es geht nicht mal um eine pauschale Abrechnung mit Mainstream-Musik. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele, wie kommerziell erfolgreiche Musik auch mit Qualität punkten kann. Das Ärgerliche ist, wie dreist der Zuhörer an der Nase herumgeführt wird.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.11.2012 01:01:28 GMT+01:00
"Das Ärgerliche ist, wie dreist der Zuhörer an der Nase herumgeführt wird."

Menschen die so eine Musik bzw allgemein Musik die auf Viva/MtV rauf und runter gespielt wird hören haben es auch nicht anders verdient!

Veröffentlicht am 20.11.2012 15:38:32 GMT+01:00
Justine meint:
Danke für deine Meinung. Welche Künstler findest du denn qualitativ hochwertig?

Veröffentlicht am 21.11.2012 15:27:27 GMT+01:00
Bärson meint:
Perfekte Rezension! Richtiger gehts nicht.
Dabei war Rihanna früher mal so gut, bis Rated R. Traurig so eine Entwicklung...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.11.2012 22:58:58 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 21.11.2012 22:59:24 GMT+01:00
Billy meint:
BIS Rated R? Mit Rated R hat die junge Dame ja wohl ihr bisher bestes Album veröffentlicht.
Und da sie ja scheinbar von den Vorgängern und damit auch von GGGB beindruckt zu sein scheinen kann ich diesen Kommentar erst Recht nicht verstehen. Unapologetic ist vom Aufbau doch quasi ein neues GGGB, nur halt alles ein wenig mehr - ein bisschen mehr RnB, ein bisschen mehr Pop, stärkere Balladen und die Dance-Songs sind dem heutigen Geschmack angepasst.

Veröffentlicht am 25.11.2012 15:08:46 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.11.2012 15:11:14 GMT+01:00
Kunde meint:
Klar, Rihanna ist so 'ne Art "RnB-Britney", aber was soll's, die Frau lebt hervorragend davon. Wer träumt nicht davon mit überschaubarem Aufwand steinreich zu werden.
Ich wäre lieber 'ne "Marionette der kommerziellen Musikindustrie" (inkl. Villen und Sportwagen) als das ich mich durch Nachtschichten schleppen muss um meinen bescheidenen Lebensstil zu finanzieren.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.12.2012 15:24:37 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.12.2012 15:29:31 GMT+01:00
J.Waszkewitz meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 20.01.2013 10:21:08 GMT+01:00
Zum Glück sind die Geschmäcker ja verschieden. Mir gefällt das Album persönlich sehr gut.

Veröffentlicht am 20.01.2013 10:21:14 GMT+01:00
Zum Glück sind die Geschmäcker ja verschieden. Mir gefällt das Album persönlich sehr gut.

Veröffentlicht am 12.02.2013 15:51:10 GMT+01:00
Ach ja, da haben wir es wieder.
Immer große Töne spucken aber keine Ahnung von dem haben was man da sagt aber Hauptsache viel reden, damit es so wirkt als hätte man Ahnung und wahrscheinlich glaubst du auch noch was du da schreibst, immer wieder lustig diese Leute.
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