Kundenrezension

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lichtblitz, 29. März 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Relentless,Reckless Forever (Audio CD)
Als langjähriger Fan der Band war ich natürlich besonders gespannt auf das neue Werk. Da ich vom ursprünglichen Bodom-Sound stark in meiner musikalischen und auch etwas in meiner emotionalen Entwicklung beeinflusst wurde war ich, wie viele andere Bodom Fans, vom letzten Werk doch eher enttäuscht. Woran lag das? Ganz einfach. Der Spirit (ich nenne das jetzt einfach so) ist durch die musikalische Entwicklung etwas auf der Strecke geblieben und musste zugunsten von Schnelligkeit und Härte weichen. Die Zeiten in denen man sich in Gedanken an den, von grausamer Romantik geprägten, nebelbedeckten Bodom-See träumen konnte waren vorbei.
Wie verhält es sich nun mit dem neuen Album "Relentless Reckless Forever"? Nicht ganz so.
Die Platte ist wieder stark vom Thrash beeinflusst, wie auch die letzten Werke. Das athmosphärische Keyboard musste zurückstecken. Und dennoch kommt es zugänglicher daher, wie beispielsweise "Blooddrunk". An Alexis Solokünsten und Keifgesang hat sich nichts geändert und deswegen werde ich in Folge auch nicht weiter darauf eingehen.

Not my Funeral beginnt flott, thrashig und doch können Keyboards einen Hauch vom alten Bodom Zauber, der vor allem im Mittelteil vor den Soli zum tragen kommt, verbreiten.
Shovel Knockout stellt sich als mein persönlicher Höhepunkt heraus. Obwohl die Strophe alles wegballert kann der Chorus an alte "Follow The Reaper"-Zeiten anknüpfen. Sehr geil.
Rountrip To Hell And Back kann in einer Reihe mit Songs wie Everytime I Die, Angels Don't Kill oder Banned From Heaven genannt werden und überzeugt mit großen Melodien und gemäßigtem Tempo.
Pussyfoot Miss Suicide könnte dagegen gut und gerne auf "Blooddrunk" stehen und kann mich irgendwie von vorne bis hinten nicht überzeugen. Von Athmosphäre ist wenig zu spüren. Nett anzuhören, technisch einwandfrei aber kein Höhepunkt.
Relentless, Reckless, Forever kommt stampfend daher und kann mit einer flotten Strophe überzeugen. Der Refrain ist mir irgendwie zu abgedreht. Kommt auch eher in die Abteilung "akzeptiert".
Ugly beginnt mal wieder mit einem Film-Zitat, was an gute alte Zeiten erinnert. Eine sehr gelungene Mischung aus alten athmosphärischen Klängen und neuer Bodom-Härte stellt sich ein und weiß durchaus zu überzeugen. Der Song wird live garantiert einschlagen.
Cry Of The Nihilist kommt mit Horror-Film-Keyboard daher und thrasht dann munter drauflos. Ein großartiger Refrain und ein Keyboard-Solo, welches an frühe Jahre erinnert macht den Song zu einem der Höhepunkte des Albums.
Was It Worth It? ist die erste Single des Albums und führt die Marschrichtung der letzten Alben fort. Das Riff in der ersten Strophe klingt verdächtig nach Blooddrunk. Chorus passt. Nicht mehr, nicht weniger.
Northpole Throwdown wirft so ziemlich alles über Bord was früher für Bodom stand. Deswegen kann ich mit dem Song auch irgendwie nich viel anfangen. Nicht meins.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass man sich die alten Children Of Bodom noch so oft herbeiwünschen kann, es ist nun mal ein neuer Sound. Man muss sich also als Bodom Fan der alten Werke entweder von den neuen Alben distanzieren oder die neue Marschrichtung akzeptieren und sich damit auseinandersetzen. Genau das tue ich und genieße die Lichtblitze, die auf diesem Album wieder Gott sei Dank öfter vertreten sind als noch auf "Blooddrunk".
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.04.2011 17:54:18 GMT+02:00
Interessante Rezension. Andersrum... wirklich 4 Sterne? Die Rezension klingt eher nach 3 Sternen.
Ich persönlich muss sagen, dass mir das Album einfach viel zu unmelodisch ist. Das Riffing passt, klingt aber austauschbar - man hat das alles schonmal irgendwo gehört. Mir fehlen die Besonderheiten; irgendetwas, das hervorsticht. Schade.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.04.2011 18:57:28 GMT+02:00
Ole meint:
Ich habe auch lange überlegt wieviel sterne ich gebe aber 3 sterne war zu wenig. Blooddrunk hätte ich ne 3 gegeben. Für 2 Sterne ist das einfach zu hochwertig und wegen Songs wie z.B. "Banned From Heaven" oder auch "Tie My Rope", die ich schon sehr gelungen finde. Dieses album MUSS ich einfach höher bewerten als Blooddrunk. Also vielleicht ne 3-4. wird aufgerundet zu ner 4 :-)
Aber ich stimme mit all deinen Kritikpunkten überein, wie gesagt ich versuche mich mit diesen Punkten auseinanderzusetzen.
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