Kundenrezension

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Man, the riff is a killer, but the rest is a throw-away, 4. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: To Beast Or Not to Beast (Digipak) (Audio CD)
Nun liegt also der sechste Output der Monsterrocker "To Beast Or Not To Beast" vor und um mal bei Shakespeare zu bleiben: Nun ward der Winter unsers Mißvergnügens...

Müsste ich ein "Best Of" der Finnen um Frontmahr Lordi zusammenstellen, dann fänden sich dort komplett die ersten beiden Scheiben, von der Arockalypse nur "Hard Rock Halleluja", die Hälfte von Deadache und die jeweils zwei guten Tracks der letzten beiden Alben.
Im aktuellen Fall wären das die Singleauskopplung "The Riff" und die Kannibalenhymne "Candy for the Cannibal".

Inzwischen muss auch ich mir eingestehen, dass Lordi ihren Zenit ohne Frage längst überschritten haben und die Zeiten in denen die Band Kracherhymnen wie "Would you love a Monsterman" rausgehauen hat unwiederbringlich verloren sind. Auch wenn die Finnen nach der lahmen Arockalypse mit Deadache nochmal ein überdurchschnittliches Album vorlegen konnten, die Wucht und Klasse von einem "My Heaven is your Hell" oder gar "The Devil is a Looser", wurde mit keinem Song mehr erreicht. "To Beast or not to Beast" erinnert nun größtenteils an den Vorgänger "Babez for Breakfast": Halbgare Rockhymnen mit langweiligen Hooklines, eingebettet in den selben flauen Sound einer erbärmlichen Produktion, die schon die letzte Scheibe ruiniert hat.
Man kann dem viel geschmähten "Deadache" viel vorwerfen, aber zumindest konnte diese Scheibe den fettesten Sound aller Lordi-Alben vorweisen! Das Album war so gut produziert, dass sich sogar die schlechten Stücke mordsmäßig gut anhörten.
Und hier sehe ich das Hauptproblem von Lordi: Als ich erfuhr, dass dieser Michael Wagner nach den "Babez" auch wieder den neuen Longplayer produziert hat, befürchtete ich das Schlimmste und wurde nicht enttäuscht. Selbst wenn viele Songs des neuen Outputs durchaus Potenzial haben, mit dem Sound eines mittelprächtigen Demotapes rocken die einfach nicht. Lordis kongeniales Grollgegröle kommt wieder nie richtig durch, Bass und Drums quälen sich mehr schlecht als recht durch den Sumpf der Abmischung und dass Gitarrenmagier Amen die Klampfe schlägt, kann man nur an seinen spärlichen Soli erahnen.

Diagnose der Butcher Clinic:
Eine Vivisektion am klingenden Objekt bringt folgende Organschäden hervor: "The Riff" und "Candy for the Cannibal" schlagen zwar mit erhöhtem Puls, leiden aber wie der gerontologische Rest des Albums unter der schlechten ärztlichen Betreuung. Die bösartigen Tumore "Something Wicked this Way comes" und "Happy New Fear" hätten operativ längst entfernt werden müssen, um den Gesamtzustand des Patienten nicht noch weiter zu verschlechtern.
Empfehlung des behandelten Arztes: Wenn Lordi ihren Produzenten fressen und sich kurzfristig wieder auf gesunde Metalkost konzentrieren, könnte man das halbtote Gewebe in zwei, drei Jahren nochmal richtig zum Rocken bringen. Frönt man hingegen weiter solchen Lastern wie ideenlosem Songwriting, unmotiviertem Geschrammel und Michael Wagner ist demnächst der totale Exitus absehbar.

To beast or not to beast...not to beast, betcha?
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 27.05.2013 18:10:58 GMT+02:00
AMENrOX meint:
Durch schlaues Getue macht man das Album auch nicht "besser", was meiner Meinung nach auch überhaupt nicht nötig wäre.
Zum Beispiel dieser sogenannte "bösartige Tumor" 'Something Wicked This Way Comes' ist mit Abstand eines der besten Lieder auf dem Album, da hab ich mindestens 2 Freunde, die das genauso sehen.
Außerdem: Nur weil 'To Beast Or Not To Beast' eine andere Stilrichtung des Metals einschlägt, braucht man nicht gleich behaupten, dass Lordi nicht mehr rocken. Im Gegenteil. Das neue Album ist sehr viel härter und rockiger als alle Vorgänger, hat super Mitsing-Songs und ist meiner Meinung nach das BESTE Lordi-Album, obwohl ich ebenfalls nach 'Babez For Breakfast' das Schlimmste befürchtet hatte.
Lieder wie 'The Riff' oder 'Something Wicked This Way Comes' übertreffen die von Ihnen so angehimmelten 'Would You Love A Monsterman' oder 'Devil Is A Loser' um weites.
Lordi rockt und zwar besser als jemals zuvor!
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