Kundenrezension

85 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In jeder Hinsicht eine Bereicherung..., 28. Oktober 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Place Beyond the Pines (DVD)
...war für mich "The Place beyond the Pines", als ich mich nach der Kinovorführung aus dem Kinosessel aufkämpfte.
Der Film hat mich mit all seiner Kraft gepackt, seine Sogwirkung verleitete mich noch tagelang zu intensiven Gedanken über seine Thematik.

Ich gebe zu, ich bin kein riesiger Experte in Sachen Arthouse. Auch gewaltigem Popcornkino kann ich, sofern gut gemacht und garniert mit einer gewissen Aussage, viel abgewinnen.
Auf "Pine" wurde ich aufmerksam, nachdem mir immer mehr Filme mit Ryan Gosling empfohlen wurden und ich den Trailer interessant fand, obgleich ich eher einen hollywood-typischeren Actionfilm erwartet habe.

Und was hab ich bekommen?
Ein wahnsinniges Kinospektakel, einen der besten Filme der letzten Jahre, die ich sehen durfte, und ein Ensemble erstklassiger Schauspieler, die zusammen eine Geschichte, wie aus dem Leben gerissen erzählen. Intensiv, bildgewaltig, mal schrill, mal laut, mal leise. "Pine" nimmt den Zuseher von Beginn an mit auf eine atemberaubende Reise durch die Gefühlswelten seiner Protagonisten. Dabei lässt sich der Film, auch für mich in den entsprechenden Szenen überraschenderweise, in 3 Teile aufsplitten.
In Teil 1 erfährt man vom Leben des Stuntmotoradfahrers Luke Glanton (Ryan Gosling), der trotz seiner Berühmheit als Star auf den Jahrmärkten eher mittellos und perspektivlos erscheint und dessen Leben einen gewaltigen Einschnitt erfährt, als ihm seine Affäre Romina (großartig: Eva Mendes) eines Tages bei einem seiner seltenen Besuche offenbart, dass sie ein Kind von ihm bekommen hat.
Von nunan versucht Luke für seinen Sohn Jason und Romina eine Vaterfigur zu sein, was Rominas neuer Lebensgefährte nicht allzugerne sieht. Inmitten dieses Konflikts lernt Luke einen Mann kennen, der ihm nahelegt, seine Fähigkeiten auf dem Motorrad einzusetzen, um mit ihm zusammen Banken auszurauben.
Nach einem dieser Banküberfälle kreuzen sich nun die Wege von Luke und Avery (Bradley Cooper), einem gewissenhaften Streifenpolizisten. Und schon beginnt Teil 2 des Films, der sich nun auf Avery beschränkt und dessen Leben in den Fokus rückt. Aus einem Familiendrama wird plötzlich ein Copthriller, denn Averys Begegnung mit Luke schlägt weite Wellen und verändert sein Leben nachhaltig.
Zusammengeführt werden beide Handlungsstränge dann im dritten Teil, der das Aufeinandertreffen von Lukes Sohn Jason und Averys Sprössling AJ beschreibt. Ein Kreis, der sich schließt und der mit all seiner Dramatik und Dringlichkeit aufzeigt, wie die Leben verschiedenster Menschen unterschiedlichster Generationen zusammenhängen; wie die kleinen Entscheidungen und Taten im Leben ihre Konsequenzen haben können, und das über das eigene Leben hinaus.

Dem Film gelingt es meisterhaft, verschiedenste Themen zusammenzufassen zu einem homogenen Ganzen.
"Pine" zeigt das Verhältnis von Vätern zu ihren Söhnen auf. Doch nicht nur das. Er versinnbildlicht, was "Rache", "Vergebung" und "Schicksal" bedeuten, nur um die wichtigsten Metaphern zu nennen, mit denen Regisseur Derek Cianfrance spielt.
"Pine" ist Gesellschaftsdrama, Copthriller, Familiendrama und Roadmovie mit einer ordentlichen "Coming-of-age"-Prise in einem.

