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Kundenrezension

56 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Beginnt informativ, wird dann primitv und gefährlich, 24. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Inkognito: Die geheimen Eigenleben unseres Gehirns (Gebundene Ausgabe)
Das Buch des amerikanischen Neurowissenschaftler listet eine ganze Reihe der Ergebnisse der Forschung zu Aufbau und Funtkionsweise des menschlichen Gehirns aus den letzten Jahrzehnten auf. Es geht u.a. um optische Täuschungen, um die Steuerung von Bewegungen als Reaktion auf schnell ablaufende Umweltreize, um die Wahrnehmung von Zeit oder biologisch beobachtbare Korrelate von Moral und Entscheidungen. Die unglaubliche Komplexität des Gehirns und die ineinander verwobenen Strukturen werden anhand vieler Beispiele beschrieben. Die Befunde stammen dabei sowohl aus Untersuchungen an Menschen ohne als auch mit neurologischen Auffälligkeiten (wie z.B. Split-Brain-Patienten). Dieser lange Teil wird einer lockeren, etwas flapsigen Art beschrieben, die schon ein bisschen enthusiastischer Forschernaivität zeigt, aber gleichzeitig das Buch auch noch gut lesbar macht.

Im weiteren Fortlauf des Buches widmet er sich aber zunehmend sozialen und ethischen Überlegungen, die sich aus den Forschungsergebnissen vermeintlich ergeben und dann wird es doch zu primitiv und auch gelegentlich falsch, etwa wenn er primitiv (und falsch) behauptet, dass Depressionen eindeutig durch biologische Vorgänge im Hirn zustande kommen und durch Psychopharmaka uneindeutig bekämpft werden können. Seine ethisch-juristischen Überlegungen gehen von einem primitiven "Menschliches Verhalten ist nur eine Konsequenz der Biologie des Hirns" aus und ziehen daraus wenig durchdacht, simplizierte Schlüsse. Höhepunkt ist sein Vorschlag für ein mentales Hirntraining, das im Prinzip Bio-Feedback auf der Basis von neuronalen Erregungen im Hirn ist und als als eine Art neue Wunderwaffe zur Bekämpfung delinquenten Verhaltens dargestellt wird. Ganz am Ende bekommt er noch ein bisschen die Kurve und beschreibt blumig, dass der Mensch mehr sei als die Biologie, bietet aber nicht eine einzige Idee oder Überlegung, was das sei.

Fazit: Über weite Seiten ein ganz gut beschriebenes Buch, das dafür auch knappe fünf Sterne verdient hätte. Wegen der primitiven späteren Anteile, die hochgefährlich sind, wenn sie der sonst weniger informierte Leser glaubt, kann man aus ethischer Sicht aber nur noch drei so gerade vertreten. Man muss das Buch in seiner Gänze auf jeden Fall mit großer Vorsicht genießen und unbedingt mit anderen Veröffentlichungen korrigierend balancieren.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.02.2013 13:03:33 GMT+01:00
helterskelter meint:
Was heißt da primitiv und gefährlich? Allenfalls diskussionswürdig!
Woraus bezieht der Kommentator eigentlich sein selbstherrliches Urteil!
Kann er wissensmäßig einem Eagleman überhaupt das Wasser reichen?
Für mich ein überaus informatives, nachdenkenswertes und unterhaltendes Buch,
das eines klarmacht: Wir sind in den letzten Jahrzehnten um einiges schlauer geworden,
vieles bleibt aber spekulativ und wird auch in Zukunft kontrovers diskutiert werden...
Für mich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 11.08.2013 18:52:52 GMT+02:00
Karsten Koch meint:
Ich habe nur die englische Ausgabe gelesen; aber mein Eindruck deckt sich nicht mit dem, was dieser - m.E. recht überhebliche - Rezensent schreibt. Die erwähnten "primitiven" Behauptungen finde ich so in dem Buch nicht. Weder wird die Depression als "ausschließlich" biologischer Vorgang beschrieben, noch behauptet, Medikamente würden auf jeden Fall helfen. Was - und das wird niemand ernsthaft bestreiten - sich letztlich natürlich in einem biologischen Vorgang niederschlägt (in was sonst?), ist nach Eagleman immer das Ergebnis von "nature and nurture", wobei niemand sagen kann, wie stark der jeweilige Einfluss ist. Und seine Schlussfolgerungen zu ethischen und rechtlichen Fragen sind weder primitiv, noch unterscheiden sie sich von dem, was inzwischen "herrschende Meinung" in der neuroscience zu sein scheint.
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