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Mathe kann sooo spannend sein...,
18. Oktober 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Theorem des Papageis (Gebundene Ausgabe)
Eine grellbunte Aufmachung, ein seltsamer Titel - als ich "Das Theorem des Papageis" zum ersten Mal sah, war ich eher skeptisch, weil ich ein Buch, das mir als "Sophies Welt goes Mathe" versprochen wurde, etwas anders erwartet hätte. Der Inhalt hat mich versöhnt.
Das Buch ist eine Mischung aus "Fermats letzter Satz" von Simon Singh und einem "Fünf Freunde"-Band von Enid Blyton, und das ist in keiner Weise abwertend gemeint - im Gegenteil.
Ein älterer Herr, sowie drei Kinder und deren Mutter werden in eine mysteriöse Angelegenheit verstrickt, in der Mathematik eine wichtige Rolle zu spielen scheint. Um Licht ins Dunkel zu bringen, beschäftigen sich die fünf deshalb in einer Art autodidaktischem Workshop mit der "ach so verhassten" Materie, und beleuchten auf diese Weise nicht nur sich, sondern auch dem Leser viele Episoden und Anekdoten aus der Entwicklungsgeschichte der Mathematik. Von den Tricks der alten Griechen über den tragischen Tod des jungen Galois bis hin zu Andrew Wiles erfährt man vieles, was im trockenen Matheunterricht leider meist auf der Strecke bleibt.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, und ich denke, es kann auch ohne mathematische Vorkenntnisse problemlos gelesen werden - man muß nur Interesse mitbringen und seine Vorurteile vergessen. So verstehe ich auch den Anspruch des Buches an sich selbst. Allerdings muß ich erst ein paar Mathe-"Hasser" davon zu überzeugen, es zu lesen. Dann wird sich zeigen, ob es wirklich Begeisterung wecken kann. Meine war schon da...
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