Alle Schauspieler machen ihre Arbeit vortrefflich, jeder ist auf seine Art bombastisch. Ryan Gosling agiert oskarreif, Eva Mendes macht ihre Sache ebenfalls toll. Von Bradley Cooper war ich sehr positiv überrascht, ich kannte ihn zuvor nur aus Klamaukstreifen wie "Hangover". Er hat seinem Protagonisten Avery Cross eine derartige Tiefe verliehen, dass es mich schauderte. Die Figuren erschienen während des Films so real, wie ich es selten zuvor erlebt habe.
Die beiden Söhne von Luke und Avery werden gespielt von Dane DeHaan und Emory Cohen. Zu Beginn des dritten Handlungsabschnitts war ich sehr skeptisch, denn die ersten Szenen mit den beiden, plötzlich im Jugendmileu angesiedelt inklusive derartigem Vokabular und entsprechenden Dialogzeilen stellten einen enormen Bruch zu den davorigen tiefschürfenden Abschnitten dar. Doch, ohne zu viel verraten zu wollen, auch diese beiden machen ihren Job dann überragend und liefern sich im wahrsten Sinne ein hochklassiges Duell.

Am Ende ließ mich "The Place beyond the Pines" wirklich "geflashed" zurück. Ich bin absolut begeistert und werde mir demnächst noch weitere Filme des Regisseurs sowie der Darsteller anschauen. Der Film ist sicherlich keine leichte Kost, weder was Kameraarbeit, Soundtrack noch die Handlung betrifft, aber er ist inhaltlich, handwerklich und darstellerisch so überragend, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Es gibt wirklich ganz wenige Filme, deren Aussagekraft und Geschichte bei mir noch so lange nachwirken und mich beschäftigen.
Ein Vorredner schreckte noch zurück vor der entsprechenden Auszeichnnung mit dem folgenden, überstrapazierten Begriff, doch ich finde, dass "The Place beyond the Pines" eben genau das ist: Ein echtes Meisterwerk.

Ich bin froh, dass ich - ja doch recht zufällig - diese Perle der Filmgeschichte auf der großen Leinwand erlebt habe und freue mich nun ungemein auf die DVD.
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Kommentare

