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Kundenrezension

28 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wes Andersons Meisterwerk, 5. Oktober 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Moonrise Kingdom [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich kann von mir behaupten, jeden essentiellen Wes Anderson Film gesehen zu haben. Dabei bin ich kein Verehrer im klassischen Sinn, auch wenn mir sein ästhetischer Stil wie kaum ein anderer zusagt. In bisher jedem Film aber gab es fundamental irritierende Elemente, die es mir verwehrt haben von Meisterwerken zu sprechen. The Royal Tenenbaums ist für mich zusammen mit Rushmore das bisherige Highlight gewesen, auch wenn beide Filme noch an Anfangskrankheiten wie Überladenheit und teilweise konfuses Storytelling litten. Ich mochte auch Darjeeling Limited sehr, allerdings hatte der Film auch mit fundamentalen Schwächen zu kämpfen, wie z.B. dem Fakt, das der bei avantgardistischen Autorenkino meist völlig fehlgeleitete Vorwurf der Langeweile (Jim Jarmusch ist ein typisches Opfer dieser Vorwürfe) dort zutraf. The Life Aquatic with Steve Zissou - im Deutschen auch lustlos mit Die Tiefseetaucher übersetzt - und Fantastic Mr. Fox haben mich gar enttäuscht, da sie zwar wunderbar ästhetisch anzusehen sind (ein Merkmal, das in wirklich jedem Anderson-Film wiederzufinden ist), aber jegliche emotionale Berührung, die in den Höhepunkten von Darjeeling Limited, Royal Tenenbaums und Rushmore aufkam, missen ließen.

Trotzdem bestellte ich Moonrise Kingdom als Blu-Ray, das erste Anderson-Stück für meine Sammlung, ohne ihn vorher gesehen zu haben. Da ich seinen Stil liebe und über die guten Kritiken bescheid wusste, konnte man damit nicht viel falsch machen, dachte ich.

Was soll ich sagen? In diesem Fall wurde ich tatsächlich nicht enttäuscht. Moonrise Kingdom ist Wes Andersons erstes wirklich homogenes Werk, das mir von vorne bis hinten ausnahmslos gefallen hat. Von dem perfekten Cast (was soll man zu Bill Murray, Edward Norton und Bruce Willis noch sagen – besonders Bruce Willis ist eine Offenbarung gerade durch seinen unerwarteten Einsatz in einem Wes Anderson Film) bis zur cinematischen und musikalischen Komposition (ich hatte direkt das Bedürfnis mir den Soundtrack zu kaufen, und vor allem die wunderbare Symphonie von Alexandre Desplat in einem Stück zu genießen) ist alles aufeinander abgestimmt. Der Plot ergibt diesmal wirklich Sinn, auch wenn die Prämisse, zwei Zwölfjährige, die sich verlieben, für einige schwer zu schlucken ist (eine Szene diesbezüglich hätte auch nicht unbedingt in der Intensität sein müssen). Aber das war schon immer der Fall bei Wes Anderson, dass man seine teilweise skurillen aber auch kongenialen Prämissen erstmal verarbeiten muss. Darüber hinaus hat Anderson ein unfassbares Gespür für Details, jedes Bild wirkt lebendig, alles bewegt sich und der Zuschauer mit. In diesem Fall ist es wirklich pure cinema, wie es sonst nur Meister wie Hitchcock vollbringen konnten. Wie Hitchcock ist Anderson ein perfektes Beispiel für den Auteur, den idealen Autorenfilmer und cineastischen Komponisten eines Gesamtwerkes wie er von den Regisseuren und Theoretikern der Novelle Vague verehrt wurde, alles besitzt einen runden, stimmigen Stil, eine eigene Stimme, die Sinn macht und uns jedes Mal in ihr Universum mitreißt. Nicht umsonst hatte ich direkt nach dem Anschauen des Films das Bedürfnis, ihn am gleichen Tag noch einmal reinzulegen und ihn einem Bekannten vorzuführen. Das nennt man Begeisterung, was nicht einfach ist, für eine Person, die tausende Filme jeglicher Couleur gesehen hat und sich selbst Cineast nennt. Aber auch das Ende – ohne es spoilern zu wollen – macht diesmal innerhalb von Wes Andersons Universum wirklich Sinn. Ein kleines Schmankerl obendrauf sind die vielen philosophischen Referenzen, die bei Wes Anderson, einem ehemaligen Philosophiestudenten auch nicht anders erwartet werden sollten und bei denen ich mich als Philosophiekenner natürlich wohl wühle. Bedeutungsleere kann man dem Film nicht vorwerfen.

Wer es noch nicht bemerkt hat, dem sage ich: Der Film ist ohne wenn und aber zu empfehlen und wer sich das erste Mal in den cineastischen Kosmos von Wes Anderson wagt, der ist mit diesem Film genau richtig. Es ist sein bisheriges Meisterwerk, von dem ich sagen kann, dass ihm noch unzählige Rotationen in meinem Blu-Ray Laufwerk bevorstehen wird.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 11.12.2012 11:01:07 GMT+01:00
buetzel meint:
Sehr schöne Kritik, die mich dazu einlädt, obwohl mir der Regisseur bis soeben nicht bekannt war, diesen Film anzusehen.
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