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Kampf an falscher Stelle,
19. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Seelenpfuscher: Pseudo-Therapien, die krank machen (Taschenbuch)
Wie geht es mir, wenn ich zugegebenermassen nur das Kapitel des Buches gelesen habe, das sich auf das Familienstellen bezieht?
Nach den ersten Gefühlsregungen und einem tiefen Atemzug ist es mir ein Anliegen dazu ein paar Gedanken nieder zu schreiben:
Als Familienaufstellerin bin ich auch von einer Vision geleitet, genauso wie die Autorin.
Und wenn ich ihre Zeilen und auch ihre Vita lese, wird deutlich, welch grosses Engagement sie mitbringt. Schon immer mit den Missständen in der Gesellschaft befasst, kämpft sie auch hier für das aus ihrer Sicht Gute bzw. gegen das Böse. Sie engagiert sich für die, die nicht in der Lage sind zu erkennen, was für ihre Seele gut oder schlecht ist.
Was mich dabei bewegt, ist, dass sie die Persönlichkeit und freie Entscheidung eines jeden unberücksichtigt lässt, ja geradezu den Einzelnen entmündigt. Schade, dass für die Autorin die Welt des Fühlens und Empfindens als vertrauenswürdige Wahrnehmungs- und Entscheidungsebene nicht zu existieren scheinen.
Schwarze Schafe gibt es überall, die, die ihr Handwerk nicht gut können oder missbrauchen und gleichzeitig gibt es viele solide Arbeitende, die denen helfen, die sich ihnen anvertrauen wollen. Die "Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen" (DGfS) bietet genau an dieser Stelle den Hilfesuchenden eine Unterstützung, um sich im grossen Angebot der Szene orientieren zu können.
Die Autorin spricht alle die an, die wie sie selbst mit Logik und Analyse ihre Entscheidungen in der Welt treffen und kontrollieren wollen.
Was Frau Dierbach letztlich mitteilt, ist, dass für sie das Familienstellen eine Methode ist, die sie für sich nicht nutzen möchte. Damit kann sie vermutlich am besten leben und ich, die ich mit dieser Methode arbeite, auch.
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