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1-10 von 13 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 11.11.2013 11:36:27 GMT+01:00
Der Uwe meint:
Dies ist das erste Mal, dass ich etwas zu einem Film schreibe, aber es muss jetzt raus. Schon nach Drive konnte ich den Hype um Ryan Gosling nicht nachvollziehen. Wenn gutes Schauspielen mittlerweile bedeutet immer den gleichen Dackelblick mit Augen auf Halbmast zu haben, egal ob man gerade lebensändernde Entscheidungen trifft, jemanden abknallt, kurz vor einem Gewaltexzess steht oder etwas frühstückt - ja dann ist das ein toller Schauspieler. Zum Glück gibt‘s Pfefferminzöl, mit dem man Augen röten und tränen lassen kann, sonst würde sich wirklich NIE etwas in diesem Gesicht ändern.
Für mich persönlich ist das das genaue Gegenteil von gutem Schauspiel!
Ihre Superlative zu diesem Streifen lassen mich voller Unverständnis zurück. Sie schreiben unter anderem: "Ein wahnsinniges Kinospektakel, einen der besten Filme der letzten Jahre, Intensiv, bildgewaltig, mal schrill, mal laut, mal leise. Ein Kreis, der sich schließt und der mit all seiner Dramatik und Dringlichkeit aufzeigt, wie die Leben verschiedenster Menschen unterschiedlichster Generationen zusammenhängen; wie die kleinen Entscheidungen und Taten im Leben ihre Konsequenzen haben können, und das über das eigene Leben hinaus.Dem Film gelingt es meisterhaft, verschiedenste Themen zusammenzufassen zu einem homogenen Ganzen.Pine" zeigt das Verhältnis von Vätern zu ihren Söhnen auf.Alle Schauspieler machen ihre Arbeit vortrefflich, jeder ist auf seine Art bombastisch. Ryan Gosling agiert oskarreif, Eva Mendes macht ihre Sache ebenfalls toll. Die Figuren erschienen während des Films so real, wie ich es selten zuvor erlebt habe."
Wow – das klingt nach vielen anstehenden Oscars für den Streifen. Ich fände es toll an Ihren "tagelangen intensiven Gedanken" teilhaben zu dürfen. Ich finde den Film nicht wirklich nachdenkenswert, da er fast nur Klischees abnudelt. Über was kann man denn da tagelang sinnieren?
Zum Inhalt
-----Spoileralarm-----
Ryan Gosling "spielt" einen Moped fahrenden Soziopaten, der meint sich mit Banküberfällen um seinen Sohn kümmern zu müssen. Eva Mendez, sie Mutter seines nicht-ehelichen Kindes, spielt Ihre Rolle runter ohne besondere Höhen und Tiefen, aber mit anderem festen Partner, in dessen Haus Sie lebt.
Ray Liotta spielt wie fast immer in seiner Laufbahn den skrupellosen Gangster - hier mal mit Dienstmarke und Cop-Gefolge. Ich hätte ihn gerne mal mit einem anderen Charakter gesehen.
Hier mein positives Highlight, Bradley Cooper spielt den ehrlichen Cop mit Gewissensbissen und das macht er gut.
Leider bedienen dann wieder die Söhne alle Klischees - außer Party machen, chillen und sich volldrönen haben die jungen Leute ja nichts im Kopf.
Der gute Cop erschießt den Bankräuber und der Sohn des Erschossenen will diese "Tat" 15 Jahre später rächen, was dann auch moralisch irgendwie in Ordnung geht, da aus dem ehrlichen Cop ein nicht ganz so ehrliche Politiker geworden ist, der seine Belange skrupellos durchsetzt....
Dies ist den ganzen Film über nicht überraschend und irgendwie alles vorhersehbar und bis auf Bradley Cooper schafft es kein Protagonist, mich in seinen Bann zu ziehen.
Im Gegenteil - das chronische Genuschel des Sohns des Cops (gespielt von Emory Cohen mit der Synchronstimme von Constantin von Jascheroff, dem Sohn der Synchronstimme von Micky Maus) klingt wie Til Schweiger nach 15 Maß Bier auf dem Oktoberfest und lässt bei seinen Textszenen ständig den Finger in Richtung Vorspultaste zucken, aber man versucht ja gerade intensiv zu verstehen, was genau der da nuschelt.
-----Spoileralarm Ende-----
Meine Frau und ich jedenfalls haben einen Film gesehen, der keinesfalls nachhaltig Wirkung hinterlässt sondern schnell vergessen ist.
Für uns steht auf jeden Fall fest vorerst keinen Film mit Ryan Gosling zu sehen. Für uns ist das verschwendete Lebenszeit.
Wenn man wirklich gute Schauspielerische Leistungen sehen will, sollte man sich mal gute handwerkliche Kost wie die 12 Geschworenen ansehen, um nur ein Beispiel zu nennen. Die Hauptdarsteller von The Place Beyond the Pines bekleckern sich auf jeden Fall nicht mit Ruhm für ihre darstellerische Leistung – Ausnahme Bradley Cooper und vielleicht Dane DeHaan, der den Sohn von Ryan Gosling spielt.
Zum Glück kam der Film aus der Videothek – kaufen wäre für uns eine Fehentscheidung gewesen.

Veröffentlicht am 11.11.2013 19:56:05 GMT+01:00
A.G. meint:
Na sehen Sie. Wie schön, dass es unterschiedliche Meinungen gibt. Meine steht oben.
Ich fand phantastisch, wie man sich, auch aufgrund des Bildschnitts, der Kameraführung aber auch in den einzelnen Szenen, in die Personen hineinversetzen konnte. Mir ist es selten so gegangen, wie bei "Pine".
Ihre arge Abneigung gegen den Schauspieler Ryan Gosling kann ich zwar inhaltlich nicht nachvollziehen, find ich aber in Ordnung. Wie gesagt, jeder hat seinen eigenen Geschmack. Gosling scheint komischerweise momentan den Massengeschmack, der in diesem Fall mit meinem übereinstimmt, zu treffen. So ist das nun mal. Was Sie als "Dackelblick" abstrafen, find ich großartiges Mimikspiel. Er braucht eben genau wenige übertriebene und extreme Gesten und Gesichtsausdrücke, um Emotionen zu vermitteln. Das ist für mich sein großes Talent. Für Sie das Gegenteil. So what.

Wenn ich schreibe "oscarreif" ist das ein Adjektiv, das meine subjektive Meinung umschreibt. Mir ist völlig Banane, ob der Film irgendwelche Oscars in L.A. abräumt, mein persönlicher Eindruck ist hier in dieser Rezension wiedergegeben, nicht die objektiv bewertbare Anzahl an Preisen.

Ja, mich persönlich hat der Film nachhaltig berührt. Das heißt nicht, dass ich jeden Tag 2 h lang darüber sinniert habe, sondern dass mir immer wieder Szenen in den Kopf gekommen sind, über die ich nachdenken musste.
Gerade was Averys Rolle als "Guter Bulle" angeht, der mit den Gewissenskonflikten zu kämpfen hat, die der 1. große Einschnitt in den Film (ich werde auch diesen Text hier spoilerfrei halten) mit sich gebracht hatte, oder was dann die Aufarbeitung der Jungen mit der Vergangenheit ihrer Väter betrifft, so brachte mich der Film oft zu den Fragestellungen "Was hättest du in dieser Situation gemacht?", "war es falsch, so zu handeln?", "was hätte er anders machen können?" etc.
Auch mit Freunden, die den Film gesehen haben, wurde im Nachhinein darüber diskutiert. Für mich ist das in jedem Fall bemerkenswert gegenüber 80 % der sonstigen Kinofilme, die zwar gut unterhalten, aber über deren Inhalt man sich kaum mehr bis zum Einstieg in die U-Bahn überhaupt unterhält.

Zu den Söhnen: In meinen Augen (übrigens wie in meiner Rezension angemerkt) ist es am Anfang schwierig, mit ihrer Art als "typische College-Gangster" und ihrer Ausdrucksweise und selbigem Auftreten klarzukommen, aber dennoch finde ich beide die inneren und äußeren Konflikte, die sie ausfechten müssen, gut darstellend und authentisch rüberbringend. Kann Ihre Kritik aber ein Stück weit nachvollziehen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.11.2013 15:17:16 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.11.2013 15:20:37 GMT+01:00
Sorry Uwe, aus der Sicht eines Cineasten gesehen, ist der Film aber genau das, wie in diese vortreffliche Rezension beschreibt, ein kleiner, großer Film. Und ehrlich gesagt bin ich froh, das solches Programmkino weitab von Mainstream, wie es uns früher Martin Scorsese und Terrence Malick großartig geboten haben, überhaupt noch existiert. Ich finds deshalb auch sehr fragwürdig einen solchen Kommentar wie den ihren hier abzugeben, nur weil sie mit dieser Art Kino, und das trifft mit Sicherheit nicht nur auf diesen Film zu, einfach nichts anfangen können, und schon deshalb sollte man sich dann nämlich auch kein schwulstiges Urteil bilden. Es ist ja auch nicht schlimm, wenn jemand mit etwas ungewöhnlichem nichts anfangen kann, das aber in Frage zustellen, was ursprünglich zu den Wurzeln des Kinos gehört, halte ich für mehr als anmaßend. Transformers oder Man of Steel, das hat mit Cineastik und der ursprünglichen Ausrichtung des Kinos, rein gar nichts am Hut, auch wenn es vielleicht auch bewegte Bilder sind.
Also meiden sie bitte in Zukunft, und da kann man sich vorher drüber informieren, solches Programmkino alter Schule, und gönnen sie ihrem mainstream-verseuchten Augen, das übliche 08/15-"Kino", bevor sie wieder über was sprechen, von dem sie keine Ahnung haben, was sich jetzt vielleicht hart anhört, und deshalb auch nicht drüber urteilen sollten. Das ist genauso so, wie jemand Hip-Hop hört, und sagt die Beatles oder die Stones machen scheiß Musik, nur weil man vielleicht mit deren Stil nichts anfangen kann, faktisch gesehen, diese aber hervorragende Musik machen.
Heutzutage kann man sich ja informieren, und dann aussuchen was man anschaut, und deshalb bin ich ehrlcih gesagt immer wieder erstaunt, welche seltsamen Enttäuschungskundgebungen immer wieder vom Stapel gelassen werden.
Dem Rezendenten, ein dickes Lob für seine Anerkennung an dieses cineastische Meisterstück, das wahrlich seines gleichen sucht, in dem ganzen Einerlei des Mainstream. Gott sei dank weiß dies aber die Mehrheit ja zu schätzen, und der Film hat mehr als positives Echo bei den Leuten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.11.2013 18:27:20 GMT+01:00
Der Uwe meint:
Wow - ich zumindest war nicht anmaßend, spiele den Ball aber gerne zurück.
1. Habe ich mich nicht zum Cineasten ernannt, der objektiv in Gut und schlecht einteilen kann. Das haben gerade Sie gemacht.
2. Mit keinem Wort habe ich solchen Trash wie Transformers oder Man of Steel erwähnt und habe auch keine Ahnung warum Sie das erwähnen? Einen Film mit tollen schauspielerischen Leistungen habe ich genannt - Die 12 Geschworenen. Sie nennen sich Cineast und kennen nicht den Unterschied dieser Filme?
Dann sollten Sie in Zukunft lernen Kommentare ganz zu lesen und zu akzeptieren, dass dies vielleicht Ihren Geschmack trifft, aber sicher nicht jedermanns Geschmack ist. Nur dies wollte ich zum Besten geben - dass sich jemand wie Sie sofort davon verletzt zeigt und versucht auszuteilen, bewertet sich eigentlich von selbst.
Filme müssen irgendwas bewegen, man muss gespannt sein, sich wegen mir ärgern, traurig sein oder sich freuen. Nichts davon konnte dieser Film bei mir auslösen und übrigens auch nicht bei meinem gesammten Bekanntenkreis.
Programmkino kann ich hinter dieser Hollywoodproduktion beim besten Willen nicht erkennen. Dort lief der Film auch nicht.
Dies ist wie gesagt meine Meinung nach ca. 30 Jahren reichlich Kino / DVD / Blu-ray Erfahrung. Ist doch schön, dass Geschmäcker verschieden sind, sonst würde jeder dasselbe mögen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.11.2013 21:42:43 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.11.2013 21:48:15 GMT+01:00
Mit dem Verweis auf Transformers oder Man of Steel, wollte ich nur feststellen, das meist Kritik an solchen Filmen wie "Pines" von solchen Leuten kommt, deren Augen schon so mainstream-verseucht sind, das sie mit einem solch anspruchsvollen Film am Ende des Tages schon gar nichts mehr anfangen können, weil er schon vom Erzähltempo viel zu ruhig wäre. Das war nicht auf sie bezogen, nur aufs allgemeine Publikum der heutigen Zeit.
Natürlich hab ich auch ihren Hinweis auf die 12 Geschworenen wahrgenommen, aber sorry, wie hoch wollen sie denn die Meßlatte noch legen. Oder vergleichen sie auch jeden neuen Gangsterfilm mit dem "Paten" oder jedes Fantasy-Abenteuer mit dem "Herr der Ringe". Also man sollte schon vernünftige Maßstäbe anlegen, und nicht gleich Vergleiche mit dem Bestmöglichen suchen. Das Sidney Lumets Film einer der unbestriitten größten Meisterwerke der gesamte Filmgeschichte ist, das weiß ich selber.
Anmaßend bedeutet für mich, da haben sie mich auch nicht richtig verstanden, wenn man etwas negativ beurteilt, wo von man überhaupt keine Ahnung hat, und damit meine ich z.B. Regiearbeit und Schauspiel, und das dann teilweise wirklich ins Lächerliche zieht. Und ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, warum sie Schauspieler, denen gewisse Rolle eben auf den Leib geschneidert sind, in anderer Funktion sehen wollen. Ray Liotta ist der schmierige Typ wie auf den Leib geschneidert, so wie Sly Stallone der Actionheld, und daran kann man doch wohl festhalten. Ihm ist die Rolle des korrupten Polizisten sogar wie auf den Leib geschneidert, und das ist für mich dann eben perfekt besetzt. Für Cooper wars sogar die erste vernünftige Charakterrolle nach diesem Klamauk in Hangover, das mit dem 3.Teil immer unerträglicher geworden ist. Also da kann man insgesamt, nimmt man noch Gosling und Mendez dazu, wobei mir ihre Abneigung gegenüber Ryan Gosling natürlich aufgefallen ist, wenn auch nicht nachvollzierbar, weder in diesem Film, noch in seinen anderen fantastischen Rollen in Drive, Crazy,Stupid,Love oder Wie ein einziger Tag. Und ich find auch das Gerede, das er immer nur die selbe Mimik an den Tag legen würde, an den Haaren herbeigezogen und fast schon lächerlich. Das wurde ihm ja schon bei Drive von einigen Wenigen vorgeworfen, das dies aber perfekt zu seinem Schauspiel gepaßt hat, darüber wurde kein Wort verloren. Gosling, und das sagen die besten Regisseure der Welt, macht jeden Film zu einem Besseren, und ich glaub auf das Urteil würde ich mehr verlassen, als auf irgendjemand, der meint, er hätte Ahnung von gutem Schauspiel. Umsonst ist er ja nicht erzeit der meistgefragteste Charakterdarsteller Hollywoods.
Und ich habs oben geschrieben, und Programmkino ist für mich immer noch ein Stück Independent, fernab von Mainstream, was dieser Film zu 100 % erfüllt, wie es auch Terrence Malick mit Badlands vorgemacht hat oder eben Scorsese in seiner Anfangszeit. Und wenn sie da die Parallelen nicht sehen wollen, dann waren ihre dreisig Jahre für die Katz, in denen sie sich mit Filmen beschäftigt haben. Den Unterschied zwischen Mainstream und Programm sollte man nach dieser langen Zeit schon erkennen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.11.2013 23:36:20 GMT+01:00
Der Uwe meint:
Vielleicht noch mal zum Mitschreiben: Dies ALLES ist SUBJEKTIV, das wollen oder können sie nicht verstehen?
Ich habe keine Lust meinen ersten Kommentar zu wiederholen, dort stehen die Punkte, die mich stören. Die Superlative der Bewertung waren in der eigentlichen Rezension, nicht in meinem Kommentar - darauf hin habe ich den Vergleich zu den 12 Geschworenen gezogen, weil dies (anscheinend auch für sie) ein Superlativ in Sachen Schauspiel darstellt.
Gewalttätige, ziellose junge Erwachsene, ständig bekiffte Jugendliche, korrupte Politisten - das ist nicht zwangsweise Independend für mich sondern bedient zu viele Stereotype auf einmal. Und klar, wirtschaftlich erfolgreiche Filme mit Ryan Gosling dreht man nicht als Regisseur, wenn man sagt, dass er nicht gut ist.....
Zur Zeit ist es jedenfalls sehr "Mainstream" Ryan Gosling toll zu finden. Ich kann mit ihm nichts anfangen und das trifft auf einige Leute zu, die ihn in den letzten Filmen gesehen haben. Wenn Sie ihn so toll finden, super, genießen sie sein Spiel und lassen sie andere mit ihrer Meinung leben. Das sollte jeder, der sich mit Musik, Film und anderer Kunst beschäftigt hat können und akzeptieren. Neben ihrer Meinung scheint aber keine andere gestattet zu sein. Schade.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.11.2013 01:40:49 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.11.2013 11:35:56 GMT+01:00
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.01.2014 16:00:40 GMT+01:00
UweR. meint:
@Der Uwe
Sie haben vollkommen recht, die Erwähnung des Klassikers „Die zwölf Geschworenen" macht sie sicher noch nicht zum Cineasten.
Ihr Urteil über Ryan Gosling zeigt, dass sie es tatsächlich nicht sind. Wenn sie ihn nicht mögen und vom Hype genervt sind, sollten sie mit Kritik vielleicht zurückhaltender sein. Ihre Kritik verrät sonst mehr über sie selbst, als über den Schauspieler.
Gosling hat mit so unterschiedlichen Rollen wie „Drive" und „Blue Valentine" sein Talent schon in wenigen Filmen zeigen können. Dass er sich dem Mainstream weitgehend verweigert spricht für ihn. Ein echter Blockbuster geht jedenfalls nicht auf sein Konto. So lehnte er Angebote für Verfilmungen wie „50 Shades of Grey" oder „Batman" ab. Viel lieber arbeitet er mit Regisseuren wie Nicolas Winding Refn, die kontroverse Filme fernab des Mainstreams produzieren. Der Hype um seine Person wird von anderen gemacht. Von ihnen zum Beispiel.

Veröffentlicht am 01.06.2014 03:04:10 GMT+02:00
Vincent Price meint:
Vielen Dank zu Ihrer Rezension.
Was mich bloß gewundert hat ist,weshalb Goslings Sohn den Polizisten umbringen will.
Weiß der Sohn,daß der Vater nicht zuerst geschossen hatte? Und selbst wenn,welche Motivation für den Sohn steht dahinter?
Ok,der Sohn hat bei seinem neuen Gangsterkumpel herausbekommen,daß dieser wiederrum der Sohn des Polizisten ist (übrigens sieht dieser Assi seinen Eltern überhaupt nicht ähnlich).Ich komme damit irgendwie nicht zurecht - kann es sein,daß ich da was Wichtiges verpasst habe?
Goslings Sohn wächst doch in einer aufgeklärten Familie auf - mit dem Ziehvater hat er doch auch ein gutes Verhältnis.
Ja klar,die Mutter klärt den Sohn nicht auf,weil sie es ihrem Ex versprochen hat.Das heißt, "der" ist TOT, der Sohn, der lebt hat aber kein Recht zu erfahren,was sich wirklich abgespielt hat? Bis zum Zeitpunkt der Entführung war der Film ganz ok,aber mit dem Rest komm ich nicht mehr klar.Da hilft dann auch kein Mike Patton mehr.Der hätte doch für Ray Liotta einspringen können,hm? Übrigens,was sollte diese Szene mit dem Wald,als der Polizist Ray folgt? Das hat mich an Linda McCartney erinnert,als sie und ihr Mann in Afrika von irgendwelchen Eingeborenen überfallen wird,und gezwungen sind,die Kameraausrüstung rauszurücken,damit nichts Schlimmeres passiert
Sie schrie:Hes a musician,understand, A MUSICIAN!
Phibes

Veröffentlicht am 10.06.2014 23:47:11 GMT+02:00
halfblood meint:
Ich empfehle L.A. Crash zu schauen, wenn Sie diesen Film schon gut fanden! ;)
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